Puscheligkeitsbeitrag November

Der November an sich ist ja ein Monat, in dem man Puscheligkeit besonders gut gebrauchen kann. Grau, nasskalt, früh dunkel, das alles schreit nach einem großen Maß an Puschelpower.

Zunächst einmal eine besonders erfreuliche Nachricht, nicht nur im Sinne der Puscheligkeit: Murmel und Murmelchen haben es endlich geschafft, Nachwuchs zu bekommen! Großartig, oder?

Murmelbaby

Außerdem ist es mir gelungen, einen Puschelkaktus zu erwerben. Wobei darauf geachtet werden sollte, dass hier Puscheligkeit nicht gleich Kuscheligkeit ist. Pieksen kann der nämlich trotzdem ganz schön!

Puschelkaktus

Auch in Dänemark sind alle Sinne darauf ausgerichet, Puscheliges zu entdecken. Hier: Puschelding am Strand:

PuschelobjektamStrand

Und die Flachlandhutze ist natürlich sofort Feuer, Flamme und Puscheligkeit, umgehend übernimmt sie den Schutz des Puscheldings:

Raspu_Hüter_des_Puscheldings

Überhaupt treibt so ein Puschelding die Flachlandhutze zu sportlichen Höchstleistungen an. Doping by Puscheligkeit — das wird ja wohl erlaubt sein?!

PuschelobjektmitfliegendemHundamStrand

Dem Hursch geht’s auch gut. Hier hat sie es sich puschelig-kuschelig gemütlich gemacht:

Kuschelmolly

Und auch die Flachlandhutze ist nach drei Stunden Toben am Strand und in den Dünen puschelig-platt:

müderRasputin

Ich hoffe, dass es Euch nun auch puschelig-warm ums Herz geworden ist, trotz tristen Novemberwetters.

3. Teil und Schluss „Kondom der Oper“

Heute also die letzte Zusammenfassung des Romans „Kondom der Oper“ im Rahmen des Projektes

„Im August täglich über geriffelte Kondome bloggen!“

Im letzten Teil lasen wir, dass Richard auf Moby Dicks Angebot, den Transport über den Teich zu übernehmen, skeptisch reagierte. Letztendlich nahm er es natürlich doch an, wie sich alle denken konnten. Auch wegen der Spannung und so, der Autor wird sich etwas dabei gedacht haben.

„Den nehmen wir mit“, sagte Richard und wies auf den von seiner Frau ins Reich der Bewusstlosigkeit geprügelten Berlusconi. „Das optimale Walgrundnahrungsmittel!“
Christina, Ulla (die Dienstwagensuchende) und Richard sprangen beherzt auf Moby Dicks Rücken. Moby war ein guter Schwimmer, und schon bald kamen sie dem Motorboot, in dem das Kondom des Grauens zu fliehen versuchte, immer näher. Unterwegs erlebten sie viele Abenteuer, sie trafen auf Kannibalen, ein sehr flauschiges Seeungeheuer im Exil (dem es im Loch Ness zu unpuschelig wurde) und viele seltsame Gestalten mehr, doch das alles zu schildern, führt hier zu weit. Jedenfalls ist der unterirdische See verdammt groß. Oder der Autor hat zu viel Caipi getrunken, und das alles ergibt keinen Sinn. Man weiß so wenig…

Christina gelang es während der Verfolgungsfahrt, Moby Dick zum Vegetarier umzuerziehen, so dass alle vier Personen — der kleine Italiener mittlerweile wieder hellwach — heil am anderen Ufer ankamen. Dort trafen sie auf eine suchend umherblickende Frau. Christina beschloss, sie nach dem grauenvollen Geschöpf zu fragen.
„Entschuldigen Sie“, fragte sie höflich, „haben Sie hier eventuell ein Kondom gesehen?“
„Nein! Viel wichtiger: Haben Sie meine Stoppschilder gesehen? Die werden mir permanent von pampigen Piraten geklaut! Die GPS-Spur führt eindeutig hierher! Aber nun ist das Gerät ausgefallen! Verdammte Technik!“

Keiner hatte auch nur ein einziges Stoppschild gesehen, und so schloss sich Urselchen, wie sie bald von Berlusconi genannt wurde, dem Suchtrupp an. Praktischerweise fanden sich auf dem Weg ab und zu leuchtende Tropfen, da die Farbe, mit der das Kondom besprüht wurde, noch immer nicht getrocknet war, denn Richard, der Schlaufuchs, hatte extra langsam trocknende Farbe verwendet. Auch bei der Verfolgung an Land mussten die Gefährten wieder halsbrecherische Abenteuer überstehen, wie sonst hätte der Autor die 8000 Seiten füllen sollen?

Irgendwann aber war es endlich so weit und sie standen vor einem seltsamen, schlauchbootartigen Gebäude vor der Tür. Zögernd betraten sie das Monstrum, das sich „Allianz Arena“ nannte,  nachdem sie zunächst heldenhaft einige Wachleute („Security Manager“) niederringen mussten, und trafen auf viele schluchzende Menschen auf den Zuschauerrängen. Berlusconi bot weinenden Frauen „ganz viel Trost“ an, Urselchen überlegte, ob man aus den rot-weiß-blauen Fanschals und Flaggen eventuell neue „Stopp“-Schilder basteln könnte, und Christine fragte sich, wie man soooo abgrundtief schlechten Fußball wie dieser FC Bayern spielen konnte. Nur Richard war nach wie vor auf das ursprüngliche Ziel fokussiert. „In diesem Gewimmel könnte sich das geriffelte Kondom ja überall versteckt haben!“, murmelte er.

Lange Rede, kurzer Sinn, irgendwann standen sie tief unten im Keller der Allianz Arena vor einer massiven Eisentür. „Und nun?“, fragte Berlusconi, der links und rechts FCB-Anhängerinnen im Arm hatte (schlechter Fußballgeschmack, schlechter Männergeschmack), aber Christine wusste Rat. „Ich habe Euch was mitgebracht.“ Sie schubste eine Kreatur mit hochrotem Kopf nach vorne.
„Was ist das?“ erkundigten sich die anderen und wichen vorsichtig mehrere Meter zurück.
„Nicht was, sondern wer. Der sogenannte Manager dieser Gurkentruppe. Und nun passt mal auf.“ Sie wandte sich an den „Manager“ und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Laut aufbrüllend stürzte sich der „Manager“ auf die Tür und schlug sie in mehrere Stücke.
„Was hast Du ihm ins Ohr geflüstert?“, fragte Richard.
„Dass Klinsi in dem Keller sitzt und den FCB mittels Buddha-Voodoo schwächt, das ist übrigens eine Erfindung des SAP-Zen-Puscheligkeits-Buddhismus.“

[Ich gebe zu, dass dieser Plot sehr unglaubwürdig daherkommt, denn woher sollte Christine Klinsi und den SAP-Zen-Puscheligkeits-Buddhismus kennen? Ich weise auf folgendes hin: Den Klinsi hat der Trupp irgendwo unterwegs aufgegabelt und sich seine Geschichte erzählen lassen; und den SAP-Zen-Puscheligkeits-Buddhismus kennt ja wohl JEDER. -Anm. des Verfassers.]

Weiter im Text. Ulichen glaubte also Christine und spielte menschlichen Rammbock. Was sich allerdings hinter der Kellertür befand, ließ allen Anwesenden das Blut in den Adern gefrieren. Sie sahen nicht nur das Kondom der Oper.

Nein. Nicht nur das. Es war viel furchtbarer. So grässlich, dass es menschliche Vorstellungskraft sprengt. So grauenvoll, dass eine Rede von Stoiber dagegen reinster Balsam für die Seele wäre. So brutal, dass im Vergleich dazu Sex mit Berlusconi — nein, soooo schrecklich dann doch nicht. Aber Ihr wisst in etwa, worauf ich hinaus will. Die Gefährten starrten minutenlang in den Raum, bis endlich einer das Wort ergriff.

„Das ist großartig! Die kann ich alle gebrauchen, nicht wahr, Ladys?“ Es war Berlusconi, wer sonst? Im Gegensatz zu allen anderen schien ihn der Anblick sogar zu erfreuen. Hunderte, wenn nicht gar Tausende geriffelte Kondome wuselten durch den Keller.
„Die sind doch alle zu groß für Sie“, erwiderte Christine. „Das ist ja furchtbar! Wie sollen wir die alle besiegen? Guck Dir das an, Richard!“
„Hat jemand einen Caipi?“, murmelte Richard, immer noch voller Entsetzen. Er versuchte, in der Kondommasse den leuchtenden Punkt des Verhüterlis ausfindig zu machen, das er so erfolgreich mit Neonfarbe besprüht hatte, doch er fand es nirgends.
Zensursula mischte sich ein, indem sie resolut den Raum betrat und wahllos einen Schrank öffnete. Sofort wurde sie unter einem Berg von Stoppschildern begraben. Ulla Schmidt hingegen fand in der äußersten Ecke des Raumes (er war wie gesagt seeeehr groß) ihren geliebten Dienstwagen wieder. Währenddessen fesselten die bösen Kondome den armen Uli H. „Rache für ‘76!“, brüllten sie. Wer sollte dem entfesselten Treiben ein Ende bereiten?

Es kann nur eine geben!

Murmel! Puschelig und mutig! Sofort, nachdem eine gewisse Praktikantin im Weißen Haus einen Anruf von Christine mit der ausführlichen Schilderung der Problematik bekam, setzte sich die puschelige Murmeltiersuperwoman im Auftrag der Praktikantin in Bewegung.

murmelinderdose

Ihr Auftrag lautete: Besiegen der Kondome durch Einsammeln und Verschicken der Latexlümmel zu Händen von Rahm Emanuel. Murmel brachte also Rosen mit und sprach ruhig auf die wilden Kondome ein. Diese waren hin und weg von so viel Puscheligkeit. „Wie können wir auch so puschelig werden? Wir sind zwar geriffelt, aber völlig unflauschig. Kannst Du uns helfen?“ Solche und ähnliche Fragen prasselten auf das Murmeltier ein. Murmel sprach: „Folgt mir und Ihr werdet Puscheligkeit lernen. Ich kann Flauschigkeit besser als Münte Opposition. Folgt mir!“

Wie einst die Ratten dem Rattenfänger von Hameln folgten, so zog Murmel mit einer wahren Flut an Kondomen davon. Die Gefährten atmeten auf. Richard küsste Christine überglücklich. „Nun werden wir endlich Kinder haben!“

Im Weißen Haus freute sich ein Stabschef über den Vorrat an geriffelten Kondomen.

smiling_kl

„Was wir da alles einsparen werden! Der Vorrat wird für ein paar Wochen reichen!“

[Da ist ja wieder die KONFERENZMAPPE!!! Haaaach!!! Aber zurück zum Fall.]

Wo war ich? Egal. Die Gefährten waren erleichtert über die besiegte Kondomarmee, Uli Hoeneß fand in einem anderen Schrank endlich mal einen guten holländischen Fußballer, nicht, dass er es verdient hätte, aber das Fußballleben ist halt ungerecht, und alle hätten zufrieden und glücklich sein können, wäre da nicht ein kleines Kondom gewesen, das sich hinterlistig so gut versteckt hatte, dass Murmel es nicht finden konnte.

An dieser Stelle endet der Roman. Es steht zu befürchten, dass die Sache mit dem übersehenen Kondom dazu dient, irgendwann eine Fortsetzung auf den Buchmarkt zu werfen. Aber das soll uns egal sein. Wichtig ist, dass ich einen weiteren Riffelkondombeitrag abgeliefert habe. Nun sind es nur noch zwei! Resümee übermorgen ist klar, aber was blogge ich bloß morgen? Habe da immer noch keine Idee…

Übrigens: Okay, heute war FCB mal gut, aber dieser Roman ist zeitlos, und meistens stimmt das o. g. Szenario ja…

Kunstprojekt lebt!

Ihr kennt alle mein legendäres Kunstprojekt. Falls nicht, kann man die Historie hier nachlesen.

Kurzum: Es geht darum, mit bestimmten Suchbegriffen hier zu landen, die alle die Schlagwörter „nackt fotografiert“ oder „ganz ohne was an fotografiert“ enthalten müssen, und außerdem natürlich das Objekt der Begierde. Also der Fotobegierde. Ich knips das und bin dabei nackt. Aber das wisst Ihr ja.

Bevor ich zu meinen beiden neuesten Herausforderungen komme, möchte ich einen Tätschel-Award verleihen. Leider ist mir der Name nicht bekannt, aber Frau Welt des Wissens hat da Kontakte und kümmert sich um die Weiterleitung. Hier ist er also:

Yeah_Taetschel_Kunstkennerin

Womit hat sich diese Kunstkennerin den Tätschel-Award verdient? Nun, sie erkennt nicht nur große Kunst, wenn sie ihr in diesem Blog über den Weg läuft, nein, sie fördert diese sogar mit entsprechenden Aufgaben.

Und diese beiden Aufgaben wurden von mir mittlerweile abgearbeitet. Bei der ersten ging es darum, Zensursula nackt zu fotografieren.

Das war nicht so schwer. Ich bin ja Mitglied der Aktion „Rettet das Urselchen„. Meine Aufgabe ist es, eine Wattebauschmiliz aufzubauen. So habe ich also einfach mal das Urselchen zu mir eingeladen, um ihr die Waffen der Miliz vorzustellen. Ich muss Euch warnen: Das Urselchen sieht stark gealtert aus. Plagt Ihr Euch mal mit 7 Gören und mit vielen bösen Bloggern rum! Dann würdet Ihr auch alt aussehen.

Zensursula

Hier stellte ich ihr also meine Neuentwicklungen vor. Modernste Rüstungstechnologie!

Ich: „Die weißen und gelben Bäusche sind für Blogger, die nur ab und zu böse sind. Die verfusseln nur die Tastatur. Die rosa Geheimwaffe werden wir vor allem auf Blogger richten, die jeden Tag schlecht über Sie schreiben und womöglich sogar Spottlieder verfassen! Die übernimmt den gesamten PC und infiltriert ihn mit Barbie-Wallpapern, Barbie-Bildschirmschonern und Barbiemusik. Höhepunkt ist ein pinkfarbenes Stoppschild!“

Zensursula: „Hört sich an, als ob Sie was gegen Barbie haben?“

Ich: „Leider nicht. Barack lässt mich nicht an den Roten Knopf, ansonsten hätte ich ja schon längst eine Rakete auf die Fabrik…“

Zensursula: „Wie grausam! Meine Töchter mögen Barbie! Aber mal was anderes: Warum sind Sie eigentlich nackt?“

Ich: (Oh-oh. Von dem Kunstprojekt erzähle ich ihr lieber nix.) „Das ist so: Mein Glaube, der SAP-Zen-Buddhismus, verlangt das von mir.“

Zensursula: „Immer? Gehen Sie so etwa auch in die Irrenanstalt?“

Ich: „Nein, nein. Als ich noch Einkäuferin war, ging das aber prima. Ich habe einfach zu den Lieferanten gesagt: Geben Sie uns sofort 20 % Rabatt, oder ich ziehe mich aus! Dagegen konnten Sie die üblichen Strategien wie „Besprechungsraum auf 50 Grad heizen“ oder „den Lieferanten ans offene Fenster setzen, nur im Winter bei minus zehn Grad mindestens sinnvoll“ etc. total vergessen!* Ich war zehnmal hintereinander Einkäufer des Jahrtausends!“

Zensursula: „Äh… ja. Beeindruckend. Wenn Sie ebenso viel Erfolg beim Bekämpfen der bösen Blogger haben werden, bekommen Sie das Bundeszensurkreuz. Ach was, Bundesverdienstzensur. Nein, Quatsch, Bundesverdienstkreuz. So heißt das ja.“

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*Das war natürlich ein Scherz! Nur ein Scherz. Ich lehne ja diese Methoden ab. Deswegen habe ich den Einkäuferkram hingeschmissen, als wir einen Chef bekamen, der solche Methoden gefordert hatte. Jetzt nicht speziell das Ausziehen, aber das Auspressen von Lieferanten.

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Das war das. Die zweite Aufgabe lautet: Gnampf.

Gnampf. Bernd-das-Brot-Jünger wissen Bescheid. Gnampf stammt aus einer Nachtschleife mit Bernd dem Brot und hat da immer die Bedeutung von etwas ganz Großartigem. In der Nachtschleife werden die diversen „Call-In“-Formate veräppelt, und Berndi muss sich mit völlig Bekloppten an der Strippe rumärgern. Wenn z. B. jemand fragt, was der neue Trend in Sachen Mode ist, antwortet Bernd: „Gnampf“, und der Typ ist total begeistert („Das ist der neue Shice!“) Usw., also kurz und gut: Gnampf ist klasse, Gnampf ist epochal. Selbst, wenn es sich um eine kitschige Puppe handelt. Kaum heißt sie Gnampf, verkauft sie sich wie wild.

Daran habe ich lange rumüberlegt. Ich hatte ja schon Caipi und Nougat, eine Wiederholung wollte ich nicht. Rahm Emanuel nackt wäre auch logisch gewesen, aber die Fotos darf ich nicht veröffentlichen, weil es seiner politischen Karriere schaden würde, und das möchte ich natürlich nicht!

Letztendlich habe ich mich für ein Multignampfbild entschieden. Es enthält mehrere wirklich gnampfige Dinge, aber seht selbst:

Gnampf

Ganz links im Hintergrund: Das 5-Liter-Caipiglas!

Davor, stellvertretend für die Puscheligkeit: Murmel!

Rechts neben Murmel, das kleine Foto: Raaaahmi! Mit verträumten Gesichtsausdruck telefonierend.

Vor Rahmi: Eine Limette. Noch ein Symbol für Caipi.

Rechts neben der Limette ein Buch. Literatur ist großer Gnampf.

Und neben dem Buch sehen wir ein Küken. Das symbolisiert meine beste Freundin, die ich Küken nenne, weil sie ein paar Jährchen jünger als ich ist.

Vorm Küken Berndi in einer Sandburg. Bernd das Brot höchstselbst ist natürlich Gnampf pur, und die Sandburg steht für Strand und Meer.

Im Vordergrund ein Shuffle. Symbolisiert Musik. Auch Gnampf.

Und im Hintergrund ein Foto von Hutze & Hursch, die beiden allergrößten Gnampfwohnzimmerwölfe der Welt!

Ach ja, der Stein, der vor der Limette liegt, symbolisiert Dänemarkurlaub, da habe ich den und einige seiner Artgenossen nämlich gefunden.

Ich hoffe, dass es mir wieder gelungen ist, meiner epochalen Fotoserie einen neuen Meilenstein hinzuzufügen. Gespannt warte ich auf das Urteil der Kunstwelt und vor allem der einzig wahren Kunstkennerin.

Fotostory: 3. Kapitel und Schluss (mit Happy-End-Garantie!)

In den letzten beiden Kapiteln habt Ihr sicher sehr aufmerksam verfolgt, wie ich Rahm Emanuel meinen Supersonderspezialtätschel zeigen wollte, wir allerdings ständig unterbrochen wurden, sei es durch Berlusconi oder auch eine aufdringliche Zensursula.

Das ging den ganzen Tag so weiter. Erst kam zu Guttenberg und fragte, was er in Sachen Opel unternehmen solle (können die denn nichts alleine?), dann tauchte dieser Mißfelder auf und bettelte um gute Tipps, um mal wieder ins Gespräch zu kommen (ich empfahl ihm, einfach mal ein paar verrottete Fische an Angie zu schicken). Sowohl Rahm als auch mir kamen die ständigen Störungen deutscher sog. Politiker seltsam vor. Die Krönung war dann aber der Anruf eines Baguettebrotes aus Paris. (Manchmal möchte man kein Bildtelefon haben, nicht wahr?)

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„Ich bin nicht ‘arald“, erklärte Rahmi energisch, während ich überlegte, ob ich Mehlsuppe besorgen sollte. Im weiteren Gespräch stellte sich heraus, dass es sich um die unberühmte Z-Promi-Schauspielerin Bernadette Baguette handelte. Sie war auf der Suche nach dem BigProducer, um ihn um eine Hauptrolle zu bitten. Ich schickte sie nach Oberhausen.

„So geht das nicht weiter“, sprach Rahmi genervt. „Wir werden die Tätschelvorstellung auf nachts verschieben. Es hat seinen Grund, dass die meisten Menschen nachts…“

„Ja, ja“, antwortete ich. „Aber ich muss doch dann in die Irrenanstalt. Wenn es hier nachts ist, ist es in Deutschland Tag, so mehr oder weniger zumindest.“

„Engagiere einen Stellvertreter! Das, was Du da an Aufgaben hast, kann ja wohl jemand anderes auch leicht ausüben!“

Die Idee war brillant. So erzählte ich also Murmel, der hochintelligenten Murmeltierdame, kurz, was in der Irrenanstalt zu tun war:

  • Unwichtige Statistiken erstellen
  • Patienten betreuen: SAP- und andere Fragen beantworten
  • In Besprechungen rennen
  • Nicht aus Versehen einschlafen, wenn Manager in der Nähe sind

(Ihr erinnert Euch an Murmel? Sie kam von de Günn und ist Murmelchens unsterbliche Liebe. S. auch die entsprechende Kategorie.)

Murmel war begeistert, dibberte sie doch schon seit Wochen danach, mal in die Irrenanstalt zu dürfen. Murmelchen, ihr Murmeltiermann, war zwar nicht begeistert, respektierte aber ihren Wunsch. Was blieb ihm auch übrig? Hier haben die Frauen das Sagen…

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Mit Feuereifer stürzte sich die äußerst puschelige Murmeltierlady auf die Arbeit. Zunächst begann sie mit einer äußerst wichtigen Statistik:

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Die brillante Idee, mittels Excel Puscheligkeit und Liebe in der Irrenanstalt zu verbreiten, ist einfach epochal! Dass mir das nie in den Sinn gekommen ist… Allerdings soll Excel wohl die Funktionsargumente nicht als solche erkannt haben. Excel ist also ein unpuscheliges Programm.

Murmel ist nicht die Frau, die sich durch so was entmutigen lässt. Also versuchte sie, mittels des SAP-Zen-Buddhismus Puscheligkeit und Liebe zu bestellen:

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Das klappte natürlich besser. Mit dem SAP-Zen-Buddhismus klappt eben alles besser. Aber hier merkte man schon, dass sie anfing, Murmelchen zu vermissen. Sie erinnerte sich daran, dass es ja in diesem Blog ein Foto von ihm gibt. Das starrte sie nach der Banfaktion ausgiebig an. Während der Arbeitszeit!

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Doch leider wurde sie ständig gestört. Andauernd riefen Leute an und wollten irgendwas wissen oder Statistiken haben. Murmel war nach dem zehnten Telefonat etwas genervt. Wen interessiert denn schon, wie man SAP-Bestellungen ausdruckt oder Auswertungen über irgendwelche Mengenkontrakte oder Infosätze erstellt? Das war alles so unmurmelig! Also tat sie das einzig Richtige:

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Telefonkabel durchknabbern! Schmeckt nicht, ist aber wirksam!

Doch da meldete sich Outlook zu Wort und erinnerte an einen wichtigen Besprechungstermin. Der Lenkungsausschuss zu einem Projekt tagte. Murmel war begeistert. Sie war vorher noch nie Mitglied in einem Lenkungsausschuss gewesen und erwartete Spannung pur!

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Aber nach einer Viertelstunde Besprechung höchst langweiliger Angelegenheiten spürte Murmel ein wohlbekanntes Gefühl: Müdigkeit. Murmeltiere schlafen ja gern und viel. So döste sie mitten im Meeting weg und schickte mir hinterher eine Mail, in der sie mich fragte, ob ich ihr sehr böse sei, dass sie mich nicht würdig vertreten hätte. Ich antwortete, dass alles okay sei. So hat wenigstens niemand den Unterschied gemerkt.

Erschöpft von so viel ermüdender Nichtaktion ruhte sich Murmel in der Mittagspause auf meiner Schreibtischlampe aus.

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Den Nachmittag schnappte sich Murmel einige Notizen von mir und versuchte, entsprechende Lösungen auszutüfteln:

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Das fiel ihr auch nicht weiter schwer: Sie aß die Notizen einfach auf. Was nicht existent ist, bereitet auch keine Probleme, meinte sie. Vielleicht ist diese Philosophie hier und da diskussionswürdig, denn beim Herrn Berlusconi bereitet das, was nicht da ist, durchaus Probleme. Und leidet nicht auch Zensursula unter der nicht existenten Einsichtsfähigkeit? Aber egal, Hauptsache, es hat Murmel geschmeckt!

Und während Murmel mich eine Woche lang in der Irrenanstalt wacker vertreten hat, konnte ich Rahmi ausgiebig den Spezialtätschel zeigen. Davon nun hier keine Fotos mehr, weil es eh schon so viele Bilder in diesem Beitrag gibt. Und somit gab es ein Happy End. Haaaach! Schöööön!

(Bleibt noch anzumerken, dass ich nach meiner Rückkehr in die Irrenanstalt für meine explosive Leistungssteigerung gelobt wurde. Hm, Mist. Kein Happy End ohne einen Hauch Tragik…)

Und die nächste Regel des Fotospiels wird wieder verdammt einfach. Ich sage nur: Zurück zu den Wurzeln! Ein Motto vorgeben und fertig. Alles spricht dafür, dass Blinkfeuer gewinnen wird. Oder reicht noch jemand ganz schnell eine Fotostory ein?

Neues aus der Zentrale / Schwoap

So eine Schwoap zu drehen, kann ziemlich viel Staub aufwirbeln. Gestern dachte ich so bei mir, mach doch mal einen Locationwechsel. Ich muss ja noch Szene 2 drehen: Lisa, die ihr Praktikum bei Eberhard antritt. Das Oval Office wäre dafür doch der ideale Drehort. Gesagt, getan, abgepasst, wann Barack Termine hat und mit den Borstenviechern in sein Büro geschlichen.

Dummerweise hatte er wohl was vergessen und kam noch mal in sein Büro. In dem Moment musste Lisa fürchterlich niesen. Sofort entfaltete Barack hektische Aktivitäten:

Siehe hier. Und das auf einem Sonntag! Alles wg. Lisa, dieser dummen Sau! Swine influenza, ist das zu glauben? Haben doch meine Schweine nicht, die haben nur Maul- und Klauenseuche. Frechheit, das…

Egal. Zu etwas komplett anderem. Gestern hier in der Welteroberungszentrale, so um die Mittagszeit herum, hörte ich ein leises Kratzen an der Tür. Ich öffnete sie vorsichtig, witterte ich doch eine Krötenlist oder Gefahr durch den kleinen Italiener. Es lag aber nur ein Päckchen auf der Schwelle. Da Bomben bekanntlich ticken und nicht kratzen, nahm ich das Gebilde an mich, anstatt es in wilder Panik wegzuschleudern, und öffnete es. Zum Vorschein kam eine Schokoladendose:

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Allerdings keine Nougatschokolade. Außerdem wurde das Kratzgeräusch lauter. Schokolade, die kratzt? Nein, gibt es nicht. Vorsichtig öffnete ich die Dose und sah:

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Etwas Plüschiges! Man könnte sogar sagen: Etwas Puscheliges!

Und das Bild wurde sofort klarer, denn wer kam aus der Dose gekrabbelt (oder: Das ist also der Dose Kern)?

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Murmel! Ich erkannte sie sofort! Ihr erinnert Euch bestimmt noch an die Romanze, die meinem Murmelchen so sehr die Sprache verschlagen hat, dass er schon seit Wochen keine Weisheiten mehr murmelt? Und nun war sie hier! Der Traum seiner schlaflosen Nächte! Schnell half ich Murmel aus der Dose und freute mich erst mal weltherrschaftlich über ihren Besuch! Was für eine puschelige Überraschung! Sie hatte sogar Blumen (Rosen) dabei. Scheinbar eine sehr emanzipierte Murmelfrau. (Eigentlich bin ich mir immer noch nicht 100 %ig sicher, dass sie ein Weibchen ist. Aber ihre Stimme klingt ein bisschen mädchenhaft. Und ich hoffe auf kleine Murmeltierchen, also wäre es gut, wenn sie weiblich wäre, da Murmelchen ja männlich ist.)

Nun hatte ich allerdings ein kleines Problem: Wie Murmelchen die freudige Botschaft mitteilen? Er fiel ja neulich schon in Ohnmacht, als Murmel noch weit weg in ihrer Heimat verweilte. Auch Murmel war auf einmal sehr schüchtern, weiß sie doch um Murmelchens sensibles Gemüt. Also rief ich einfach mal schnell bei Rahm Emanuel an. Ein Mann, der auch „Enforcer“ genannt wird, sollte wissen, was zu tun ist, oder? Rahm war nicht ganz so amüsiert (klar, es war mitten in der Nacht in Washington, ich hatte ihn geweckt), gab mir aber den Tipp, dass Murmel sich heimlich ranschleichen und Murmelchen erschrecken solle. Ich war skeptisch, aber Murmels Augen leuchteten, sie war begeistert von der Idee.

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Murmelchen war gerade in seine Lektüre vertieft, ich musste ihm ein Obama-Sonderheft kaufen, in dem er jeden Tag liest, in der Hoffnung, Baracks „Yes we can“-Dynamik zu lernen. Schon seit Tagen hörte ich ihn murmeln: „Yes I can Murmel anrufen!“ Und nun war Murmel hier und stupste ihn an, in der Pfote eine rote Rose (die weiße war für mich — ist Murmel nicht eine ganz Sympathische?)

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Romantisch! Der erste Augenkontakt! Ich war hin und weg!

Nach zehn Minuten dachte ich: Murmelchen, sag was! Begrüße sie!

Nach 20 Minuten überlegte ich, noch mal Rahm anzurufen oder alternativ schnell ein Rosamunde-Pilcher-Buch zu kaufen, um nachzulesen, was man in so einer Situation machen könnte.

Nach 30 Minuten wurde es sogar Bernd dem Brot zu bunt. Er stupste Murmelchen an und flüsterte: „Sag was zu ihr!“

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Ich stellte schnell passende Musik ein („Bastien und Bastienne“ klingt doch fast wie „Murmel und Murmelchen“, oder?)

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Murmelchen flüsterte zurück: „Was denn?“ Bernd antwortete: „Das weiß ich doch nicht. Ich kenne mich mit diesem ganzen Romantikgetue nicht aus. Vielleicht Gnampf?“

Schweigen. Ich beschloss, aktiv zu werden, obwohl ich mich mit Romantik noch weniger als Berndi auskenne. Also raus in den Garten mit den beiden.

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Begeistert erkundete Murmel den Kirschbaum und flitzte die Äste rauf und runter. Murmelchen guckte sehr besorgt und blieb immer in ihrer Nähe, um sie gegebenenfalls auffangen zu können. War aber nicht nötig, Murmel ist eine begabte Kletterin.

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Danach setzte ich die beiden in einen Gartenstuhl, wo der Hursch den lieben Gast begrüßte. Weder von Hutze noch Hursch droht Murmel irgendeine Gefahr. Murmel beschnupperte Murmelchens Arm. Ich weiß nicht, ob das in der Welt der Murmeltiere Zuneigung ausdrückt, aber es sah schön, friedlich und romantisch aus.

Danach gab’s erst mal ein kleines Festmahl für Murmel, denn mittlerweile war die erste Aufregung verflogen und sie hatte großen Hunger, also gab’s lecker Bioobst für sie:

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Nach diesem für alle aufregenden Tag richtete ich Murmel ein kuscheliges Schlafplätzchen ein, das ihr zu gefallen scheint. Sie kuschelte sich sofort ein. Murmelchen bewachte ihren Schlaf.

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Schlafende Murmeltiere sind so puschelig!

Heute habe ich die beiden nicht ständig mit der Kamera verfolgt, sondern auch mal allein gelassen. Ich glaube, Murmelchen redet jetzt sogar ab und zu mit ihr. Wahnsinn!

Vorhin kam Murmel an und fragte, ob sie mit ins Weiße Haus darf, um sich bei Rahm für den guten Tipp bedanken. Sie scheint überhaupt relativ unternehmungslustig zu sein, vielleicht kommt sie ja auch mal mit in die Irrenanstalt. (Murmelchen schreckte davor immer zurück, mit dem Argument: Lauter Irre und Bekloppte, was soll ich da?)

Das wird eine spannende Zeit. Ich bedanke mich bei deGünn dafür, dass er Murmel die Reise ermöglicht hat! (Ich hoffe, das stimmt? Oder hat sie sich womöglich doch heimlich fortgeschlichen?) Wie lange darf sie denn bleiben?

Von Murmelchen soll ich Euch folgendes Gemurmel ausrichten: Frühling! Liebe!

Hm…

P. S.: Diese Woche Thema bei Saris Fotoprojekt: „Wahnsinn“. Das ist ja fast noch besser als „Monster unterm Bett“.

P. P. S.: Rahm sieht heute so müde aus, warum bloß?

P. P. P. S.: Murmel hat sich schon mit Bo angefreundet.

Ich bin wieder da und Murmelchen hat eine Frage

Ich war einige Tage in Geheimmission unterwegs, aber nun bin ich wieder hier. Habe natürlich einiges nachzuholen, aber erst mal vor allem ein Hinweis:

Wolfsburg – FC Bayerndeppen 5:1.

*muahahahaha*

Zu verdanken ist das hauptsächlich mal wieder meinen Voodoopraktiken* gem. der SAP-Zen-Buddhismus-Religion, aber warme Dankesworte von Felix sind nicht nötig. Der süße Geschmack einer FCB-Niederlage ist Lohn genug.

Und nun möchte Murmelchen noch etwas von deGünn wissen, nämlich, was Murmel beruflich treibt. Er möchte sich als Praktikant bei ihr bewerben, nachdem er es einfach nicht über sich bringt, zum Telefonhörer zu greifen und ein Liebesgedicht vorzutragen.

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* Und das ging dieses Mal so: Mit der Flachlandhutze den Spielverlauf vorweggenommen, also den Satansbraten 5:1 besiegt. Außerdem sämtliche FCB-Spieler-Voodoopuppen in eine Lösung aus Valium und Morphium getaucht — genau 91,5 Minuten lang.

Highlights dieser Woche

  • Apfelbäumchen gepflanzt („Wohlschmecker aus Vierlanden“)
  • Jemandem aus dem mittleren Management gesagt, er solle seine Termine selber koordinieren, ich sei nicht seine Sekretärin. Nun ist er „muksch“. (Ooooooch…)
  • Neues gemütliches Restaurant (mit Cocktailbar) entdeckt
  • „Adelheid und ihre Mörder“ mit der wunderbaren Evelyn Hamann gibt es endlich komplett auf DVD
  • Weniger im Internet gewesen, wieder mehr gelesen. Folgendes Buch endlich angefangen, danke an Blinkfeuer für den tollen Tipp:

der_gehulfe

Im Großen und Ganzen also eine sehr gute Woche.

Dieser völlig schweinkramfreie Beitrag wurde Ihnen von den Trudinauten präsentiert. (Trudinauten sind die Trudi-Anhänger, die Trudis Ruhm, Glanz und Gloria in die Weiten des Weltalls tragen möchten.)

Und Murmelchen hat übrigens mal wieder eine Weisheit gemurmelt: „Siehst Du Licht am Ende des Tunnels, sei vorsichtig, es könnte Mehdorn sein, der Dich durchleuchten möchte.“

Qualitätsoffensive trägt erste Früchte

Liebe Leser,

aus meinen Suchbegriffen:

die blechtrommel kurzkritik

Das haben wir nur Trudis Bemühen um Kultur in diesem Blog zu verdanken.

Kurzkritik: Meiner Ansicht nach ein äußerst lesenswerter Roman. Oskar Matzerath ist bereits kurz nach seiner Geburt ein geistig voll entwickeltes Kerlchen und beschließt mit drei Jahren, das Wachstum einzustellen. Von seiner Mutter bekommt er an seinem dritten Geburtstag eine Blechtrommel geschenkt (daher der Buchtitel! — Hätten Sie’s gemerkt?). Aus der Perspektive dieser interessanten Gestalt schildert Grass das Leben Oskars und seiner Familie in Danzig. Zeitrahmen sind die 1920er bis 50er Jahre, mit Schwerpunkt 30er und 40er Jahre.

Moment mal eben, ich muss Trudi kurz die Augen zuhalten.

Es kommt auch Sex in dem Buch vor. Verraten Sie es Trudi nicht. Und eine ziemlich eklige Szene mit einem Pferdekopf und Aalen, aber das schockt Trudi vermutlich weniger als die Erotik.

Der arme Oskar landet übrigens in einer Irrenanstalt.

Murmelchen meint: Wir sind Irrsinn ist besser als wir sind Papst.

Der Vollständigkeit halber: Das Buch ist von Günter Grass. Kann man nicht rauchen, hat aber mal den Literaturnobelpreis bekommen. Hat an einem anderen Tag Geburtstag als Rahm Emanuel.

Ansonsten das Übliche in den Begriffen:

weiber anquatschen ausziehen

Herr Berlusconi, die Weiber werden weder das eine noch das andere gutheißen, wenn es von Ihnen kommt.

wie lang kann man schwangerschaft werden

Nehmen wir mal an, Angela Merkel würde schwanger werden, hieße dann die Schlagzeile im Blut- und Busenblatt: „Wir sind Schwangerschaft“?

www fotos von gellen ehefrauen gratis

Gellen? Meinen Sie die Ehefrau von Uri Geller? Oder Frauen, die bei Ihrem Anblick gellend schreien?

witze border collie

Oh jaaa, wieder einer der berühmt-schlechten Border-Collie-Witze. Da kann selbst Oliver P. noch was lernen:

Fragt ein Border Collie einen vermeintlichen Nacktmull: „Was bist Du denn? Ein Nacktmull?“ — Antwortet der vermeintliche Nacktmull: „Frechheit, so was! Ich bin Berlusconi. Wo sind denn die ganzen Frauen hin, die eben noch hier waren?“

Und mehrere (!!!) sind hier auf der Suche nach

rahm emanuel

gelandet. Ihr Lieben, Ihr habt guten Geschmack. ;-)

Richtige Ratgeberrunde folgt dann irgendwann mal wieder mit der lieben Trudi.

Qualitätsoffensive

Trudi: Frau Fellmonster, wann gedenken Sie eigentlich, meine Punkte umzusetzen, damit Kultur in diesem Blog Einzug hält? Neulich der Beitrag mit den Franz-Marc-Bildern war ein Hoffnungsschimmer, und danach? Geistig-kulturelle Ödnis, Dürre, Trockengebiete allüberall.

Ich: Schon gut, mal sehen, was steht denn so auf Deiner Liste? Aha, ich soll mal wieder ein Buch vorstellen. Okay, ich habe hier das Kamasutra liegen… aua! Trudi! Das war nur ein Scherz! Nur ein Scherz!

Trudi: Glück gehabt. Bitte behandeln Sie die Angelegenheit mit dem nötigen Ernst!

Ich: Dann kann ich mit dem Dekameron wohl keine Punkte sammeln? Und für mein epochales Meisterwerk der Intimsekret-Trittbrettfahrerliteratur Schlammgebiete darf ich auch nicht werben? Mist, ungnampfiger.

Trudi: *seufz* Wenn wir denn langsam mal zur Sache kommen könnten…

Ich: Natürlich. Ich möchte das Buch Fahrenheit 451 von Ray Bradbury vorstellen. Bitte sehr, das ist es:

fahrenheit_451

Trudi: Und? War das alles?

Ich: Ich hab’s vorgestellt, was denn noch?

Trudi: Wie wäre es mit einer kleinen Inhaltsangabe und so weiter? Eine Rezension, eine Besprechung, haben Sie denn nie das Literarische Quartett geguckt?

Ich: Ach so. Ja, sag das doch gleich.

Fahrenheit 451 beschreibt einen Staat, in dem es verboten ist, Bücher zu besitzen. Die Machthaber halten die Bevölkerung mittels Medienbeschallung ruhig, seichtes TV-Programm und Beruhigungsmittel sollen kritisches Denken verhindern. Die Feuerwehr löscht in diesem Land keine Feuer, sondern ist für das Verbrennen von Büchern zuständig. (Daher der Titel: Bei Fahrenheit 451 fängt Papier an zu brennen.) Guy Montag, ein Feuerwehrmann, stellt diese Prinzipien zunächst nicht in Frage. Als er eine junge Frau kennenlernt, die dem System ablehnend gegenübersteht, wird auch Guy immer skeptischer.

Das Buch enthält düstere Schilderungen von Mord und Verrat, ist aber auch eine Liebeserklärung an die Literatur, denn die Widerstandskämpfer bewahren die Erinnerung an wichtige Werke, indem sie sie auswendig lernen. Mein Fazit: Absolut lesenswert.

Ich möchte an dieser Stelle noch schnell erwähnen, dass unter meiner Herrschaft Bücher selbstverständlich geehrt werden, ich denke zum Beispiel an Rolands Idee, Kirchen in Bibliotheken umzuwandeln.

Trudi: Sehr schön. Kochbücher mit Hühnerrezepten sollten allerdings verboten werden. Auf jeden Fall haben Sie heute einen kleinen Schritt in Richtung Qualität getan. Gehe ich recht in der Annahme, dass gleich noch ein furchtbarer Fußballkommentar folgen wird?

Ich: Natürlich! Galatasaray – HSV 2:3. YEAH, VIERTELFINALE, BABY!

Trudi: Na ja… Aber immerhin kein Wort über diesen Typen im Weißen…“

Ich: Ich muss jetzt los zu meinem Praktikum im Weißen Haus, ich habe heute einen langen Termin mit Rahm Emanuel. Ach, ich freue mich.

Trudi: *seufz*

Murmelchen: Lieber einen Termin mit Rahm Emanuel im Weißen Haus als ein Rahmschnitzel mit Pommes im Gesicht.

Ich: Danke, Murmelchen. Du verstehst mich!

Trudi: Lauter Irre und Bekloppte hier... Gute Nacht!

Blogmaskottchen. Wirres Durcheinanderschmeißen von Themen. Und einfach mal herzhaftes Fluchen.

So. Ich möchte jetzt auch unbedingt ein Blogmaskottchen haben. Diverse Wiesel wuseln durch die Blogszene, bei Rüdiger tut eine klasse Schildkröte ihren Dienst, und hier? Zwar viele Hühner, Schweine und Was-weiß-ich-fürn-Getier, aber Maskottchen? Bisher Fehlanzeige. Doch nun ändert sich alles, „Change“ eben, als Praktikantin im Weißen Haus habe ich mit Veränderungen natürlich kein Problem.

Jawoll, hier ist es also: Ich präsentiere Murmelchen. Murmelchen ist ein Murmeltier. Ich hielt ihn erst für einen Biber, aber Murmelchen besteht darauf, ein Murmeltier zu sein. Er mag kein Holz, und außerdem schwört er auf seinen neunmonatigen Winterschlaf. So sei es:

blogmaskottchen

Murmelchen murmelt ab und zu etwas vor sich hin, was er als „Murmelchens Weisheiten“ bezeichnet. So murmelte er zum Beispiel vorhin:

„Lieber einen Uli Hoeneß in der Jauchegrube als ein Dirndl im Schrank.“

Dieses war seine Reaktion auf Hoeneß’ selten dämlichen Vorschlag, die GEZ-Gebühren um 2 Euro zu erhöhen, damit die notleidenden deutschen Fußballvereine irgendwann mal wieder, dank höherer TV-Einnahmen, die Champions League gewinnen.

Ulichen, dann kauf doch internationale Qualität ein, anstatt anderen deutschen Vereinen Spieler wegzukaufen, die zwar gut sind, aber für die Champions League häufig doch nicht ganz reichen. Vielleicht klappt es dann auch mit dem Sieg in der CL. Aber Hauptsache, wir haben erst mal die nationale Konkurrenz geschwächt, was? Und das ist Deutschlands bester Fußballmanager?

Andere Frage. Herr Zumwinkel & Co., jahrelang haben Sie uns erzählt, dass Ihre exorbitant hohen Gehälter/Pensionsregelungen gerechtfertigt seien, weil Sie, die Manager, ja diese große, hohe, ganz viel dolle Verantwortung für die zahlreichen Angestellten tragen. Und jahrelang haben wir das mehr oder weniger knurrend so hingenommen. Könnten Sie mir, da Sie ja nun genug Zeit haben, kurz erklären, wer wann wie von Ihrer Kaste die Verantwortung übernommen hat? Beispiele für Managerfehler gibt es genug. Wer von Ihnen sitzt denn nun im Knast? Oder bekommt zumindest mal Hartz IV, weil sein Vermögen zwecks Schadensbegrenzung beschlagnahmt wurde? Niemand? Oh. Könnten Sie mir bei Gelegenheit wenigstens verklaren, worin „Verantwortung tragen und dafür ganz viel Geld bekommen“ genau besteht? Ich habe glaube ich nur den zweiten Teil davon verstanden. Vielen Dank.

Und nun muss ich noch ein bisschen rumfluchen. Ich brauche das heute. Bitte bei Abneigung gegen F***-Wörter nicht runterscrollen und weiterlesen!

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„Fucknutsville“ — Rahm Emanuel über Washington (der Mann flucht übrigens ziemlich viel… Ich mag ihn. ;-) )

„Fucknutscompany“ — ich über die Irrenanstalt

Mein Dank geht an Rahm für diese Wortschöpfung. Und nun möchte ich verdammt noch mal wissen, warum ich mich anmotzen lassen muss, wenn ein Kollege nur lückenhaft Daten in SAP pflegt und sich dann wundert, dass das Analysetool, dessen Daten nun mal auf SAP basieren, einen falschen Durchschnitt errechnet. Hallo??? Ich möge das bitte auf die Fehlerliste nehmen. WTF???? Seit Jahren predige ich DATENQUALITÄT! Aber neiiiin, wozu denn? Arrrrgh!!! Jeder kann mal was vergessen, keine Frage, aber dann die Schuld beim IT-System zu suchen, ist irgendwie… hochgradig schwachsinnig??? Eine zehnminütige Diskussion mit mir zu führen, anstatt den Fehler in zehn Sekunden zu korrigieren, bringt uns dem großen Ziel — DEM F**** TOTALEN WAHNSINN — natürlich viel näher! Ich nehme jetzt jede falsche Dateneingabe auf die Fehlerliste. Oh. Sie hat 3285 Einträge. Und nun? — Das war nur eins von vielen Beispielen, so geht das momentan mehrmals täglich. Ich sage nur:

Caipiabend! Samstag!!!!