Ja, tatsächlich — es ist geschafft. Und wenn auch der Vorschlag von Muriel, auf den letzten Metern aufzugeben, gewissen Charme gehabt hätte, das liegt mir einfach nicht. Da mir aber bedauerlicherweise nichts Grandioses einfällt, wie es sich für den letzten Beitrag zu diesem Thema eigentlich gehört hätte, kommt hier nur ein kleines Resümee.
Kurzer Rückblick für Neuleser: Irgendwann im Juli las ich auf WordPress von der Aktion, einen Monat lang täglich zu bloggen. Das allein war mir zu öde, also bat ich meine Leser, Themen vorzuschlagen. Dabei kamen nicht nur normale Themen wie „geriffelte Kondome“, sondern auch völlig exotische Vorschläge wie „Hunde“ zum Vorschein. Nach einigen Tagen stellte ich alle Vorschläge zur Abstimmung, und „geriffelte Kondome“, übrigens ein Vorschlag von Markus, gewann ganz knapp vor „bescheuerte Satzzeichen“ — ebenfalls eine Idee von Markus.
Das Thema
Das Thema gefiel mir sehr gut, es passte zu dem durchgeknallten Blog hier. Es gab einige weitere schöne Vorschläge wie z. B. „Puscheligkeit“.
Die Umsetzung
Zuerst stand ich etwas ratlos davor, aber dann beschloss ich, ein bisschen Geld zu investieren und einige geriffelte, vor allem aber Spaßkondome zu kaufen, die mir vor allem bei der Besenstielkondom-Fotolovestory (für den Namen gebührt der Dank Hermione) eine große Hilfe waren, aber auch bei den Verwendungsmöglichkeiten, einem Rätsel und anderen Beiträgen zum Einsatz kamen.
Sehr blogtypisch war das erste „Riffelkondomstöckchen“, das leider nicht auf große Gegenliebe gestoßen ist. Es wurde — außer natürlich von mir — nur von Markus (zwangsweise) und natürlich von der Wunderbaren Welt des Wissens (freiwillig) bearbeitet. Ach ja, und von Berlusconi, das aber nur unter Androhung von Folter, und irgendwie zählt der Typ eh nicht.
Es gab noch einige andere Themen, wer diese verpasst hat — ich erinnere da nur an meine Entdeckung des idealen Riffelkondoms für Berlusconi –, dem sei die entsprechende Kategorie „NaBloPoMo“ ans Herz gelegt… Im Großen und Ganzen bin ich der Meinung, dass ich das Thema einigermaßen abwechslungsreich gestaltet habe. In irgendeinem Kommentar schrieb Markus, dass er sich das Bloggen über das Motto anders vorgestellt hätte, aber leider sprach er sich nie deutlicher darüber aus, so dass mir der Hinweis ein Rätsel blieb.
Und Rätsel sind nicht meine Stärke (frag nach bei Blinki).
Leserunterstützung
Hatte ich zum Glück reichlich. Sei es Aga80, der mich mit Hilfe eines Amazon-Screenshots auf die Idee für Cecilia Zyklopenkondom und Paul brachte und außerdem Ursache für meine kleine Bastelstunde mit dem mülltütenblauen Kondom war; Blinkfeuer, der mich darauf hinwies, dass die geriffelten Kondome auch in der Architektur eine wichtige Rolle spielten; und Rüdiger, der einige Fragen stellte, die ich sofort in eine FAQ-Aktion umbriegelte. Da gab es sicher noch mehr, aber das sind die Unterstützer, die mir gerade so einfallen. Motivierend waren auch alle, die einen oder mehrere Kommentare geschrieben haben. Vielen Dank an alle!
Das Beste
Für mich als Verzapfer des Ganzen schwer zu beurteilen. Ich fand den ersten Artikel über die Kunst („Kondoma Lisa“ usw.) nicht schlecht, auch die Fotostory hatte ihre Momente und war jedenfalls spaßig zu schreiben. Generell schön: Die vielen Möglichkeiten, Rahmi einzubauen.
Das Schwächste
Es waren einige sehr schwache Beiträge dabei, was zu erwarten war. Die Umfrage war eher ein Füllartikel, aus der Zusammenfassung „Kondom der Oper“ hätte man viel mehr machen können (qualitativ, nicht quantitativ), aber ich habe gerade in letzter Zeit etwas geschwächelt (aus privaten Gründen), und es gab noch ein paar andere Artikel, die mehr aus dem Zwang heraus, überhaupt etwas zu schreiben, entstanden sind.
Das Furchtbarste
Der Preis für den furchtbarsten Beitrag geht eindeutig an den Monsterpodcast. Diente aber alles der Abwechslung.
Erfahrung in Hinsicht auf zukünftige Aktionen
Mir hat’s im Großen und Ganzen auf jeden Fall Spaß gebracht, obwohl ich durchaus Tage hatte, wo ich mir wünschte, nicht bloggen zu müssen. Normalerweise habe ich mir ja immer mal ein, zwei Tage Auszeit vom Bloggen gegönnt, das ging hier nun nicht, Disziplin war angesagt. Zwar war ich zwei- oder dreimal etwas zu spät dran, aber das hatte ich mir selbst vorher gestattet, weil man ja manchmal einfach später zu Hause ist. Und die letzten Tage war zugegebenermaßen ziemlich die Luft raus.
Ich könnte mir schon vorstellen, so etwas Ähnliches noch mal zu starten, allerdings dann eher im Herbst oder Winter, wenn es kühler ist, ideal wäre natürlich der Februar statt eines Monats mit 31 Tagen. Und ich würde Euch dann sicher wieder um Vorschläge bitten, dann aber für die Umfrage nur die Themen nehmen, die mir gefallen. „Geriffelte Kondome“ war auf jeden Fall ein sehr gutes Motto, aber beinahe hätten die „bescheuerten Satzzeichen“ gewonnen, und das wäre extrem schwer geworden. Gut, dass ich mein Wahlrecht bis zum Schluss aufbewahrt hatte und somit die entscheidende Stimme geben konnte.
Ich bin eben eine große Strategin, aber das muss man als Welterobererin und -Herrscherin auch sein.
Und nun? Wird es sicher immer mal wieder monsterblogfreie Tage geben. Ich freue mich schon darauf, wenn ich nicht in Stimmung bin, den Rechner einfach ausgeschaltet zu lassen oder nur meinen Feedreader zu lesen! Das wird herrlich! Ganz ohne Aktionen wird der September aber nicht sein, habe ich doch noch drei spannende Aufgaben für mein Projekt „Ganz ohne was an fotografiert“ zu erledigen. Und ich werde versuchen, Daggi-Miniaturen zu backen. Von Untätigkeit kann also keine Rede sein.
Ich hoffe, dass Ihr auch ab und zu Spaß an der Aktion „Täglich über geriffelte Kondome bloggen“ hattet. Gute Methode gegen das Sommerloch… Wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr ja in den Kommentaren erzählen, was Euch gut gefallen hat, was eher langweilig war usw. Abschließend sage ich nur noch:
FERTIG!!!!
Sehe ich da Tränen? Womöglich der Trauer und nicht der Freude? Okay, hier ein kleiner Nachschlag in Sachen Verwendung von Kondomen (natürlich bevorzugt geriffelte): Ihr wisst ja alle, dass mit den matten Glühlampen nun Schluss ist. Ist aber nicht so schlimm: Einfach hitzebeständige Kondome über die klaren Glühlampen ziehen. Die Idee ist allerdings nicht von mir, sondern von Lichtkünstler Ingo Maurers.
Nun aber wirklich: THE END.



















