Projekt 52-2009, Woche 26: „Mathe um dich herum“

Ein fieses Thema dieses Mal bei Saris Projekt. Eigentlich nicht schwer, dachte ich mir so, ich habe ja z. B. viel mit Excel zu tun. Die Idee hatten aber andere Teilnehmer auch schon.

Taschenrechner oder Lineal ablichten fand ich aber nicht so spannend. Also bin ich zu der Idee mit Excel zurückgekommen, habe aber kein Excel, sondern ein anderes Programm, das wir in der Irrenanstalt für Auswertungen benutzen, zweckentfremdet, ein buntes Diagramm etwas angepasst (Begriffe geändert) und eben abfotografiert, ist ja ein Fotoprojekt, obwohl das nicht so eng gesehen wird. Hier ist nun das „wahnsinnig aussagekräftige“ Bildchen. :-)

Matheumuns

Tolle Statistik, nun sind wir alle schlauer. Ach ja, die Rauhfasertapete im Hintergrund ist nur ein Gag, das habe ich in der Irrenanstalt natürlich nicht so. Ein kleines Schmankerl für Berndi. Im Übrigen noch ein Tipp, falls Ihr mal Schulungen für ein Programm geben müsst und zeigen wollt, was man damit alles für Diagrammarten erstellen kann: Verwendet nicht den Begriff „Blasendiagramm“, es sei denn, Ihr wollt den Komiker in einigen Kollegen wecken. Glaubt mir einfach. (Unglaublich, wie bekannt Monica Lewinsky noch ist.)

Mag aber auch alles an der Wärme liegen. Heute in der Irrenanstalt:

Kollege: „Ich habe da eine Frage zu SAP… brabbel… brubbel…“

Fellmonster: Guckt sich die Sachlage an, denkt nach, sucht ernsthaft nach einem Lösungsansatz, klickt in SAP rum.

Kollege: Langweilt sich wohl und erzählt irgendwelche Sachen, so Smalltalk halt.

Monster: Hört zu Anfang noch zu und kommentiert hier und da was, driftet dann aber immer mehr in die SAP-Problematik ab und lässt nur noch Wortfetzen an ihr Ohr dringen.

Kollege: „Blabbel… sabbel… laber…dröhn… quassel…“

Monster: Sagt ab und zu zwischendurch Sachen wie „Ja“ und „Hm“. Es war warm, wie soll man sich auf Small Talk und SAP gleichzeitig konzentrieren können?

Kollege: „brabbel… Sex… laber…“

Monster: Ist mittlerweile voll im SAP-Rausch und fragt nicht weiter nach, es war warm und das Monster wollte mit dem Problem weiterkommen.

Kollege: „Das nehmen Sie mir doch nicht übel, oder?“

Monster: (Mist. Nicht richtig zugehört. Jetzt noch nachzufragen ist peinlich.) „Nö, nö…“ Immerhin wurde das SAP-Problem gelöst.

Bei der Wärme drehen sowieso einige durch, das verträgt so mancher nicht, die werden aggressiv oder reden noch größeren Unsinn als sonst. Erstaunlich. Ich bin ja auch kein Hitzefan, jedenfalls nicht, wenn’s dabei drückend schwül ist, aber so sehr lasse ich mir das glaube ich nicht anmerken. Ich jammere halt ein bisschen rum. :-)

Überhaupt Irrenanstalt: Ich bin knapp einem Attentat entkommen!

Nichts Böses ahnend gehe ich zu einer Veranstaltung in der Irrenanstalt. War zu Anfang auch alles ganz nett. Plötzlich stand der Attentäter im Raum. Ich hatte ihn nicht gleich bemerkt und stand mit zwei Kollegen zusammen, wir hatten ein Fachgespräch und waren sehr konzentriert. Im letzten Moment sah ich aus den Augenwinkeln, wie die Waffe auf uns gerichtet wurde! Ich hob eine Hand und sagte laut: „Halt! Moment!“ Sofort hatte ich die Aufmerksamkeit aller Kollegen im Raum auf mich gelenkt, peinlich, aber der Zweck, den Attentäter kurz abzulenken, wurde erfüllt, ich konnte beherzt zur Seite springen, so dass es nur meine beiden Kollegen erwischte.

Dieses ständige Fotografieren in der Irrenanstalt muss wirklich mal aufhören! Ich musste auch danach noch einige Male ausweichen, so konnte ich mich überhaupt nicht auf das Thema der Veranstaltung konzentrieren, und das ist ja wohl nicht Sinn der Sache. Hoffe, dass ich immer entwischen konnte, er kann höchstens mal Seiten- oder Rückenaufnahmen haben, wenn überhaupt, jedenfalls blitzte es mehrmals in meiner Nähe. Herr Fotograf, eines sage ich Ihnen: Sollte auch nur ein Teil des Monsters in der Firmenzeitung auftauchen, sehe ich mich gezwungen, die Todesstrafe wieder einzuführen!

Ich sag’s ja: Die Hitze. Das können die alle nicht ab, die Patienten. Lauter Irre und Bekloppte. Vielleicht steckt aber auch die Konkurrenz dahinter, die mich durch solche heimtückischen Attacken schwächen möchte, damit ich nicht die Weltherrschaft an mich reißen kann. Aber so läuft das nicht!

Übrigens: Schon seit über einer Woche keine Gagafrutte im Radio gehört! Seelenlage des Monsters äußerst stabil, Welteroberung nicht gefährdet!

13 Antworten zu „Projekt 52-2009, Woche 26: „Mathe um dich herum““

  1. noch ein Markus Sagt:

    hmmm.
    er hat dir Sex angeboten?
    er hat sich dir zum Sex angeboten?
    im Büro?

    mann,mann, Frau Fellmonster, da müssen wir aber noch an der Aufmerksamkeit arbeiten.
    waren es nicht angeblich die Frauen die mehrere Sachen gleichzeitig machen können, im Gegensatz zu Männern?
    wie war das doch mit der Multi-Task Fähigkeit?
    :)

  2. ruediger Sagt:

    Als zukünftige Herrscherin der bekannten Welt müssen Sie sich aber auch durchsetzen. Wieso verbieten Sie es ihm nicht und lassen das Attentatswerkzeug konfiszieren?

    Wo war das viel gepriesene Elite-Team in der Notlage? Ich bin erschüttert über den scheinabren Mangel an Pflichtbewusstsein und Opferbreitschaft.

  3. kieliscalling Sagt:

    Hmm wird das Fellmonster eigentlich unter dem Fell braun in der Sonne *grübel*

  4. Blinkfeuer Sagt:

    Alles Dein „output“, so berufsmäßig?
    http://iobic.de/3552
    Ein hartes Brot! :roll:

  5. Fellmonsterchen Sagt:

    @Markus: Das hat er bestimmt nicht gesagt; die darauffolgende Antwort (“Das nehmen Sie mir doch nicht übel, oder?”) würde dazu nicht passen.
    Und überhaupt: Bei der Wärme, uff…? :-)
    Doch, doch, wir Frauen können mehrere Dinge gleichzeitig, aber wir können auch Wichtiges vom Unwichtigen unterscheiden und das Unwichtige ausblenden. Hier: Wichtig war das SAP-Problem. Unwichtig war das verbale Konzentrationsgestöre meiner SAP-Zen-Buddhismus-Gedanken.
    @Rüdiger: Die Elite-Team-Mitglieder sind ja alle woanders im Einsatz, aber das hat mich auf folgende Idee gebracht: Wenn das verdammte Geknipse in der Irrenanstalt nicht bald aufhört, werde ich mir eine Leibwache zulegen, ich leihe mir einfach ein paar Bodyguards von Barack aus. Diese Muskelberge zerquetschen einen Fotoapparat vermutlich locker mit zwei Fingern.
    @Kieliscalling: Wenn das Fell abkommt, geht das… Aber wohl dem, der sich bei dieser Hitze in ein schattiges Eckchen verziehen kann…
    @Blinkfeuer: Damit habe ich zum Glück nichts zu tun; ich mache ja auch noch vielen anderen Mist… viele andere wichtige Sachen, nicht nur Diagramme. Aber apropos Spiele, Rüdiger sei gedankt für den Hinweis auf dieses extrem puschelige Spiel: http://www.woobiesgame.com/
    Und das hat mich auf eine Idee für meinen Puscheligkeitsbeitrag gebracht.

  6. weltdeswissens Sagt:

    Wenn wir die Weltherrschaft haben, wird es keine Fotos mehr wider den Willen der Fotografierten geben. Einfach verboten. Geahndet mit 10 Jahren schlechter Musik oder Fernsehshows.

  7. Blinkfeuer Sagt:

    Wird es denn keine Weltherrschaft Ausweise mit Bild- Content geben?
    Bekommen dann alle Nummern?

  8. Fellmonsterchen Sagt:

    Für das Volk können ja die Bildausweise bleiben (obwohl es auch Staaten gibt, die ohne funktionieren, darüber muss ich noch nachdenken), entscheidend ist hier aber, dass die Weltherrscherin so einen Ausweis nicht braucht. Und Mitglieder des Elite-Teams auch nicht.

  9. weltdeswissens Sagt:

    Für einen Ausweis würde ich gerade noch ein Bild machen lassen, denke ich. Aber diese Menschen, die einen unverhofft mit der Kamera anspringen.. die dürfen nicht weiter ihr Unwesen treiben!

  10. Fellmonsterchen Sagt:

    @WdW: Ganz genau, gaaaanz genau! Dafür wurden doch Fotomodels erfunden, damit Fotografen sich austoben können.

  11. weltdeswissens Sagt:

    Ich dachte, die Models wurden erfunden, um Roland das draußen rauchen zu versüßen. Kann ich bitte auch ein paar männliche Models zu diesem Zwecke bekommen?

  12. Blinkfeuer Sagt:

    Gerne, wenn die dann aber schön unter Verschluß gehalten werden:
    http://iobic.de/3672
    :shock:

  13. Fellmonsterchen Sagt:

    @WdW: Dafür vielleicht auch. Aha, Blinkfeuer hat sich schon bemüht, das ist schön. Okay, vielleicht nicht schön im eigentlichen Sinne, aber schön für mich, weil ich nun keine Modelagentur gründen muss. [Hier Smiley vorstellen.]


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