Ihr glaubt es nicht! Und doch ist es wahr! Gestern kam ich vom Caipiabend gut gelaunt nach Hause, und dort wartete großer, großartiger, phänomenaler, epochaler Besuch auf mich!
Es ist Daggi! Daggi, DIE Schauspielerin des 21. Jahrhunderts! Ihr kennt sie alle aus BigPIs Werken.
Welch Glanz in der Welteroberungszentrale! Welch Ehre für mein bescheidenes Domizil! Hier seht Ihr Daggi, wie sie meinen kleinen Daggis aus der großen, bunten Welt des Filmbiz’ erzählt. Gebannt lauschen meine kleinen Salzteiglinge. Später fingen sie an, Szenen aus Daggifilmen nachzuspielen. Daggi gab wertvolle Hinweise. Gruselköppchen sah sich das Ganze aus sicherer Entfernung an. Eine der kleinen Daggis fragte zwischendurch, ob er nicht Lust hätte, die Rolle des fiesen Grünlings zu übernehmen, aber Gruselköppchen antwortete das, was er meistens antwortet: „Nö, keine Lust.“ Ist es ein Wunder, dass sich diese Kugel mit Bernd gut versteht? Unglaublich. Wie kann man so etwas sagen, wenn die unvergleichliche Daggi anwesend ist? Da habe ich mir was zurechtgebacken!
Ich setzte währenddessen Himmel, Hölle und alle Hebel in Bewegung, um Fisch oder sonstiges Meeresgetier heranzuschaffen. Daggi braucht das nämlich. Als Wegzehrung hatte sie von BigPI folgendes mitbekommen:
Muscheln! Berlusconi, der hier mal wieder herumlungerte, sah das und meinte: „Oh toll, Muscheln! Oh, Mist, der Karton ist ja leer. Dabei sollen Muscheln doch so gut für die Potenz sein, sagt man immer.“
An dieser Stelle schaute ich Berlusconi bedeutungsschwer an. Er blickte hoffnungsfroh zurück. Glaubte er womöglich, dass ich noch irgendwo eine Packung Muscheln gebunkert hätte? Irgendwann sagte ich: „Potenzsteigerung? Das ist bei Ihnen doch gar nicht nötig!“ (Kunstpause.) Berlusconi lächelte erfreut. Nach einigen Sekunden begründete ich meine Erkenntnisse: „Weil doch sowieso keine Frau mit Ihnen schlafen will!“ An dieser Stelle verging Berlusconi das Lächeln. Wieso bloß?!
Ich habe jedenfalls, nachdem ich den Italiener herausgeworfen hatte, erst mal die Helgoland-Connection aktiviert, und prompt wurde ein nahrhaftes Meerestier geliefert:
Daggi soll es hier an nichts fehlen während ihres Aufenthaltes!
Auch Berndi war hin und weg. Leider gibt es davon noch keine Fotos, denn außer einem Stammeln, das sich in etwa wie „Daggi ist ja in Wirklichkeit noch viel… noch viel…“ anhörte und einer darauffolgenden Ohnmacht (mehrmals) war noch nichts aus ihm herauszubekommen. Ich glaube, ich lasse die beiden morgen mal einen kleinen Ausflug unternehmen. So ein Ausflug bei windig-regnerischem Herbstwetter ist ja so richtig romantisch, oder? (Korrigiert mich, wenn ich mich irre, ich bin ja in Sachen Romantik nicht vom Fach.)
Ich hatte Daggi dann gefragt, ob sie nicht an meinem Projekt „Ganz ohne was an fotografiert“ teilnehmen wolle. Als Künstlerseele war sie Feuer und Flamme. Bisher hatte ich ja nur die Salzdaggis ganz ohne was an fotografiert, aber Daggi erklärte sich sofort bereit, Modell zu stehen, und mein Kunstprojekt gewinnt unheimlich dadurch, dass ich die Original-Daggi ablichten darf.
Diese Ausstrahlung! Diese Aura!
Und wo ich schon mal dabei war, nahm ich meine zweite noch offene Aufgabe aus dem Projekt in Angriff. Das Motto hieß „Blinkfeuer“. Da kam es mir recht, dass der Pflanzenversender meines Vertrauens, bei dem ich einige Blumenzwiebeln bestellt hatte, einen Leuchtturm gratis dazugelegt hatte. (Die wussten vermutlich von dem Projekt und wollten indirekt auch mal im Blog genannt werden. Kann man ja verstehen.)
Hier also ein Miniaturblinkfeuer. Das Blinken kann man auf dem Foto natürlich nicht sehen, aber wichtig ist doch nur, dass ich — den harten Regeln des Kunstprojektes entsprechend — beim Fotografieren nix anhatte. Nicht mal Socken.
(Fragt sich bloß, ob der geheimnisvolle Kunstfreund, oder war es sogar die anonyme Kunstfreundin, wirklich so etwas im Sinn hatte oder doch Blinkfeuer, den wichtigsten Mitarbeiter von BigPI, meinte. Da sich der/die Suchende darüber ausgeschwiegen hat, bin ich der Meinung, dass ich den Auftrag zu 100 % erfüllt habe. Ha!)
Das war mein erster Bericht von Daggis Urlaub in der Weltstadt Bergedorf. (Spätestens jetzt dürfen wir uns so nennen! Wer, wie wir, von solch einem Weltstar besucht wird, kann ja nur glanzvolle Metropole sein.)
Mal sehen, ob Daggi an unserer größten Sehenswürdigkeit — einer Baustelle — Interesse hat. Dann gibt es demnächst „Sightseeing“. Oh, pardon, ist ja Deutschland hier. Ich meine also eine Besichtigungstour. Huiiih, ich bin ja so aufgeregt.




























