Irrenanstalt: Dialoge

Anfang dieser Woche.

Ich: „Chefin, ich fühle mich etwas schlapp, da ich eine Erkältung habe, und werde deshalb diese Woche immer kurz nach Mittag Feierabend machen.“ (Anmerkung: Das Monster hat 170 Mehrstunden im Speicher, die sowieso abgebaut werden sollen, bei 180 Stunden ist eh Schluss mit lustig.)

Chefin: „Ja, ja, natürlich! Wenn’s gar nicht geht, bleiben Sie auch einfach mal einen Tag zu Hause!“

Ich: „Nein, nein, es ist nur eine normale Erkältung. Ich bin halt etwas maddelig.“

Chefin: „Sie wissen aber, dass das auf’s Herz gehen kann?“

[Hallo? Ich bin die künftige Herrscherin der Welt, so eine Erkältung wird ja wohl mein Herz nicht unterkriegen!]

Ich: „Ja, ich weiß, aber es ist nur ein bisschen Schnupfen und Husten…“

Chefin: „Das kann auf den Herzmuskel gehen!!! Das werden Sie Ihr Leben lang nicht mehr los!!!!“

Ich: „Ich bin vorsichtig.“ Verlasse schnell das Büro.

Donnerstag.

Chef-Chef kommt auf mich zu und will mir die Hand schütteln. Ich sage aber zu allen Leuten, selbst zu unseren Managern, dass sie auf Abstand bleiben sollen, um sich meine Erkältungsbazillen vom Hals zu halten, und das klappt auch gut. Bisher habe ich jedenfalls niemanden infiziert.

Chef-Chef: „Sind Sie krank?“

Ich: „Nur eine normale Erkältung.“

Chef-Chef: „Wenn es nicht geht, bleiben Sie aber bitte zu Hause.“

Ich: „Ja…“

Freitag.

Chef-Chef: „Geht es Ihnen heute besser?“

Ich: „Ja!“ (Höre mich leicht heiser an, weil die Erkältung ein bisschen auf Hals und Stimme geschlagen hat. Die liebe will ihren Besuch halt etwas ausnutzen, kann man ja verstehen, trägt aber nicht zu meiner Glaubwürdigkeit bei.)

Chef-Chef: „Nein.“

[Wenn ich schon Weltherrscherin wäre, hätten Sie sich diesen Widerspruch aber nicht erlaubt, gelle?]

Ich: „Doch, doch, alles okay.“

Chef-Chef: „Ich sehe das ja, Sie machen zwar immer kurz nach Mittag Feierabend, aber das hilft nicht wirklich. Sie müssen sich vernünftig auskurieren.“

Ich: „Ich habe ja jetzt noch zwei Tage, um mich zu erholen. Montag ist alles wieder gut.“

Chef-Chef: „Wenn nicht, bleiben Sie Montag zu Hause.“

Ich: „Jaaa… Aber das ist Montag bestimmt wieder besser.“

Chef-Chef: „Aber wenn nicht, bleiben Sie zu Hause.“

Ich: „Okay…“ Chef geht weg.

Ich: „Aber ich bin optimistisch.“

Chef-Chef (dreht sich noch mal um): „Das ist eine Dienstanweisung.“

Ich: „Jawoll!“

Freitag, kurz nach Mittag.

Ich (zu Chef-Chef): „Tschüs und schönes Wochenende.“

Chef-Chef: „Danke, gleichfalls. Und denken Sie daran. Wenn es nicht geht, kommen Sie Montag nicht.“

Ich: „Ja, ich weiß, aber es wird bestimmt wieder gehen.“

Chef-Chef: „Ich schicke Sie wieder nach Hause, wenn Sie nicht gesund sind!“

:-D Ich werde nun Montag spaßeshalber husten, wenn Chef-Chef in meine Nähe kommt. Mal sehen, ob er mich wirklich nach Hause jagt… Hui, ein Alarm wegen einer Wald- und Wiesen-Erkältung. Ich bin einfach nicht so gepolt, dass ich wegen so etwas gleich zu Hause bleibe, obwohl es einerseits vernünftig wäre. Andererseits weiß ich, dass, wenn ich 2 – 3 Tage zu Hause bleibe, eine Flut von Mails auf mich wartet und ich davon gleich wieder extrem gestresst werde, was erst recht nicht gesund ist. So konnte ich zumindest immer das Wichtigste wegarbeiten, was auch fürs Chaosprojekt gut war, das zur Zeit in der heißen Phase steckt und sowieso schon mit vier kranken Projektteilnehmern zu kämpfen hat… Und ansonsten habe ich einiges einfach konsequent abgeblockt.

Ernsthaft, ich lästere hier ja öfter mal über die arme Irrenanstalt, aber dieser Anflug von Fürsorge war schon sehr nett. Überhaupt arbeite ich eigentlich recht gern dort, es ist nur leider oft sehr viel Arbeit und Druck, dergestalt, dass ich mich manchmal völlig überfordert fühle. Aber die Kollegen sind fast alle sympathisch, und wer schon mal mit Leuten zusammengearbeitet hat, die einem gar nicht liegen, weiß, dass das unbezahlbar ist… Es ist zwar auch einiges im argen, ganz umsonst fluche ich hier nicht öfters, aber in vielen anderen Firmen geht es weitaus schlimmer zu.

Also heute mal eine kleine Ehrenrettung für die Irrenanstalt. Bis zu dem Tag, an dem sie mir wieder Anlässe zu wilden Flüchen geben wird. Und der Tag ist sicher nicht fern. :-)

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JBK

Unsere Firma, hier als „Irrenanstalt“ bekannt, ermöglicht es uns von Zeit zu Zeit, kostenlos Talkshows zu besuchen. In diesem Fall also Kerner. Kann man interessant finden, muss man aber nicht… Ich bin kein Talkshowgucker, obwohl er ab und zu wirklich interessante Leute zu Gast hat, aber mir ist zu viel Promigesülle dazwischen, das hält mich davon ab, einzuschalten. Aber wie gesagt, jeder, wie er mag. Es gibt weitaus schlechtere TV-Sendungen.

Etwas übertrieben finde ich allerdings die Sprüche, die Appetit auf diese Talkshow machen sollen:

„Lassen Sie sich Lebensgeschichten erzählen, seien Sie im Studio, wenn Prominente Sie in ihre Welt entführen. Möchten Sie dabei sein?“

Nein, danke. Ich möchte mich nicht in die Welt von Prominenten entführen lassen. Aber werfen wir doch mal einen Blick auf die Gästeliste (Auszug). Vielleicht ist ja doch jemand dabei, von dem man sich entführen lassen möchte?

Mentalmagier Thorsten Havener

Kenne ich nicht. Aber Magier klingt schon mal nach „The Next Uri Geller“. Ich möchte mich weder vom aktuellen noch vom nächsten und schon gar nicht vom übernächsten Uri Geller entführen lassen. Nicht mal mental.

Bettina und Christian Wulff

Das nun erst recht nicht. Womöglich rotten die sich mit dem Mentalmagier zusammen und manipulieren mit magischen Worten mein Hirn dahingehend, dass ich im September die Wulffsche Partei wähle? Ist das nicht schon beinahe kriminell? Vielleicht können

Rudi Cerne, Moderator von „XY“ und Kriminaloberkommissar Stephan Diethmar

einschreiten. Oder wird man von denen in die Welt der ungeklärten Kriminalfälle entführt? Nun denn, ich wollte schon immer mal den ungelösten Kriminalfall „Roland Koch — Warum immer noch Ministerpräsident in Hessen?“ untersuchen. Vielleicht braucht’s dazu aber mehr als einen erfahrenen Kriminaloberkommissar, nämlich

Prof. Dr. Harald Lesch, Autor und Moderator der ZDF-Sendung „Abenteuer Forschung“.

Es steht allerdings zu befürchten, dass sich selbst der Prof. Dr. an diesem Phänomen die Zähne ausbeißt.

JBK, lade doch mal Leute ein, von denen wir uns wirklich entführen lassen möchten, z. B.:

Für WeltdesWissens George Clooney

Für Lakritz und Schokolade Barack Obama*

Für aga80 Nina (das wäre wirklich mal ein interessanter Gast)

Noch jemand spezielle Wünsche?

Dann klappt’s auch mit den Zuschauern, und Ihr müsst nicht mehr die Angestellten der Irrenanstalt anflehen, in Eure Sendung zu kommen.

Stets gern behilflich,

Ihre künftige Weltherrscherin

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*Bitte darauf bestehen, dass er seinen Stabschef mitbringt. Danke.



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Fast vergessen…

… das hier zu bloggen. Das passiert, wenn man Sachen in den Entwürfen versteckt… Kennen mittlerweile wahrscheinlich schon die meisten, passt aber so schön zum Thema „Denglisch“:

horst_obama

„Yes we can mit Horst.“

Lasst mich das noch etwas verfeinern:

„Yes we can better ohne Horst“ oder auch „Yes we can untergehen mit Horst.“

„Seehofer ist unser Obama.“ — Und Steinmeier unsere Hillary Clinton. Aber müsste nicht eher Angie unser(e) Obama sein? Rein amtsbezogen betrachtet, natürlich. Aber, liebe Horst-Anhänger, Ihr bezieht Euch natürlich mehr auf Horsts Charisma, richtig?

Liebe Horstifans: Herr Seehofer ist kein deutscher Obama. Jemand, der Sätze sagt wie „Einmal irren ist menschlich, immer irren ist sozialdemokratisch“, also ein asbachuraltes, dämliches, Übervater-FJS-Zitat verwendet, der ist nicht Obama. Und auch seine anderen Aschermittwochssprüche waren nicht besser. Ich möchte diese Sätze hier nicht zitieren. Nun gehört es zwar zum Aschermittwochsbrauch, ordentlich auf die politische Gegnerschaft draufzusemmeln, aber entweder man kann das originell, oder man lässt es ganz bleiben. Gesteigert wird das im Keller liegende Ansehen der deutschen Politik durch diese Sprüchedrescherei jedenfalls nicht. Auch wenn Seehofers Rede im Vergleich zu anderen aus den Vorjahren eher moderat war, zugegeben. (Merkt man, dass ich den Brauch der politischen Aschermittwochsreden nicht sehr schätze?)

Lieber Bajuwarenbarack, liebe Politiker: Es ist gar nicht schlimm, dass Ihr keine deutschen Obamas seid. Wenn Ihr Euch um vernünftige politische Programme, Ehrlichkeit gegenüber dem Wähler und Verzichten auf Sprechblasen bemüht, wäre schon einiges gewonnen, und Ihr könntet viel an Ansehen zurückgewinnen. Und bitte surft nicht mehr auf der „Yes we can“-Welle herum. Das kann ja ein lustiger Wahlkampf werden…

Gibt es eigentlich auch schon eine geistige Abwrackprämie, z. B. für gut abgehangene Politphrasen? Einige Volksvertreter könnten reich werden.

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Das Elite-Team wächst

Liebe Mitstreiter,

in der letzten Zeit war die Mitgliedschaft des Elite-Teams gefragt wie nie. Haufenweise Bewerbungen trudelten bei mir ein. Vielen Menschen musste ich leider absagen, da ich nur die Besten akzeptieren kann. So schrieb zum Beispiel ein gewisser Michael G.:

„Sehr geehrte Frau Fellmonster,

vor kurzem habe ich meinen Job verloren, glaube aber, dass ich mit meinen Fähigkeiten eine Bereicherung Ihres Teams darstelle. Ich war von 2005 bis 2009 Bundesminister für Wirtschaft und Technologie. Allerdings kenne ich mich weder mit Wirtschaft noch mit Technologie aus. Ich war davor Vorsitzender der CSU-Landesgruppe. Vorsitzender kann ich allerdings auch nicht so richtig gut.

Haben Sie einen Posten für mich frei? Mir fällt die Decke auf den Kopf und meine Ehefrau möchte auch, dass ich wieder 16 Stunden täglich außer Haus bin. Vielen Dank.

Ihr Michael G.“

Ich antwortete, dass ich seine Ehefrau gut verstehen kann und er sich bei dem Organisationskomitee für das Oktoberfest bewerben möge.

Mittlerweile bewerben sich hier sogar Castingopfer:

„Sehr geehrte Frau Fellmonster,

ich bin die Chantal, 16 Jahre alt, und möchte unbedingt bei Ihnen dabei sein! Und dann möchte ich, dass dem Bohlen was abgeschnitten wird! Der war so fies zu mir beim Casting! Der hat zu mir gesagt, dass meine Stimme wie verrostete Fahrradketten, die man über verrostete Bleche schleift, klingt. Das war so gemein!

Ich möchte gern die Sängerin in Ihrem Team werden. Ich habe Ihnen auch was mitgeschickt, ich habe nämlich Ihre Ode gesungen! Außerdem möchte ich Model, Schauspielerin und Hairstylistin werden.

Liebe Grüße

Die Chantal“

Die Chantal hat sich tatsächlich an unserer Ode vergriffen. Ich habe die mp3-Datei hier bereitgestellt, aber kann nur warnen!!! Am Besten schaltet man vorm Hören den Ton aus, schmeißt vorsichtshalber die Lautsprecher weg und guckt sich nur den Fortschritt der Abspieldauer an, um anschließend dem Schicksal zu danken, dass man es überlebt hat. Es ist gruselig. Ich glaube, das Fahrradkettenkonzert klingt dagegen geradezu lieblich.

Das Grauen

Trotzdem habe ich einigermaßen freundlich geantwortet. Die musste Bohlen gegenübertreten, das ist Strafe genug.

„Liebe Chantal,

danke für Deine Bewerbung und das Einsingen unserer Ode.

Um den Bohlen brauchst Du Dich nicht zu kümmern, für den habe ich schon die passende Strafe, die er antreten wird, sobald die Weltherrschaft unser ist: Klofrau in einer Truckerkneipe.

Im Übrigen möchte ich Dich in Deinem Weg bestärken, den Beruf der Hairstylistin einzuschlagen. Hat ja auch was mit Abschneiden zu tun. Bitte kümmere Dich erst um Deinen beruflichen Werdegang, bevor Du bei uns einsteigst. Etwas Ordentliches gelernt zu haben, ist immer gut, das sagte schon meine Oma, die übrigens auch die Platte „Hoch auf dem gelben Wagen“ besessen hat.

Herzliche Grüße

Dein Fellmonster“

Das alles wäre wahnsinnig traurig, hätten wir nicht wieder einige neue Mitglieder, auf die wir alle stolz sein können, und die ich hier nun näher vorstelle:

Zunächst dürfen wir Learsander begrüßen. Schwerpunktthemen: Alles rund um Kultur. Ist außerdem eine gesunde Mischung aus Organisationstalent und Chaosfanatiker sowie etwas durchgeknallt. Alles hervorragende Voraussetzungen!

Als nächstes kam Blinkfeuer hinzu. Schon der Name leuchtet! Blinkfeuer ist den meisten von uns schon länger bekannt, Ihr könnt Euch also vorstellen, dass die Freude über seine Bereitschaft, bei uns einzusteigen, groß war. Schwerpunkt: Spezialreferat Jazz und Dinkel (auch in Hinsicht auf Organisieren von Staatsempfängen. Mal ehrlich, Jazzmusik ist ja wohl eine ganz andere Kultur als dieses militärische Gedröhne). Auch in der Krötenabwehr und der Anti-FCB-Allianz aktiv und vieles mehr. Plant außerdem, Bernd dem Brot eine Gefährtin zu backen: „Daggi, die Dinkelschnitte“. (Hoffentlich mit vernünftiger Armlänge.)

Und nun wird’s international! Dieser Ansatz ist mir wichtig, weil die Welteroberung als solches nicht ohne globale Komponente auskommen wird. DeGünn wird uns also in Luxemburg vertreten. Und ein weiterer herausragender Aspekt: Seine Freundin ist Brasilianerin! Mir liegen natürlich alle Länder am Herzen, aber Brasilien ist schon etwas besonderes — immerhin Herkunftsland eines sehr köstlichen Getränkes! Schwerpunkt: Kriegsführung per Sprachverwirrung. Ein ganz neues Feld, auf dem wir es zur Meisterschaft bringen werden. Unsere Gegner haben keine Chance. Und man denke an den original zubereiteten Caipirinha. Der ist natürlich nicht für unsere Gegner, sondern nur für uns.

Als letztes für heute heißen wir Mirjam Willkommen, besser bekannt unter „dieTauschlade“. Es wird uns vermutlich nicht gelingen, die Weltherrschaft durch Tauschhandel zu erlangen, aber Mirjam wird sich um Kunst und Kultur kümmern, Themen, für die man nie genug engagierte Mitstreiter haben kann.

Herzlich Willkommen, Ihr Lieben!

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Mal wieder ein wirrer Traum

Ich habe ja schon lange nichts mehr von meinen konfusen Träumen erzählt. Gestern Nacht hatte ich mal wieder einen von der besonders wirren Sorte:

In dem Traum war Barack Obama schwul, und sein langjähriger Lebensgefährte hatte eine ganz schlimme Krankheit: Er wurde von Flugmonstern, die aber nur er sehen konnte, ganz langsam zerfleischt, also Gliedmaßen abgebissen, aber über einen längeren Zeitraum, es müssen mehrere Jahre gewesen sein. Die Ungeheuer waren pechschwarz und sahen wie furchterregende hässliche Greifvögel aus, mindestens doppelt so groß wie ein Mensch. Diesen Part habe ich leider ziemlich intensiv geträumt, das hätte locker eine Vorlage für einen Horrorfilm sein können.

Barack war jedenfalls im Krankenhaus, weil es mit seinem Freund nun endgültig zu Ende ging. Im Weißen Haus war Rahm Emanuel (mit dem ich eine Affäre hatte) mit wichtigen Verhandlungen beschäftigt. Thema weiß ich nicht, er sah jedenfalls ziemlich übermüdet aus. Er sprach mich zwischendurch kurz an (ich habe im Weißen Haus gearbeitet, aber keine Ahnung, in welcher Position) und meinte, ich müsse Barack unbedingt finden, er dürfe nach dem Tod seiner großen Liebe nicht allein sein. Ich antwortete, dass er aber gerade das vielleicht bräuchte: Ein bisschen Ruhe und Abstand. Das hat Rahm aber nicht eingesehen und mir statt dessen einen Zettel mit der Adresse des Krankenhauses in die Hand gedrückt und mir eingeschärft, wie wichtig es sei, dass ich Barack finde. Noch seien wohl auch die Eltern des Freundes mit im Krankenhaus, aber ich müsse auf jeden Fall schnell dort hineilen, um mich um ihn zu kümmern.

An der Stelle bin ich aufgewacht. Sehr verwirrend. Aber vor kurzem habe ich ja Trudi Träumlich für „Rübenbrei TV“ engagiert, sie soll dort eine Call-In-Sendung oder wie das heißt für Traumdeutung moderieren. Da kann ich sie ja gleich mal testen. Ich stelle also vor: Trudi Träumlich. Auf ihrer Visitenkarte steht: „Trudi Träumlich. Tiefenanalyse Ihrer Träume und Schäume, denn träumen und schäumen tun wir alle.“

trudi_traumlich

Ich: „Frau Träumlich, was bedeutet mein Traum?“

Trudi: „Er bedeutet, dass Obama schwul ist und sein Partner sehr qualvoll stirbt.“

Ich: „Das weiß ich auch! Aber das ist doch Symbolik für etwas! Was will mir mein Unterbewusstsein mitteilen, was hätte Freud gesagt?“

Trudi: „Freud? Dieser Typ, der überall unterdrückte sexuelle Wünsche diagnostiziert hat? So ein Schweinkram kommt für mich nicht in Frage!“

Ich: „Schon… Aber diese…“

Trudi: „Ich analysiere Ihren Schweinkram nicht!“

Ich: „Entschuldigen Sie mal, ja? Der Schweinkramanteil in dem Traum beträgt genau sechs Wörter, und die stehen auch noch in Klammern! Habe ich extra für Sie schön kurz gehalten. Also mal flauschig bleiben, ja?!“

Trudi: „Na gut, der Traum bedeutet, dass Sie mit diesem Rahm Emanuel ein Verhältnis anfangen wollen. Kann ich nun gehen?“

Ich: „Arrgh! Das ist doch sowieso klar. Ich meine die anderen Teile des Traums. Dass Obama schwul ist und dann diese Flugungeheuer.“

Trudi (holt tief Luft): „Obama wurde schwul, als er Sie gesehen hat. Die Flugmonster symbolisieren, dass es bei Ihnen im Oberstübchen nicht richtig tickt. Kann ich nun gehen?“

Ich: „So ein Schwachsinn! Obama war in dem Traum schon ganz lange, wenn nicht immer, schwul! Das weiß ich genau!“

Trudi: „Kann ich nun gehen?“

Ich: „Morgen gibt’s Hühnersuppe im Hause Fellmonster!“

Projekt 52, Woche 08: „Bewegung“

Das dieswöchige Motto bei Saris Aktion heißt Bewegung. Das ist eigentlich nicht schwer, wenn man einen wilden Border-Collie-Mix im Rudel hat. Es sei denn, das Tier ist sooo schnell, dass meine bescheidenen Fotoversuche alle nix geworden sind. Da fällt dann besonders auf, dass ich kein Fotografie-Experte bin.

Aber egal, ich glaube, dieses Foto drückt trotz Unschärfe ganz gut seine Wildheit aus:

fliegender_hund

Und dann noch ein Foto aus dem Archiv: Es zeigt die junge Molly, wie sie auf Rakko „zufliegt“:

molly_flitzt

Stöckchen gefangen

Gina hat mir ein Stöckchen zugeworfen, und ich fange ja bekanntlich sehr gerne Holzknüppel. Es geht darum, acht persönliche Dinge über mich zu verraten. Dass ich Caipi und Nougat liebe, zwei Hunde habe, HSV-Fan bin und Weltherrscherin sein werde, wisst Ihr ja eh schon alle. Hier also acht andere Informationen über mich, die Ihr vielleicht noch nicht kennt:

  1. Ich habe im Büro in der Irrenanstalt eine Wand mit ganz vielen (mehr oder weniger) lustigen Postkarten, Cartoons, Bernd-das-Brot-Postern u. ä. vollgeklebt.
  2. Vor kurzem habe ich mich hier als Knochenmarkspender registriert.
  3. Ich weiß, was EKKO und EKPO sind. :-) (Hr. Olsen versteht das.)
  4. Ich besitze — nach langem Suchen — eine Monstera deliciosa variegata. Hier ein Bild, allerdings nicht von meiner (bin gerade zu faul, ein Foto zu schießen).
  5. Wenn ich die Wahl hätte, ein Praktikum im Weißen Haus bei Barack Obama oder Rahm Emanuel zu absolvieren, würde ich ohne zu zögern Rahm Emanuel auswählen. ;-)
  6. Ich besitze eine Original-Requisite aus den Bernd-das-Brot-Folgen: Einen Handkopfler, der vor einigen Jahren für einen guten Zweck auf eBay versteigert wurde.
  7. Dank Hoppel bin ich „Gilmore Girls“-Fan geworden.
  8. Seit einigen Wochen hat das Drama „Das Monster muss Sport treiben“ eine Fortsetzung erfahren: Ich habe mir ein Ergometer gekauft und strampel jeden Tag fleißig einige Kilometer herunter. (Zugegeben, Gina würde über die Anzahl der Kilometer nur mitleidig lächeln, aber immerhin, ein Anfang…)

Oh, schon fertig. Und nun soll das Stöckchen noch an acht weitere Blogger geworfen werden. Allerdings hatten das Stöckchen mittlerweile schon viele, bzw. viele mögen das Holz ja grundsätzlich nicht. Ich zähle einfach mal ein paar auf, von denen ich hoffe, dass sie Lust auf das Stöckchen haben, liegen lassen geht ja immer. Mitnehmen auch. :-) Trixie, Maryan, Chrille, HMPF, Raven, Stöpsl. Die restlichen zwei lasse ich für Freiwillige liegen.

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Rarität

Eine Cocktailbar, die keinen Caipirinha anbietet — gibt’s nicht?! Darf es gar nicht geben? Doch! In Bergedorf.

Meine Güte, wo bin ich gelandet?

Egal, darf ich zur Zeit sowieso nicht. Also mixe ich mir jetzt einen schönen ACC-Cocktail.

Prost!

acc_caipi1

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Referrer

Ab und zu gucke ich mir die Referrer an, um zu schauen, von wo die Leute aufgebrochen sind, um schlussendlich in diesem Hort der Weisheit zu landen. Und dabei habe ich zwei interessante Sachen entdeckt.

Mittlerweile wird dieses Blog sogar schon übersetzt. Freund oder Feind? Fürchtet da jemand um seine Macht oder handelt es sich hier um ein Zeichen, dass wir international immer mehr Sympathie und Einfluss gewinnen?

blog_global

Und meine Schwoap zieht Kreise! Wir wurden nun sogar schon auf dem Häkelschweinblog erwähnt, genauer gesagt, Tina, Lisa und Bella, drei Hauptdarsteller in der epochalen Schwoap Schweine, Schweine! Wege zum Filetstück. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass Tina, Lisa und Bella in Wirklichkeit hochintelligente Borstenhäkelviecher sind. Nur in der Schwoap spielen sie oberflächliche Gossip-Säue. Da zeigt sich wahre Schauspielkunst! (Für neue Leser: Eine Schwoap ist eine Symbiose aus Schweinkram und Soap: Mehr Schweinkram! Mehr Dramatik! Mehr Herzschmerz! Mehr nackter Schinken!)

Bedarf es noch mehr Beweise, um zu zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind?

Weltherrschaft, wir kommen!

Für Roland

und alle anderen, die Denglisch und Phrasen ebenso „lieben“:

In der Irrenanstalt wird es demnächst eine „Awareness-Kampagne“ zum Thema Arbeitsschutz geben.

Das Wording ist in Ordnung, ich hoffe, dass die Commodity-Group-Manager beim Kick-Off-Meeting die korrekten Conclusions ziehen; von Key Playern muss man das einfach erwarten können. Wer Target Costing managen kann und auch sonst in Sachen Wissensmanagement ganz vorne dabei ist, für den sollte das keine Herausforderung sein, ansonsten muss ich wohl mal Methodenkompetenz anwenden.

Ja, so sprechen wir in der Irrenanstalt. Ich frage mich gerade, warum ich mein Elite-Team nicht „Competence Center“ genannt habe…

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