Krötenarmee in Indonesien aktiv?

Liebes Elite-Team, verehrte Sympathisanten,

dank Blinkfeuer bin ich darauf aufmerksam geworden, dass die Krötenarmee auf Bali Aktivitäten entfaltet hat. Hier ein Auszug aus seinem Buchtipp „Reisebuch für den Menschenfeind“ von Friedrich-Karl Praetorius:

Auch den Kulkul mochte Marion nicht; als präpotent und sexistisch beschimpfte sie den kleinen animistischen Kerl, eine holzgeschnitzte Figur mit auf- und absetzbarem Glied (in Übergröße), auf die bei Festlichkeiten getrommelt wird. In Tenganan, dem „Bali Aga Village“, das zusammen mit dem Batur-Dorf Trunyan zu den letzten Ortschaften Balis gehört, in denen prähinduistische Kultur lebendig geblieben ist, werden die kleinen Potenztrommler zunächst penislos offeriert. Gesondert sucht man sich dann den Passenden aus. Und wenn die Bali Aga-Frau ganz unschuldig verschmitzt „Passt er?“ fragt, breitet sich Heiterkeit aus, wie aus vorprüder Zeit.

Davon abgesehen, dass ich nun endlich weiß, wie ich den Berlusconi loswerde, denn da kann er sich ja endlich mal einen Größeren aussuchen: Ihr habt sicher bemerkt, dass der Krötengeneral wohl dieses Dorf erobert hat, warum sonst sollte es seinen Namen tragen?

Vorschläge für Gegenmaßnahmen? Oder sollen wir die Krötenarmee dort einfach herumtrommeln lassen, nach dem Motto, dann sind sie gut beschäftigt?

Der Buchtipp war übrigens sehr gut, kann ich ruhigen Gewissens weiterempfehlen. So, endlich mal wieder etwas Kultur im Blog, so ganz ohne Död… ähm… okay, aber Kultur!

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Urlaubslektüre

Diese Bücher kommen mit:

  1. „Der fünfte Elefant“ — Terry Pratchett
  2. „Die Nachtwächter“ — Terry Pratchett
  3. „Macht und Missbrauch“ — Wilhelm Schlötterer
  4. „Die Mittagsfrau“ — Julia Franck
  5. „Mara und der Feuerbringer“ — Tommy Krappweis (Tommy ist ja der Erfinder von Bernd dem Brot; Ehrensache, dass ich seinen ersten Roman lese)
  6. „Amerikanisches Idyll“ — Philip Roth
  7. „Reisebuch für den Menschenfeind“ — Friedrich-Karl Praetorius (Tipp von Blinki *dankestätschel*; habe ich fast durch, vielleicht schaffe ich es noch hier?)
  8. „Todesrosen“ — Arnaldur Indridason
  9. „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ — John Irving
  10. „The Thumpin’“ — Naftali Bendavid

Das sind ja viel zu viele! Da muss ich noch aussortieren, verdammt. Mein Leben ist die Hölle… Was mach ich bloß, was mach ich bloß… Erst mal weiter packen.

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Mal wieder eine Buchkurzvorstellung

Eine Buchvorstellung hatte ich ja schon lange nicht mehr. Heute habe ich einen Science-Fiction-Roman aus dem Regal gezogen:

Solaris

„Solaris“ von Stanislaw Lem.

Dieses ist kein normaler SF-Roman, in dem sich die Menschheit brutale Kämpfe mit bösen Aliens, die die Erde erobern wollen, liefert, sondern die Handlung ist wesentlich ungewöhnlicher:

Der Astronaut Kelvin, ein Psychologe, fliegt zur Raumstation, deren Besatzung damit beschäftigt ist, das Leben auf dem Planeten Solaris zu erforschen. Das gestaltet sich alles andere als einfach, denn die Lebensform ist eine Art riesiger, intelligenter Ozean, mit dem eine Kommunikation nicht möglich zu sein scheint. Es kommt zu seltsamen Erscheinungen, die für die Besatzung eine große Belastung sind und mit zurückliegenden, traumatischen Ereignissen zusammenhängen… Mehr sei hier nicht verraten.

Ein sehr interessanter Roman. Allein schon, dass der „Alien“ eine Art Ozean ist, ist sehr originell, aber nicht nur deswegen gilt das Buch als Klassiker der SF-Literatur. Für Actionliebhaber, die vor allem an möglichst vielen Schlachten, tapferen Kriegern und furchterregenden Außerirdischen interessiert sind, ist das Buch allerdings nicht empfehlenswert.

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Bücherneuordnungsaktion 2009

Vor einigen Tagen habe ich ja meine Bücher neu geordnet — war sehr anstrengend, welches Gehirnfressermonster ist bloß auf diese irrsinnige Idee gekommen?!

Egal. Jedenfalls ist keine Aktion so öde, dass ich nicht einen Blogartikel daraus fabrizieren kann, sage ich ja immer. Nachdem ich meine Bücher nun also halbwegs alphabetisch nach Autoren geordnet habe, schnappe ich mir nun pro Buchstabe ein Buch und zitiere daraus mehr oder weniger wahllos und vor allem kurz.

A

„Zweiundvierzig“, sagte Deep Thought mit unsagbarer Erhabenheit und Ruhe. Douglas Adams, Per Anhalter durch die Galaxis.

(Hier hätte ich Titel und Autor vermutlich gar nicht erwähnen müssen…)

B

Die Hunde, sagte die alte Frau. Früher hat es nie so viele Hunde gegeben in Hietzing, ich habe wieder welche bellen gehört, und nachts bellen sie auch. Ingeborg Bachmann, Sämtliche Erzählungen, „Das Gebell“.

(Ich war mal in Ungarn auf Dienstreise, und da hatte die ganze Nacht beinahe ununterbrochen ein Hund gebellt. Ich habe kein Auge zugetan. Das lag aber auch daran, dass das Hotelzimmer zu sehr geheizt war, man aber leider nicht selbst die Heizung runterdrehen konnte. Ätzendes Hotel.)

C

„Woran glaubst Du dann?“ — „An Geschichte.“ John le Carré, Der Spion, der aus der Kälte kam.

(Ich glaube an spannende Spionagethriller.)

D

Damals, zu jener Zeit in Cholen, zur Zeit des Bildes, des Liebhabers, hatte meine Mutter einen Anfall von Wahnsinn. Marguerite Duras, Der Liebhaber.

Haben wir doch alle mal. Einen Anfall von Wahnsinn, meine ich.

E

The trouble with politics today is that it is more consumed with solving politicial problems than with solving the country’s problems. Rahm Emanuel und Bruce Reed, The Plan.

(Yeah, Bücher schreiben kann er auch. ;-) )

F

„Oh Idgie, ich wünschte Du hättest mir heute abend einen Katzenfisch gebracht. Diesen Fisch liebe ich.“ Fannie Flagg, Grüne Tomaten.

(Dieses Zitat ist für Blinkfeuer.)

G

„Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht: Denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht…“ Mit untertänigstem Dank an den Herrn Geheimrat. Faust, erster Teil.

(„So lass das Heulen, so lass das Bellen!“ sage ich ja auch gern mal zu Molly, aber ich kann Euch beruhigen, des Pudels Kern ist hier ein anderer, vielleicht auch, weil Molly kein Pudel, sondern ein Cocker Spaniel ist?)

H

Es murmeln die Wogen ihr ewges Gemurmel, es weht der Wind, es fliehen die Wolken, es blinken die Sterne, gleichgültig und kalt, und ein Narr wartet auf Antwort. Heinrich Heine, Buch der Lieder: Die Nordsee, zweiter Zyklus.

(Murmelchens Lieblingsstelle. Er selbst murmelt leider zur Zeit meistens nur ‘Murmel’. Das ist mehr als nur ein flüchtiger Frühlingsflirt, das spüre ich!)

I

Mein Zuhause war also durchaus anfällig für die Invasion durch das Fernsehen. John Irving, Owen Meany.

(Besser als anfällig für eine Invasion durch Agakröten. Ich sag Ihnen das!)

J

Der eine hat sich in die Mystik gerettet, dann in die Religion, der andere nur in den Tod. Michael Jürgs, Der Fall Axel Springer.

(Ich sollte endlich mal „Ulysses“ von James Joyce lesen, das hätte bestimmt ein schöneres Zitat hergegeben.)

K

„Flieger waren über der Stadt, unheilkündende Vögel.“ Wolfgang Koeppen, Tauben im Gras.

(Ein Fall für den Taubenvergrämer?)

L

Jungmops, liegend. Die angehobene Haltung der Ohren lässt eine leichte Missstimmung vermuten. Es handelt sich um Wutz, einen Steinbock, geboren am 11.1.1981. Loriot, Möpse und Menschen.

(Süüüüß! Ist mit Foto!)

M

„Jetzt wissen Sie Bescheid. Gruselmusik.“ Walter Moers, Die Stadt der Träumenden Bücher.

(Was soll ich sagen? Von allen großartigen Zamonienbüchern mein absoluter Liebling.)

N

Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas Seltenes — aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel. Friedrich Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse.

(Gut, dass Herr Nietzsche die Irrenanstalt nicht kannte, denn dann hätte er niemals behauptet, dass „der Irrsinn bei Einzelnen etwas Seltenes“ sei…)

O

Ungefähr um diese Zeit geschah es, dass die Schweine plötzlich ins Farmhaus umzogen und dort ihre Residenz aufschlugen. George Orwell, Farm der Tiere.

(Das ist ja fast wie hier! Überall die Sauspieler. Gute Nachrichten: Die Dreharbeiten zur Schwoap haben begonnen. Demnächst erste Berichte! Viel Schweinkram inside!)

P

Langfinger-Mazda, erster Dieb der Scheibenwelt, stahl den Göttern das Feuer. Aber er fand keinen Hehler dafür, weil die Beute zu heiß war. Terry Pratchett, Helle Barden.

(Ein Scheibenweltroman mit der Stadtwache.)

Q

Kann ich leider nichts anbieten.

R

Mr Weasley blutete an der Lippe und Mr Malfoy hatte eine Enzyklopädie der Giftpilze ins Auge bekommen. Joanne K. Rowling, Harry Potter und die Kammer des Schreckens.

(Armer Lucius.)

S

MACDUFF: O Grausen! Grausen! Grausen! William Shakespeare, Macbeth.

(Bei ‘S’ fiel mir die Auswahl schwer, so viele schöne Bücher… Aber wenn man schon einen Shakespeare-Experten im Elite-Team hat, sollte die Entscheidung entsprechend getroffen werden.)

T

Aufgabe mit imaginären Größen: Eine sozialdemokratische Partei hat in acht Jahren 0 Erfolge. In wieviel Jahren merkt sie, dass ihre Taktik verfehlt ist? Kurt Tucholsky, Deutschland, Deutschland über alles.

(Bei Münte dauern Feststellungen meistens so ca. 20 Jahre — s. Thema „neue Verfassung“.)

U

„Eine Angewohnheit, die Sie von Ihrem Vater übernommen haben?“ — „Bier und Whisky mischen. Ganz recht: in einem Glas.“ Moritz von Uslar, 100 Fragen (hier an George Clooney, extra für WeltdesWissens gewählt. ;-) )

V

Doch eine Salbe aus den Blättern des Windmühlenjasmin, Kostwurz und der indischen Pflaume kann ebenfalls Glück in der Liebe bringen. Vātsyāyana, Kāmasūtra.

(V ist ein total ungünstiger Buchstabe, seeeehr wenig Auswahl. Sozusagen Q+1. — Weiß jemand, ob die genannten Pflanzen auch in Deutschland gedeihen würden? — Natüüüüürlich nur harmloses Interesse einer Hobbygärtnerin.)

W

Das Wasser muss sich durch Kanäle und Höhlen hindurcharbeiten. Das Strömen und Wühlen ist sein uraltes Gesetz. Robert Walser, Der Gehülfe.

(Mit vielen Danktätschels an Blinkfeuer, der mir diesen Buchtipp gab. Habe das Buch durch, weitere Empfehlungen, Blinki?)

X

Ich passe.

Y

Genauso düster.

Z

Auf dem großen Passagierdampfer, der um Mitternacht von New York nach Buenos Aires abgehen sollte, herrschte die übliche Geschäftigkeit und Bewegung der letzten Stunde. Stefan Zweig, Schachnovelle.

Geschafft! Könnte man auch ein prima Stöckchen draus basteln, allerdings ziemlich aufwendig für die armen Stöckchenfänger. Vielleicht, wenn man einfach immer den ersten Satz des Buches zitiert…? Wer mag, möge loslegen. :-)

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Qualitätsoffensive, Teil 3 oder so

Habe ehrlich gesagt nicht mitgezählt, aber es ist mal wieder so weit! Trudi, komm her und guck zu! Extra für Dich!

Neulich in meinen Suchbegriffen:

kurzkritik der fänger im roggen

Na? Begeistert?

Trudi: „Der Fänger im Roggen“? Was ist das? Hört sich sympathisch an. Roggen ist ja Getreide, und als Huhn kann ich dazu nicht nein sagen.

Ich: Was das ist? Mensch, Trudi, ich dachte, das kennst Du, so als belesenes Hühnchen! Das ist ein Buch, und zwar ein gutes! Apropos Getreide, dann ist das hier wohl Dein Lieblingssong? (An alle anderen: Nicht klicken! Hört auf meine Warnung! Das Klicken dieses Links gefährdet Ihre Gesundheit mehr als das Quarzen von tausend Zigaretten und das Lesen dieses Blogs!!! Wirklich! Und falls Sie doch klicken, halten Sie sich wenigstens die Ohren und Augen gut zu!)

Trudi (nachdem sie geklickt hat): Ihgitt! Ich will das Korn noch essen, der Gedanke, dass dieser Typ darin rumgelegen hat, vermiest mir den Appetit total!

Ich (vor mich hinsinnierend): In Washington gibt es glaube ich keine Kornfelder. Memo an mich: Rahm im Sommer hierher einladen, hier gibt es ja genug Felder…

Trudi: HALLO? Hören Sie mir noch zu????

Ich (aufgeschreckt): Hm, was? Ja, ich bin voll bei der Sache. Wo war ich? Ach ja, bei der Kurzkritik. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, kann ich jetzt gehen?

Trudi: Ich glaube nicht, dass Kurzkritiken sooo kurz sein dürfen!

Ich: Na gut. Der 16-jährige Holden Caulfield ist kurz davor, mal wieder von einer Schule zu fliegen, weil er die Ausrüstung des Fechtteams in der Bahn liegen gelassen hat und auch seine Noten nicht entsprechend sind. Kleines Schusselchen. Anstatt den Rauswurf abzuwarten, entschließt er sich, von selbst zu gehen, nachdem er vorher noch ein bisschen Zoff mit Mitschülern hatte. Danach streift er drei Tage lang durch New York. (Gibt es in NY Kornfelder? Wäre nicht so eine weite Reise für Rahm. Ich gehe mal eben recherchieren…)

Trudi: HALLO!!!! Es gibt keine Kornfelder in New York. Geht’s nun bitte mit der Kurzkritik weiter? Ich fasse es nicht!

Ich: Ja. Wo war ich? Ach so… Holden ist ein Mensch, den viele als „Verlierertypen“ bezeichnen würden, aber er ist ein sympathischer Charakter, weil er Mitgefühl zeigen kann und häufig ziemlich eigensinnig handelt. Ich mag das. Er kommentiert viele Handlungsweisen seiner Mitmenschen kritisch, das Buch ist in einem teilweise recht flapsigen Stil geschrieben, was die Schilderungen aus jugendlicher Perspektive echt wirken lässt. Ist schon recht ein paar Jährchen her, dass ich es gelesen habe, hat mir wie gesagt sehr gut gefallen. Der Vollständigkeit halber hier noch der Autor: J. D. Salinger.

Trudi: Und was hat es nun mit der Erwähnung des leckeren Getreides auf sich? Behalten Sie die wichtigsten Informationen doch nicht immer für sich!

Ich: Das ist in der Tat eine wichtige Stelle im Buch. Und nun hilft Dir wohl nur, zum Regal zu gehen, schön zu suchen, weil meine Bücher leider nicht sehr gut sortiert sind, und dann selber zu lesen. Apropos Korn, was hältst Du eigentlich von den Mustern, die ich damals mit Hilfe meines Raumschiffes auf der Suche nach einer schönen Heimat in den Kornfeldern hinterlassen habe? Die waren doch hübsch, oder? So, nun habe ich en passant ein weiteres Rätsel der Menschheit erklärt. Ich bin sooo gut.

Trudi: SIE waren das? Die Menschheit rätselt seit langem, woher die Kornkreise stammen, und dann DAS? Eine durchgeknallte Außerirdische von Knäcke IV?

Ich: Ist Dir die Ursache zu langweilig? Das tut mir leid… Ich gebe zu, dass ich die Erklärung, dass es sich um Scherzbolde handelt, auch viel spektakulärer finde. Und nun geh lesen. Mir ist eben die Knalleridee überhaupt gekommen: Ich pflanze ein Kornfeld im Garten des Weißen Hauses an, da ist mehr als genug Platz. *singt* Ein Bett im Kornfeld, denn es ist Sommer… schalalala… kenn den Text nicht… mit Rahm, lalalala…

Trudi: Ich fass es nicht! Gnädiger Gott aller Hühner, Großer Gagack, sei mir gnädig! Wo bin ich hier bloß gelandet?!

Qualitätsoffensive trägt erste Früchte

Liebe Leser,

aus meinen Suchbegriffen:

die blechtrommel kurzkritik

Das haben wir nur Trudis Bemühen um Kultur in diesem Blog zu verdanken.

Kurzkritik: Meiner Ansicht nach ein äußerst lesenswerter Roman. Oskar Matzerath ist bereits kurz nach seiner Geburt ein geistig voll entwickeltes Kerlchen und beschließt mit drei Jahren, das Wachstum einzustellen. Von seiner Mutter bekommt er an seinem dritten Geburtstag eine Blechtrommel geschenkt (daher der Buchtitel! — Hätten Sie’s gemerkt?). Aus der Perspektive dieser interessanten Gestalt schildert Grass das Leben Oskars und seiner Familie in Danzig. Zeitrahmen sind die 1920er bis 50er Jahre, mit Schwerpunkt 30er und 40er Jahre.

Moment mal eben, ich muss Trudi kurz die Augen zuhalten.

Es kommt auch Sex in dem Buch vor. Verraten Sie es Trudi nicht. Und eine ziemlich eklige Szene mit einem Pferdekopf und Aalen, aber das schockt Trudi vermutlich weniger als die Erotik.

Der arme Oskar landet übrigens in einer Irrenanstalt.

Murmelchen meint: Wir sind Irrsinn ist besser als wir sind Papst.

Der Vollständigkeit halber: Das Buch ist von Günter Grass. Kann man nicht rauchen, hat aber mal den Literaturnobelpreis bekommen. Hat an einem anderen Tag Geburtstag als Rahm Emanuel.

Ansonsten das Übliche in den Begriffen:

weiber anquatschen ausziehen

Herr Berlusconi, die Weiber werden weder das eine noch das andere gutheißen, wenn es von Ihnen kommt.

wie lang kann man schwangerschaft werden

Nehmen wir mal an, Angela Merkel würde schwanger werden, hieße dann die Schlagzeile im Blut- und Busenblatt: „Wir sind Schwangerschaft“?

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Gellen? Meinen Sie die Ehefrau von Uri Geller? Oder Frauen, die bei Ihrem Anblick gellend schreien?

witze border collie

Oh jaaa, wieder einer der berühmt-schlechten Border-Collie-Witze. Da kann selbst Oliver P. noch was lernen:

Fragt ein Border Collie einen vermeintlichen Nacktmull: „Was bist Du denn? Ein Nacktmull?“ — Antwortet der vermeintliche Nacktmull: „Frechheit, so was! Ich bin Berlusconi. Wo sind denn die ganzen Frauen hin, die eben noch hier waren?“

Und mehrere (!!!) sind hier auf der Suche nach

rahm emanuel

gelandet. Ihr Lieben, Ihr habt guten Geschmack. ;-)

Richtige Ratgeberrunde folgt dann irgendwann mal wieder mit der lieben Trudi.

Qualitätsoffensive

Trudi: Frau Fellmonster, wann gedenken Sie eigentlich, meine Punkte umzusetzen, damit Kultur in diesem Blog Einzug hält? Neulich der Beitrag mit den Franz-Marc-Bildern war ein Hoffnungsschimmer, und danach? Geistig-kulturelle Ödnis, Dürre, Trockengebiete allüberall.

Ich: Schon gut, mal sehen, was steht denn so auf Deiner Liste? Aha, ich soll mal wieder ein Buch vorstellen. Okay, ich habe hier das Kamasutra liegen… aua! Trudi! Das war nur ein Scherz! Nur ein Scherz!

Trudi: Glück gehabt. Bitte behandeln Sie die Angelegenheit mit dem nötigen Ernst!

Ich: Dann kann ich mit dem Dekameron wohl keine Punkte sammeln? Und für mein epochales Meisterwerk der Intimsekret-Trittbrettfahrerliteratur Schlammgebiete darf ich auch nicht werben? Mist, ungnampfiger.

Trudi: *seufz* Wenn wir denn langsam mal zur Sache kommen könnten…

Ich: Natürlich. Ich möchte das Buch Fahrenheit 451 von Ray Bradbury vorstellen. Bitte sehr, das ist es:

fahrenheit_451

Trudi: Und? War das alles?

Ich: Ich hab’s vorgestellt, was denn noch?

Trudi: Wie wäre es mit einer kleinen Inhaltsangabe und so weiter? Eine Rezension, eine Besprechung, haben Sie denn nie das Literarische Quartett geguckt?

Ich: Ach so. Ja, sag das doch gleich.

Fahrenheit 451 beschreibt einen Staat, in dem es verboten ist, Bücher zu besitzen. Die Machthaber halten die Bevölkerung mittels Medienbeschallung ruhig, seichtes TV-Programm und Beruhigungsmittel sollen kritisches Denken verhindern. Die Feuerwehr löscht in diesem Land keine Feuer, sondern ist für das Verbrennen von Büchern zuständig. (Daher der Titel: Bei Fahrenheit 451 fängt Papier an zu brennen.) Guy Montag, ein Feuerwehrmann, stellt diese Prinzipien zunächst nicht in Frage. Als er eine junge Frau kennenlernt, die dem System ablehnend gegenübersteht, wird auch Guy immer skeptischer.

Das Buch enthält düstere Schilderungen von Mord und Verrat, ist aber auch eine Liebeserklärung an die Literatur, denn die Widerstandskämpfer bewahren die Erinnerung an wichtige Werke, indem sie sie auswendig lernen. Mein Fazit: Absolut lesenswert.

Ich möchte an dieser Stelle noch schnell erwähnen, dass unter meiner Herrschaft Bücher selbstverständlich geehrt werden, ich denke zum Beispiel an Rolands Idee, Kirchen in Bibliotheken umzuwandeln.

Trudi: Sehr schön. Kochbücher mit Hühnerrezepten sollten allerdings verboten werden. Auf jeden Fall haben Sie heute einen kleinen Schritt in Richtung Qualität getan. Gehe ich recht in der Annahme, dass gleich noch ein furchtbarer Fußballkommentar folgen wird?

Ich: Natürlich! Galatasaray – HSV 2:3. YEAH, VIERTELFINALE, BABY!

Trudi: Na ja… Aber immerhin kein Wort über diesen Typen im Weißen…“

Ich: Ich muss jetzt los zu meinem Praktikum im Weißen Haus, ich habe heute einen langen Termin mit Rahm Emanuel. Ach, ich freue mich.

Trudi: *seufz*

Murmelchen: Lieber einen Termin mit Rahm Emanuel im Weißen Haus als ein Rahmschnitzel mit Pommes im Gesicht.

Ich: Danke, Murmelchen. Du verstehst mich!

Trudi: Lauter Irre und Bekloppte hier... Gute Nacht!

Büchergedicht-Stöckchen

Aus der Hirnschmiede erreichte mich ein sehr interessantes Stöckchen:

Plündern Sie Ihr Bücherregal, dröseln Sie aus den Buchtiteln ein Gedicht , fotografieren Sie das Ganze und animieren Sie zwei weitere Personen zum Mitmachen.

Meins ist leider nicht sehr poetisch, aber das liegt am Thema; als künftige Weltherrscherin habe ich natürlich was Politisches gewählt:

Das Spiel der Macht

Verblendung! Es kann einem bange werden.
Aus dem Leben eines Taugenichts,
Bush at War, Amerika im Krieg.
Früchte des Zorns!
Jenseits von Gut und Böse, jenseits von Eden.
Die Wunder im Dunkeln.

Unschwer zu erkennen, dass es sich hierbei um den Abgesang auf einen Idioten handelt. Zwischen „Jenseits von Eden“ und „Die Wunder im Dunkeln“ hätte noch etwas in der Art wie „Die Wahl des Obama“ gehört, aber so ein Buch besitze ich nicht. :-)

Foto dazu:

buchergedicht

Ich gebe das schöne Stöckchen an WeltdesWissens und Stadtelch weiter.

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Ein Bücherstöckchen

Vom Stadtelch habe ich ein Bücherstöckchen zugeworfen bekommen:

1. Nimm ein Buch in Deiner Nähe das mindestens 123 Seiten hat…
2. Schlage das Buch auf Seite 123 auf…
3. Suche den 5 Satz…
4. Lese und poste die nächsten drei Sätze…
5. Wirf das Stöckchen an fünf Blogger weiter.

Hier liegt auf meinem Haufen der demnächst zu lesenden Bücher dank Blinkfeuer „Sämtliche Erzählungen“ von Gogol ganz oben.

„Wir  brauchen solche Gäste nicht! Ich sage euch, meine freundlichen Leser, dass es auf der Welt nichts Ärgeres gibt als diese vornehmen Leute. Weil sein Onkel einmal Kommissar war, trägt er die Nase hoch.“ (Das ist das Vorwort zu „Die Weihnacht“.)

Nichts Ärgeres als vornehme Leute? Na ja, Gogol konnte ja die Irrenanstalt, in der ich arbeite, noch gar nicht kennen, ansonsten hätte er das nicht so formuliert…

Ich werfe das Stöckchen einfach mal an die letzten hier Kommentierenden weiter, das erspart mir das Nachdenken. :-) Das sind:

Gebt alles! ;-)

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Juchuuh!

Es ist vollbracht. Nein, noch nicht die Welteroberung, aber das wird auch noch. Heute wurde folgendes geliefert:

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„6 Herrengedecke und ein Sessel aus Plüsch“. Ich freue mich schon auf die vergnüglichen Lesestunden. Und was ist das Ganze überhaupt? Ein Buch, okay, das habt Ihr sicher schon selbst erkannt, aber nur, weil ich Euch den Hinweis mit den „Lesestunden“ gegeben habe, gebt es zu (ich bin stolz auf Euch). Das Besondere daran: Es enthält Texte von Bloggern. Keine Angst, nichts von mir (kollektives Aufatmen allüberall). Skurrile Geschichten, voll mit hintergründigem Humor. Ein paar Beispiele gefällig?

Tod eines zu Mittag speisenden

Taubenvergrämer aus Leidenschaft

Erdgeschoss rechts

FrauvonWelt

Herr Schoss ist übrigens sogar Mitglied meines Elite-Teams (Weinkenner), und der weltbeste* Taubenvergrämer hat hier auch schon zwei- oder dreimal kommentiert, ich bin also quasi so ein bisschen prominent, etwas Glanz färbt bei solchen Besuchen wohl hoffentlich auch auf mich ab? ;-) Falls nicht, macht nichts, da ich ja als künftige Herrscherin der Welt noch für genug Aufsehen sorgen werde, aber das ist ein anderes Thema.

Mehr Info und Leserstimmen gibt es hier.

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*Er selbst hält sich für den unfähigsten Taubenvergrämer der Welt, aber das ist nur seine bescheidene Art!