Erst mal Glückwunsch nach Bremen. Wir HSV-Fans wissen ja, was sich gehört, fairer Sportsgeist und so.
Das hier waren gestern meine ersten beiden Suchbegriffe:
Ich habe die klügsten Suchenden der Welt. Stellen korrekte Zusammenhänge her.
Nein, Rahm hat keine Zeit, nackt für Euch Ballett zu tanzen. Es dauert recht lange, 1 Million fauler Fische einzupacken und zu versenden.
(„Nee, Rahmi, ich habe die genaue Anschrift auch nicht; schreib einfach ‘Tim Wiese in Bremen’ auf die Pakete, das kommt an!“)
UEFA-Cup ist viel schöner und besser als der DFB-Pokal.
Guckt mal, was ich Tolles bekommen habe:
Und zwar von Mirjam aka dieTauschlade: Ein Trost-Mosaikchen. Klasse, nicht wahr? Berndi hat sich schon davor gesetzt, er findet die Seiten unbeschrieben am schönsten, aber die werden nicht ewig so leer bleiben. Man beachte auch das kleine Fußballfeld.
Trudi ist wieder da! Und wisst Ihr, wo sie war? Haltet Euch fest: Frau Moralhuhn hat — gebrütet! Sie erzählte es mir mit folgenden Worten:
„Ich hatte auf einmal das starke Bedürfnis, mich auf mein täglich gelegtes Ei zu setzen und ganz lange sitzen zu bleiben. Und so saß ich und saß und saß. Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit und noch viel länger, hörte ich ein Knacken. Und heraus kam — das hier! Wie konnte das passieren????“
Ist das nicht süüüß? Kassandra hat einen kleinen Bruder gekommen, der vom Wuchs her schon größer als sie selbst ist, aber egal. Man sieht auf jeden Fall ganz stark, dass Trudi die Mutter ist, nicht wahr? Trudi und ich streiten uns noch über den Namen. Irgendwelche Ideen? Mein Vorschlag ‘Rahmi’ wurde sowohl von Trudi als auch von Rahm höchstselbst abgelehnt („Du nennst kein f*** Huhn nach mir!“ war eine recht deutliche Ansage.) Trudi hat jedenfalls in der Schule öfter im Bio-Unterricht gefehlt, ich habe sie nun zur Dicken Bertha zwecks Nachschulung geschickt. Küken sind süß, aber irgendwann isses auch mal genug. Habe den Verdacht, dass „es“ auf ihrem Trip nach Essen passiert sein muss. Trudi erzählte etwas von einem Hahn, der ihr eine Massage angeboten hätte. Ja, genau. Und nach der Massage wäre sie total entspannt gewesen. Ja, natürlich.
Trudi wurde sofort zwangsverpflichtet, ich brauchte noch einen Regisseur für meine Schwoap. Erste Fotos vermutlich morgen oder übermorgen. Im Kasten sind sie schon. Auf der Festplatte auch.
Als ob hier nicht schon genug los wäre, klingelte es heute an der Tür der Welteroberungszentrale. Dafür, dass die Adresse streng geheim ist, kommt ziemlich viel Besuch. Egal. Es war dieses Mal kein kleiner Italiener. Erinnert Ihr Euch noch an diesen Skandal? Und wer stand heute vor der Tür? Die gute Scarlett! Anlass zur Freude. Bis zu einem gewissen Grad…
Zunächst nahm ich sie begeistert in den Arm. Sie hat überlebt! Stark geschwächt klagte sie mir ihr Leid:
„Es war die reinste Odyssee! Ich bin richtig vom Fleisch gefallen! Von 200 kg auf 198,5 kg! Bevor ich in die Schwoap einsteige, muss ich erst mal wieder aufgepäppelt werden! Ansonsten gelten meine Vertragsbedingungen ja wohl noch? Ich habe die meiste Screentime und darf mit allen Ebern schlafen und bin die attraktivste, schönste, erotischste Sau in der Schwoap! Mit Abstand!“
Bevor ich das bestätigen konnte, fiel mir etwas kleineres Rundes auf. Ich fragte sie, was das sei.
„Das ist meine Tochter“, antwortete sie stolz. Freie Kost und Logis gelten natürlich auch für Sarah, darauf muss ich bestehen! Und Sarah bekommt ebenfalls eine Hauptrolle in der Schwoap. Sie ist sehr talentiert. Das hat sie von ihrer Mutter!“
Ich stimmte dem zu. Eine Sau mehr oder weniger macht so eine Schwoap auch nicht fett. Oder doch. Aber damit war es noch lange nicht genug! Noch lange nicht, Kinners! Ein gefährlich aussehendes Wildschwein schob sich nun zur Tür herein. Scarlett war so nett, den Keiler vorzustellen.
„Das ist James! James ist ein Rebell, der James Dean unter den Sauspielern! Deswegen heißt er ja James! Er ist außerdem der Vater von Sarah. Er bekommt die männliche Hauptrolle und Kost und Logis!“
Ich bestätigte das. Noch ging es mir, von langsam aufziehenden Kopfschmerzen abgesehen, recht gut. Ich atmete einige Male tief durch und dachte an mein Praktikum bei Rahm, was bedeutete, dass ich mit der Schweinebande eh nicht viel zu tun haben würde…
„Da ist noch was“, unterbrach Scarlett meine Gedanken an Rahm. „Ich habe noch jemanden mitgebracht. Sie war auf der Flucht, genau wie ich, und wir haben uns angefreundet!“
Ich wunderte mich über gar nichts mehr und überlegte ernsthaft, die Welteroberungszentrale in Arche Noah umzutaufen. Ein Schaf. Na gut, was soll’s, ein Schaf im Garten erspart den Rasenmäher. Praktisch. Scarlett plapperte unermüdlich weiter.
„Das ist Chantal! Chantal musste fliehen, da sie eine Schermaschinenphobie und eine Grasallergie hat!“
„Eine Grasallergie? Und wovon ist sie so gut genährt? Ich meine, was frisst die so? Und vor allem: Wie viel?“
„Ach, das ist kein Problem“, erwiderte Scarlett leichthin. „Sie ernährt sich von Nougat. 1 kg pro Tag reicht! Oder war’s pro Stunde? Wichtig: Sie mag keinen Fisch! Bevorzugtes Getränk ist Caipirinha. Das sollte alles lösbar sein, oder? Könnte sie eine Rolle in der Schwoap bekommen?“
An dieser Stelle fiel ich erst mal in Ohnmacht. Nach erfolgreicher Wiederbelebung (Trudi! Über den Eimer mit Eiswasser reden wir noch!!!!) stellte ich mich der Herausforderung in gewohnt kühler Weise.
„Es ist eine Schwoap, verdammt noch mal! Eine f*** Schwoap!!! Würde sich die Serie um Schafe drehen, hieße sie Schoap. Verstehst Du? Aber meinetwegen. Es spielen ja auch eine Kröte und schon zwei andere Schafe mit. Sollen doch die Schafe die Überhand gewinnen! Reden wir über das Nougat…“
„Ja, genau, gutes Stichwort. Es muss Qualitätsnougat sein! Nicht so’n Billigfraß. Davon wird ihr Fell unflauschig. Und sie legt Wert auf Flauschigkeit. Unterwegs haben wir übrigens auch Wiesel getroffen, die viel über Puscheligkeit geredet haben, ich hätte die gern mit hierher gebracht, aber die wollten leider nicht.“
Das bedauerte ich. So ein Wiesel ist schon eine Auszeichnung und ziert jedes Haus, aber ich habe ja das Wunderbare Wiesel im Elite-Team, worauf ich sehr stolz bin. Im Übrigen werde ich halt hier mit dem Hühnerhaufen, der Saubande und der Schafherde ganz unwieselig zurechtkommen müssen. Gewusel statt Gewiesel gewissermaßen.
So sieht übrigens ein Stabschef aus, der bis jetzt 5674 Pakete mit verrottetem Fisch eingepackt hat: Total erschöpft! Das weckt die fürsorgliche Praktikantin in mir. Ich bring ihn jetzt einfach mal zu Bett… Damit er sich richtig ausschläft, natürlich!



















