Nadine hat für den Monat November die Aktion „30 Fotos — 1 Motiv“ ins Leben gerufen. Die ursprüngliche Idee war, jeden Tag sein Gesicht zu fotografieren. Allerdings fragte mich meine innere Stimme prompt, ob ich die Handvoll Stammbesucher, die dieses Blog hat, auch noch verscheuchen wolle, und so habe ich mich entschieden, statt meiner Monsterfratze einen bestimmten Bereich meines Schreibtisches zu knipsen. Das ist zwar alles andere als spektakulär, aber als „Bernd das Brot“-Fan sehe ich mich zu einer gewissen Ödnis und Langeweile verpflichtet (und mir fiel auf die Schnelle nichts Besseres ein).
Also los geht’s:
1. November
Zur Linken sehen wir einen Teil meines Mousepads mit dem Spruch „Abstürze sind Chef-Sache“. Links oben ein flacher Stein, den ich in Dänemark gefunden habe und der mir als Untersetzer dient. Zentral leuchtet dem geneigten Betrachter mein Notizbuch entgegen, ein Geschenk einer lieben Kollegin. Rechts das Wochenendjournal einer Hamburger Tageszeitung mit einem Bericht über John le Carré, den Meister des Agentenromanes. Dahinter abgeschnitten meine liebste „Bernd das Brot“-Plüschfigur.
2. November
Hier ist Berndi schon etwas besser zu erkennen. Außerdem der Roman, den ich gerade heute endlich zu Ende gelesen habe: „Verdammnis“ von Stieg Larsson. War wie der erste Band sehr spannend, hatte allerdings zwischendrin auch einige zähe Stellen und vor allem übertrieb es der Autor ab und zu meiner Ansicht nach mit seiner Detailfreude. Muss man jedes Möbelstück, das sich die Akteurin bei Ikea kauft, namentlich benennen? Vielleicht was für Fans des schwedischen Möbelriesen, damit sie im Katalog nachblättern können, wie das Bett, Sofa etc. denn aussehen mögen…
3. November
Möge das Chaos beginnen! Ich bin mit meinem NaNoWriMo-Roman gestartet und habe mir entsprechende Notizen in mein „Notebook“ gemacht. Darauf einige Bücher zu Recherchezwecken: Machiavelli, Sun Tsu, von Clausewitz… Hier ist auch endlich das Mousepad besser zu erkennen. Im Hintergrund nun Berndi in voller Pracht. Daneben einige Grinsesteine, eine „Arbeit ist schön! Deshalb immer etwas für morgen aufheben!“-Karte (Geschenk eines Freundes). Spongebob und seine Freunde haben sich ebenfalls ins Bild geschoben. Alle Schwammartikel sind Geschenke meiner besten Freundin, es gibt so eine Art „Running Gag“ zwischen uns, der darin besteht, dass sie mir häufig Spongebobartikel schenkt und ich mit Brot- oder Kükenfiguren Contra gebe. (Sie: Hardcore-Spongebob-Fan. Ich: Überzeugte Bernd-Verehrerin.)
4. November
Spannender wird’s nicht gerade. Wieder der Bücherberg zwecks Material für NaNoWriMo-Roman. Ich war auf der Suche nach passenden Sun-Tsu-Zitaten. (Altmodisch, im Buch zu blättern, anstatt im Web zu recherchieren.) Im Hintergrund vorm Telefon ein kleines Blechschild „His Master’s Voice“. Ich mag das Motiv. Hund, Grammophon, super.
5. November
Wer bis hierhin noch nicht eingeschlafen ist — Gratulation zu Ihrem wachen Geist. Das wird sich schon noch ändern. Hier mal eine aufgeräumte Variante meiner Schreibtischecke. Stillleben mit Segelohren-Hunde-Prospekt und orangem Kugelschreiber und Bernd-das-Brot-Füßchen. Kunstkenner mögen sich bei mir melden und ihre Gebote abgeben.
6. November
Duden, Kopfhörer, was soll ich sagen? Aufmerksamen Betrachtern werden die Farbkleckse am Kabel des Kopfhörers nicht entgangen sein. Spuren der Renovierung von vor zwei Jahren. Gebt dem Monster Farbe und Pinsel in die Hände, und die Riesensauerei ist garantiert.
7. November
Hamburger Tageszeitung mit Bericht über Barack Obamas Wahlsieg. Und nun warten wir auf den 20. Januar 2009.
Damit schließe ich die erste Runde meines Berichtes ab. Den Rest gibt es in den nächsten Tagen. Noch seid Ihr nicht erlöst.













03.12.2008 um 17:59
Ich find es spannender als meine Rauhfasertapete
12.12.2008 um 11:12
[...] üb … Spongebob und seine Freunde haben sich ebenfalls ins Bild geschoben…. source: Ganz viele Fotos, Zwischen Wahn- und Irrsinn passt immer noch eine kleine Weltherrschaft [...]