Heute also die letzte Zusammenfassung des Romans „Kondom der Oper“ im Rahmen des Projektes
„Im August täglich über geriffelte Kondome bloggen!“
Im letzten Teil lasen wir, dass Richard auf Moby Dicks Angebot, den Transport über den Teich zu übernehmen, skeptisch reagierte. Letztendlich nahm er es natürlich doch an, wie sich alle denken konnten. Auch wegen der Spannung und so, der Autor wird sich etwas dabei gedacht haben.
„Den nehmen wir mit“, sagte Richard und wies auf den von seiner Frau ins Reich der Bewusstlosigkeit geprügelten Berlusconi. „Das optimale Walgrundnahrungsmittel!“
Christina, Ulla (die Dienstwagensuchende) und Richard sprangen beherzt auf Moby Dicks Rücken. Moby war ein guter Schwimmer, und schon bald kamen sie dem Motorboot, in dem das Kondom des Grauens zu fliehen versuchte, immer näher. Unterwegs erlebten sie viele Abenteuer, sie trafen auf Kannibalen, ein sehr flauschiges Seeungeheuer im Exil (dem es im Loch Ness zu unpuschelig wurde) und viele seltsame Gestalten mehr, doch das alles zu schildern, führt hier zu weit. Jedenfalls ist der unterirdische See verdammt groß. Oder der Autor hat zu viel Caipi getrunken, und das alles ergibt keinen Sinn. Man weiß so wenig…
Christina gelang es während der Verfolgungsfahrt, Moby Dick zum Vegetarier umzuerziehen, so dass alle vier Personen — der kleine Italiener mittlerweile wieder hellwach — heil am anderen Ufer ankamen. Dort trafen sie auf eine suchend umherblickende Frau. Christina beschloss, sie nach dem grauenvollen Geschöpf zu fragen.
„Entschuldigen Sie“, fragte sie höflich, „haben Sie hier eventuell ein Kondom gesehen?“
„Nein! Viel wichtiger: Haben Sie meine Stoppschilder gesehen? Die werden mir permanent von pampigen Piraten geklaut! Die GPS-Spur führt eindeutig hierher! Aber nun ist das Gerät ausgefallen! Verdammte Technik!“
Keiner hatte auch nur ein einziges Stoppschild gesehen, und so schloss sich Urselchen, wie sie bald von Berlusconi genannt wurde, dem Suchtrupp an. Praktischerweise fanden sich auf dem Weg ab und zu leuchtende Tropfen, da die Farbe, mit der das Kondom besprüht wurde, noch immer nicht getrocknet war, denn Richard, der Schlaufuchs, hatte extra langsam trocknende Farbe verwendet. Auch bei der Verfolgung an Land mussten die Gefährten wieder halsbrecherische Abenteuer überstehen, wie sonst hätte der Autor die 8000 Seiten füllen sollen?
Irgendwann aber war es endlich so weit und sie standen vor einem seltsamen, schlauchbootartigen Gebäude vor der Tür. Zögernd betraten sie das Monstrum, das sich „Allianz Arena“ nannte, nachdem sie zunächst heldenhaft einige Wachleute („Security Manager“) niederringen mussten, und trafen auf viele schluchzende Menschen auf den Zuschauerrängen. Berlusconi bot weinenden Frauen „ganz viel Trost“ an, Urselchen überlegte, ob man aus den rot-weiß-blauen Fanschals und Flaggen eventuell neue „Stopp“-Schilder basteln könnte, und Christine fragte sich, wie man soooo abgrundtief schlechten Fußball wie dieser FC Bayern spielen konnte. Nur Richard war nach wie vor auf das ursprüngliche Ziel fokussiert. „In diesem Gewimmel könnte sich das geriffelte Kondom ja überall versteckt haben!“, murmelte er.
Lange Rede, kurzer Sinn, irgendwann standen sie tief unten im Keller der Allianz Arena vor einer massiven Eisentür. „Und nun?“, fragte Berlusconi, der links und rechts FCB-Anhängerinnen im Arm hatte (schlechter Fußballgeschmack, schlechter Männergeschmack), aber Christine wusste Rat. „Ich habe Euch was mitgebracht.“ Sie schubste eine Kreatur mit hochrotem Kopf nach vorne.
„Was ist das?“ erkundigten sich die anderen und wichen vorsichtig mehrere Meter zurück.
„Nicht was, sondern wer. Der sogenannte Manager dieser Gurkentruppe. Und nun passt mal auf.“ Sie wandte sich an den „Manager“ und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Laut aufbrüllend stürzte sich der „Manager“ auf die Tür und schlug sie in mehrere Stücke.
„Was hast Du ihm ins Ohr geflüstert?“, fragte Richard.
„Dass Klinsi in dem Keller sitzt und den FCB mittels Buddha-Voodoo schwächt, das ist übrigens eine Erfindung des SAP-Zen-Puscheligkeits-Buddhismus.“
[Ich gebe zu, dass dieser Plot sehr unglaubwürdig daherkommt, denn woher sollte Christine Klinsi und den SAP-Zen-Puscheligkeits-Buddhismus kennen? Ich weise auf folgendes hin: Den Klinsi hat der Trupp irgendwo unterwegs aufgegabelt und sich seine Geschichte erzählen lassen; und den SAP-Zen-Puscheligkeits-Buddhismus kennt ja wohl JEDER. -Anm. des Verfassers.]
Weiter im Text. Ulichen glaubte also Christine und spielte menschlichen Rammbock. Was sich allerdings hinter der Kellertür befand, ließ allen Anwesenden das Blut in den Adern gefrieren. Sie sahen nicht nur das Kondom der Oper.
Nein. Nicht nur das. Es war viel furchtbarer. So grässlich, dass es menschliche Vorstellungskraft sprengt. So grauenvoll, dass eine Rede von Stoiber dagegen reinster Balsam für die Seele wäre. So brutal, dass im Vergleich dazu Sex mit Berlusconi — nein, soooo schrecklich dann doch nicht. Aber Ihr wisst in etwa, worauf ich hinaus will. Die Gefährten starrten minutenlang in den Raum, bis endlich einer das Wort ergriff.
„Das ist großartig! Die kann ich alle gebrauchen, nicht wahr, Ladys?“ Es war Berlusconi, wer sonst? Im Gegensatz zu allen anderen schien ihn der Anblick sogar zu erfreuen. Hunderte, wenn nicht gar Tausende geriffelte Kondome wuselten durch den Keller.
„Die sind doch alle zu groß für Sie“, erwiderte Christine. „Das ist ja furchtbar! Wie sollen wir die alle besiegen? Guck Dir das an, Richard!“
„Hat jemand einen Caipi?“, murmelte Richard, immer noch voller Entsetzen. Er versuchte, in der Kondommasse den leuchtenden Punkt des Verhüterlis ausfindig zu machen, das er so erfolgreich mit Neonfarbe besprüht hatte, doch er fand es nirgends.
Zensursula mischte sich ein, indem sie resolut den Raum betrat und wahllos einen Schrank öffnete. Sofort wurde sie unter einem Berg von Stoppschildern begraben. Ulla Schmidt hingegen fand in der äußersten Ecke des Raumes (er war wie gesagt seeeehr groß) ihren geliebten Dienstwagen wieder. Währenddessen fesselten die bösen Kondome den armen Uli H. „Rache für ‘76!“, brüllten sie. Wer sollte dem entfesselten Treiben ein Ende bereiten?
Es kann nur eine geben!
Murmel! Puschelig und mutig! Sofort, nachdem eine gewisse Praktikantin im Weißen Haus einen Anruf von Christine mit der ausführlichen Schilderung der Problematik bekam, setzte sich die puschelige Murmeltiersuperwoman im Auftrag der Praktikantin in Bewegung.

Ihr Auftrag lautete: Besiegen der Kondome durch Einsammeln und Verschicken der Latexlümmel zu Händen von Rahm Emanuel. Murmel brachte also Rosen mit und sprach ruhig auf die wilden Kondome ein. Diese waren hin und weg von so viel Puscheligkeit. „Wie können wir auch so puschelig werden? Wir sind zwar geriffelt, aber völlig unflauschig. Kannst Du uns helfen?“ Solche und ähnliche Fragen prasselten auf das Murmeltier ein. Murmel sprach: „Folgt mir und Ihr werdet Puscheligkeit lernen. Ich kann Flauschigkeit besser als Münte Opposition. Folgt mir!“
Wie einst die Ratten dem Rattenfänger von Hameln folgten, so zog Murmel mit einer wahren Flut an Kondomen davon. Die Gefährten atmeten auf. Richard küsste Christine überglücklich. „Nun werden wir endlich Kinder haben!“
Im Weißen Haus freute sich ein Stabschef über den Vorrat an geriffelten Kondomen.

„Was wir da alles einsparen werden! Der Vorrat wird für ein paar Wochen reichen!“
[Da ist ja wieder die KONFERENZMAPPE!!! Haaaach!!! Aber zurück zum Fall.]
Wo war ich? Egal. Die Gefährten waren erleichtert über die besiegte Kondomarmee, Uli Hoeneß fand in einem anderen Schrank endlich mal einen guten holländischen Fußballer, nicht, dass er es verdient hätte, aber das Fußballleben ist halt ungerecht, und alle hätten zufrieden und glücklich sein können, wäre da nicht ein kleines Kondom gewesen, das sich hinterlistig so gut versteckt hatte, dass Murmel es nicht finden konnte.
An dieser Stelle endet der Roman. Es steht zu befürchten, dass die Sache mit dem übersehenen Kondom dazu dient, irgendwann eine Fortsetzung auf den Buchmarkt zu werfen. Aber das soll uns egal sein. Wichtig ist, dass ich einen weiteren Riffelkondombeitrag abgeliefert habe. Nun sind es nur noch zwei! Resümee übermorgen ist klar, aber was blogge ich bloß morgen? Habe da immer noch keine Idee…
Übrigens: Okay, heute war FCB mal gut, aber dieser Roman ist zeitlos, und meistens stimmt das o. g. Szenario ja…