Schade…

… vor ein paar Tagen hatte ich ein wirklich großes Exemplar einer Winkelspinne im Keller. Wie immer, seitdem ich meine Winkelspinnenphobie überwunden habe, spendierte ich ihr einen Ausflug in den Garten (hoffentlich ohne Wiederkehr, aber man weiß ja nie).

Mist , das hätte ich doch niemals getan, hätte ich hiervon gewusst. Die Aussicht, dass ein VOX-Kamerateam mit allem drum und dran in meinen Keller einfällt, auf der Suche nach einer riesigen Winkelspinne, ist doch absolut entzückend, nicht wahr? Ganz zu schweigen von dem Spinnenexperten, der den Keller durchwühlt, weil ja das Tier eingefangen werden soll. Mensch, da hätte sich die Gelegenheit ergeben, mal freundlich in die Kamera zu winken und ein paar Leute zu grüßen… Und Daggi hätte einen großartigen Auftritt hinlegen können, damit endlich mal Qualitätsprogramm bei VOX Einzug hält.

Ich bin dann mal im Keller. Winkelspinnen suchen. Daggi guckt solange im Dschungel, vielleicht ist da ja sogar eine Vogelspinne…

Daggi_Dschungel

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Für den Spamfanclub und alle Lifestyle-People

Hi Guys,

totally cool, voll overhyper:

Blogrankingseltsam

Ich bin im Blog-Ranking, Kategorie „Life“, bei Wikio auf Platz 10. Wie ich das geschafft habe? Na, Lifestyle-Knowledge eben. Lifestyle ist ja mein zweiter und dritter Vorname, ich weiß alles über A – Z-Promis! Außerdem beachte man den Screenshot, ich beschäftige mich nebenbei auch noch mit High-Tech und Kultur. Aber People-Business, das ist der Burner. George Clooney! Lady Gaga! Barack Obama! FC Bayern München!

Vorgestern beim Caipiabend. Personen: Beste Freundin von allen (BFva), Mann von bester Freundin von allen (MvBF) und ich (ich).

BFva: „Und dann habe ich so durch das Programm gezappt und da war Gina-Lisa, die ihren ‘Best Buddy’ gesucht hat… Einen Kumpel, ein Mann, der keinen Sex von ihr will…“

Ich: Hm… (Anfrage ans Hirnzentrum: Kennen wir eine Gina-Lisa?)

BFva: „War ja klar, dass die nach Marc Terenzi erst mal die Schnauze von Männern voll hatte.“

Ich: (Antwort Hirnzentrum: Nee, nur eine Gina Wild.)

Ich: (Mist, muss fragen.) „Wer ist denn überhaupt Gina-Lisa?“

BFva: „Zack die Bohne!“

Ich: „Äh… was?“

BFva: „Die war bei ‘Germanys Next Top Model’. Die kam da nicht so gut klar und war auch ein bisschen dicker als die anderen.“

Ich: (Oh mein Gott, womöglich Kleidergröße 38??? Und so was zeigen die im Fernsehen? Berlusconi, hilf! Übernimm die deutsche TV-Landschaft!) „Aha… Das ist keine Bildungslücke.“

BFva: Erzählt weiter von der Sendung.

Ich: (Hirnzentrum stellt den Mechanismus für den Z-Promi-Datenvergessens-Sieb an.)

Ich: (Anfrage ans Hirnzentrum: Wer ist Marc Terenzi?)

BFva: Wechselt das Thema.

Ich: (Antwort Hirnzentrum: Wir haben schon mal von dem gehört, aber in welchem Zusammenhang war das noch mal…?)

Ich: (Und alle so: Yeaahh, wir haben schon von ihm gehört! Ich frage nicht!)

Wir wandten uns dann zunächst unwichtigeren Themen zu. Fußball. Boatengs Gelb-Rote Karte und meine Freude — hey, ab sofort keine Verletzungsgefahr mehr für ihn!

Nach dem Fußball. Rumgezappe, wir landen bei einer Raabshow. Irgendwas mit Stockcar Race. Z-Promis in Schrottautos versuchen, sich von der Rennstrecke zu crashen. Megafun! Endlich wieder Promis gucken. Auf einem Auto den Aufdruck „Lucy Sexergy“ gesichtet.

Ich: (Anfrage ans Hirnzentrum: Kennen wir eine Lucy Sexergy? — Antwort: Nein, alle Begriffe völlig unbekannt, wann kommt Caipinachschub?)

Ich: „Wer ist Lucy?“

BFva: „Lucy… Lucy von den ‘No Angels’, ‘ne andere kenne ich nicht.“

MvBF: „Ja, Lucy von den ‘No Angels’, die wird das wohl sein.“

Ich: (Innerlich jubelnd! Jaa, die kenne ich ja doch! Aber dass die mit Nachnamen Sexergy heißt, wusste ich nicht…) „Ach so, alles klar.“ (Nachtrag: Ich konnte das mit dem Nachnamen nicht glauben und googelte später danach. Das war nur der Sponsor. Sexergy ist nämlich — haltet Euch gut fest! — ein Premium Energy-Drink. Ist immer auf allen angesagten Events dabei und auf Malle sowieso. Nun sage noch mal jemand, dass man hier nichts lernt!)

So, wenn das nicht intimste Kenntnisse über die High und Low Society sind, dann weiß ich auch nicht! Diesen Beitrag werde ich mit „People“ taggen, voll überstylish.

Aber vorher gebe ich den Spamfans noch eine Ration lecker Spam. Heute im Angebot:

In searching for sites related to web hosing and specifically comparison hosting linux plan web, your site came up.

(Und das bei einem Artikel, der sich mit meiner Schwoap beschäftigte.) Hey, Spammer. 1. „Es ist Deutschland hier.“ Capito? GermanGuido says so. Und 2. Meine site cames sowieso always up, this is so. Erzähl mir das jetzt bloß nicht jeden Tag!

Und um zu beweisen, dass meine Seite wirklich bei jedem Thema ganz weit vorne ist, hier ein weiterer Spam:

Hi there, I found your blog via Google while searching for first aid for a heart attack and your post looks very interesting for me.

Ganz konsequent war dieser Kommentar unter einem Artikel, der „Hereinspaziert, Hilfsbedürftige“ hieß. Das denke ich doch, dass der Post very interesting looks, wie überhaupt alle Posts hier.

Zum Schluss schauen wir uns noch das hier an:

tadalafil
tadalafil

Und bevor Ihr bemängelt, was das für bedeutungsloses Stammeln unter einem wichtigen Beitrag wie „Elite-Team-Seite wieder da und zwei neue Mitglieder“ sei, lasst Euch sagen: Tadalafil gibt es wirklich. Was sich anhört, als ob die Jungs und Mädels in der Werbeagentur bei der Namensfindung zu viel getrunken/gekifft hätten, ist doch in Wirklichkeit ein wichtiges Medikament. Stichwort: Erektile Dysfunktion. Zu Einzelheiten hierzu fragen Sie bitte Silvio Berlusconi und hören sich das Elend stundenlang an.

So, ich bin der Meinung, mich heute wieder selbst übertroffen zu haben: Nicht nur Lifestyle-Input für Euren Brain, sondern auch Medikamentenlehre. Wenn Ihr mich nicht hättet…

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Bildungsfernsehen ahoi

Ja, es geht um O. Pocher, um wen sonst — bei der Überschrift völlig klar. Er soll ja vorm Start seiner Late Night Show folgendes gesagt haben:

„Leute ohne hohen Bildungsstand werden bei uns nicht mehr durchblicken. Boulevardesk werde ich mich komplett verabschieden.“

Eine Bildungssendung! Und ich so: Yeaahh! Genau das Richtige für mich, ich bin ja für meine gute Allgemeinbildung und mein Kulturwissen bekannt.

(Wie meinen? Der Spruch von Pocher sei ironisch gewesen? Ironisch, was ist das? Ach, halten Sie mich nicht mit solchen Exotenbegriffen auf, ich will hier von der Qualitätssendung berichten. Schlimm genug, dass ich die erste Sendung verpasst habe!)

Günther Jauch, der heutige Gast, wird vom Flughafen abgeholt und hat einen großen Koffer dabei. Erster Gag: „Ist da die Gage von RTL drin?“ Brüller!

Ansage beim Anmarsch des Gladiatoren P. ins Studio: „Hier ist der Mann, der immer gewinnt, auch auf Kunstrasen.“ Knaller!

Oliver P. widmet sich dann tagesaktuell einem gewissen Barack Obama (wer ist das?), der den Friedensnobelpreis (hä?) bekommen haben soll. Witz: „Barack wird bei der Verleihung einen Frack tragen, Michelle sagt, dass sie das kleine Schwarze nehmen würde, worauf Barack sagte: Nein, die Tochter bleibt hier.“ (Ach so, jetzt fällt es mir wieder ein, dass ist ja der Typ, bei dem ich mein Praktikum absolviere. Der Pocherwitz ist ja wohl der Hammer! Allerdings verstehe ich ihn nicht. Muss an meiner Allgemeinbildung arbeiten.)

„Wetten dass…“-Thema, irgendwas mit der Hunziker, die immer noch angegrapscht wird. Spannend. Ist ja jetzt mittlerweile der Bereich der Hochkultur, und das bleibt auch so. Ozzy Osbourne hat nach dem 19. Versuch seinen Führerschein gemacht. Megagag: „Nächstes Ziel: Seepferdchen.“ Sprüche über W. Houston. (Wenn das so weitergeht, habe ich mich zu Tode amüsiert, bevor die erste Werbepause kommt, das kann doch nicht gewollt sein.)

Geplapper mit Günther Jauch, manchmal ein bisschen zum Schmunzeln, aber besonders spannend sind Olivers Fragen nicht. „Kommen Sie überhaupt mal dazu, Urlaub zu machen?“ und ähnliches. Das geht spannender. (Blinkfeuer, kann ich Oliver mal zu Dir schicken, damit Du ihm Nachhilfe in Sachen Fragenstellen gibst?)

In einer Bildungssendung sollte Politik nicht fehlen. Tut sie natürlich auch nicht! Biene Merkel und Westerwilli haben ihren Auftritt: „Biene Maja“-Bilder, neu synchronisiert. Als Idee witzig, die Ausführung… hm… na ja. „Die Koalitionsparty“, Biene Merkel lallt herum und verwechselt Westerwilli mit Koch.

Zwischendurch Auftritt einer Sängerin, und — Applaus, Applaus, es ist Oliver gelungen, ganz normal mit ihr zu reden. Keine Sexwitzchen oder ähnliches. Ist der Mann womöglich gereift?

Man kann Oliver übrigens Aufgaben stellen. Das ist… äh… originell? (Das mache ich hier schon seit Jahren mit meiner Kunstaktion „Ganz ohne was an fotografiert“, das ist doch geklaut! Fühle mich natürlich sehr geschmeichelt.) Plapper-Pochi soll von einer 2o m hohen Klippe ins Meer springen. Es wird gezeigt, wie er erst 5 m und 11 m relativ gut bewältigt. Wegen der Spannung und so Werbeunterbrechung. Ich bin so nervös! Wird er springen? Spannender kann Bildungs-TV nicht sein.

Für die 20 m zieht Oliver sich eine knappe Badehose an und ermahnt die Zuschauerinnen, „nicht so schwanzfixiert zu sein“. Ganz seiner Meinung, frau sollte doch viel mehr hirnfixiert sein, gerade bei Philosophen-Pochi. (Memo an mich: Oliver die URL von Rasputinxxl geben. Kann ja nicht schaden.) Lange Rede, kurzer… äh… Sinn: Er ist gesprungen! Ja, das war wirklich mutig, das muss ich zugeben. Die Klippen sahen ganz schön gefährlich aus. Mich würde nichts und niemand dazu bringen, nicht mal BigPI, der mich immerhin schon mal zum Backen bewegen konnte. Wo war ich? Egal.

Dann Außenwette, Jauch muss Wettpate spielen. Michelle Hunziker, natürlich nicht die Echte, plappert dummes Zeug. Ein gewisser Chris („Wie heißt Du mit Nachnamen“ — „Tus.“) mit Dornenkrone auf dem Kopf (wegen der Hirnfixierung?) wettet, dass er mit einem Kettcar übern See fahren kann. Klappt natürlich nicht, „weil ich die 100 Stundenkilometer nicht erreicht habe“, Jauch muss Gymnastik turnen, kann aber die „Brücke“ nicht so richtig. Pochers Vater hat  einen Auftritt, der kann nämlich auch Gymnastik. Ich kann ja nur Caipirinha. Memo an mich: Einladungen zur Pocher-Show unbedingt ablehnen! Blamagegefahr! Ach ja, Chris Tus will noch mal mit einer Wette wiederkommen: 3 Tage tot sein und dann wieder auferstehen. Fake-Michelle: Ideal für die Ostersendung. Waaaahnsinn, wie hier sogar theologische Themen angerissen werden. (Ja, ja, zugegeben, ich musste erst mal recherchieren, was dieses Ostern ist, ich glaube, man muss doch mehr als nur eine sehr gute Allgemeinbildung haben, um O. P. folgen zu können.)

Fazit: Braucht Ihr nicht zu gucken, es sei denn, Ihr seid Genies, nur dann kann man den feinsinnigen Witz richtig würdigen.

Aber wir könnten uns mal eine fiese Aufgabe für Olli ausdenken. Nackt schlammcatchen gegen Berlusconi oder so was in der Art. Da ist alles drin, was die Hochkultur begehrt: Politischer Aspekt, Sport, Symbolik (Schlamm! Morast!)… Mehr geht nicht!

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Trash TV

Nachdem ich eben immerhin auf einen niveauvollen Artikel verlinkt habe, kommen wir nun wieder zum üblichen niedrigen Standard in diesem Blog. Qualitätsoffensive ist bei der Wärme leider nicht drin. :mrgreen:

Ich habe mir eine Casting Show komplett angeguckt! Verrückt, bekloppt, aber wahr. Vor einiger Zeit berichtete ich ja über den Skandal, dass man Rübenbrei TV dieses obercoole Format einfach geklaut hat. Und Donnerstag war es endlich so weit: „Giulia in Love?!“ startete. Eine Kollegin und ich haben beschlossen, diese Sendung bis zum Ende anzusehen. Warum? Wissen wir selbst nicht so genau, aber es bringt Spaß, in den Pausen über Schwachmaten zu lästern…

Und Fans lesen bitte gar nicht erst weiter, denn ich lasse kein gutes Haar an der Sendung. Wer die Überschrift gelesen hat, hatte sich so was womöglich schon gedacht… ;-)

Wer ist das überhaupt, diese männersuchende Lady? Giulia ist die Tochter vom Schlagerkomponisten Siegel, der wiederum ist der Typ, der bei jedem ESC mitmischen muss, egal für welches Land. Außerdem ist Giulia eine DJane, war schon im Dschungelcamp und hatte dort wohl immer „Rücken“, wenn ich einen Zeitungsartikel richtig in Erinnerung habe. Im Prinzip ist es aber völlig egal, wer diese Dame ist. Hauptsache, sie sucht ihren Mann fürs Leben in einer Casting Show und sie ist ein Z-Promi. Beim Fernsehsender hört sich die Vorstellung natürlich glamouröser an. „Sie ist auf jedem roten Teppich zu Hause, umgeben von vielen schönen Menschen“ etc. Sie leitet eine erfolgreiche „DJ-Booking-Agentur“. 3 Kinder hat sie auch noch, und sogar ein Buch geschrieben, an einem zweiten arbeitet sie zur Zeit. Fehlt eigentlich nur noch, dass Super-Giulia die Welt erobern wird, aber nein, das ist ja mein Part.

Wer sich nun fragt, wer um Himmels willen auf die Idee kommt, sich per Videobotschaft bei so einer Casting Show zu bewerben, bei der man nicht mal Superstar, sondern nur ein armes Beziehungsopfer werden kann, dem sei gesagt: Immerhin 856 Männer haben sich beworben. 60 hat Giulia ausgesucht und nach München eingeladen. Begeistert rufen diese 60 Kerle „Giulia, Giulia“, als sie vorfährt und die Treppe heraufschreitet.

Aber bevor wir die Highlights beleuchten, noch kurz die Anforderungen an den Zukünftigen: Er soll Ecken und Kanten haben, sie in Ruhe in der Küche kochen lassen, außerdem liebt Giulia es, Frau zu sein und ihren Mann zu bedienen, er soll erst mal in Ruhe nach Hause kommen, eine halbe Stunde Fernsehen gucken und ein Bierchen trinken. Traumhaft. Beim Auswahlprozess mischen noch eine gewisse Rebecca (beste Freundin) und der Weddingplanner Frank mit. Frank wird aber Froonk ausgesprochen, ganz Französisch. Das ist wichtig. Froonk möchte Leidenschaft, Power und Sex-Appeal sehen.

Zunächst bekommen wir einige Bewerber zu sehen, die ein bisschen dummes Zeug verzapfen dürfen. Dem Daniel kommt Giulia wie eine Fata Morgana vor. Highlight ist aber Mark, ein Psychologe, der erzählt, dass er gekommen sei, um Giulia zu heiraten, er hat zu Hause 2 Katzen. Giulia solle froh sein, so einen Mann wie ihn überhaupt kennenzulernen. Zu diesem Typen später mehr.

Als erstes tritt ein Oberfeldwebel vor die Jury (also Giulia, Rebecca und Froonk). Er findet Giulias grüne Augen bezaubernd, glaubt auch an Schutzengel und mag die gleiche Musik (elektronisches Gedöns). Giulia mag sein Lächeln.

Hartmut, der Basketballtrainer, betont, dass er sich niemals Sorgen um sein Selbstbewusstsein machen müsse, es sei immer da. Ganz lässiger, cooler Typ. Glaubt er zumindest von sich selbst. Zitat: „Ich mag es, wenn eine Frau mit den Augen *piep* kann.“ (Anmerkung: Wir überpiepen im deutschen Fernsehen auch F-Wörter? Ich dachte, das gäbe es nur in den USA. Egal, weiter im Takt.) Brabbelt noch irgendwas von Ausstrahlung und dass Schönheit allein ja nicht reiche, wenn die Ausstrahlung fehlen würde. Ahaaa.

Draußen kommentiert ein Maik im gelben T-Shirt den Auftritt nicht sehr positiv, er fragt sich, was so ein Auftreten solle. Maikiboy betont außerdem, dass er glaube, dass sein Penis länger sei. Wir kommen darauf noch zurück.

Wo sind eigentlich Berlusconi und Joschka Fischer? Sind die nicht sonst immer am Start, wenn es irgendwo die Möglichkeit gibt, eine junge, attraktive Frau zu beglücken/zu heiraten? Sind wohl im Vorentscheid ausgeschieden…

Auftritt Alessandro. Alessandro ist Mediaberater und Model. Sein Styling wird von Froonk sehr gut aufgenommen. „Perfekt gestylt, guter Look.“ Perfektes Denglisch, danke Froonk. Alessandro hat Trüffel mit, endlich mal ein Kavalier, der weiß, was sich gehört, nämlich dass man einer Frau lecker Naschzeug mitzubringen hat. Giulia ist skeptisch, er sieht ihr fast zu gut aus. Sie erzählt, dass sie mit den schönsten Männern der Welt zusammengearbeitet hat, und die waren alle hohl. Ohne Ausnahme, keiner konnte ihr was interessantes erzählen. G. fragt Alessandro, ob er tanzen könne, was er verneint. WTF, ein Model, das nicht tanzen kann? Oh Zeiten, oh Sitten… G. trägt ihm auf, bis morgen tanzen zu lernen, Alessandro, der übrigens Halbitaliener ist, verspricht dieses und bekommt ein Herz. Das ist ein gutes Zeichen, die Herzchenbekommer sind nämlich eine Runde weiter. Danach erzählt G. der Kamera und uns erst mal, dass man ja bei allein tanzenden Männern Rückschlüsse auf Bewegungsabläufe bei gewissen anderen Aktivitäten auf Holzunterlagen ziehen könne. [An dieser Stelle musste ich an den ehemaligen Balletttänzer Rahm Emanuel denken, aber das ist eine andere Geschichte.]

Danach Auftritt Fisch. Ich nenne ihn so, weil er kaum ein Wort sagt. G. fleht ihn an: „Sprich mit mir! Erzähl was über Dich!“ Und oh Wunder, es kann sprechen. „Stier, selbstbewusst, spontan.“ Huch, spontan stumm, toll. „Warum bist Du hier?“ Schweigen. Stummes Zeigen auf Giulia. Ahaaa.

Nächster Auftritt. Typ in Sandalen und mit einem kreischbunten Hemd. Hübsches Blumenmuster. „Ist das Dein Ausgehoutfit?“ Der Mann verneint, allerdings etwas zögernd. War sicher nur die Nervosität. Der bekommt im Leben kein Herz, so viel ist auf Anhieb klar.

Noch ein Typ. Ich habe mir die Namen nicht gemerkt, sorry. G. fragt: „Wo ist denn Deine Freundin?“ Aber die Freundin hat den Typen verlassen, wie er erzählt. Das muss man sich mal vorstellen! Die hat ihm ein Ultimatum gestellt! „Entweder Giulia oder ich!“ Na, das sind aber Sitten und Gebräuche! Die ist ja ‘ne ganz harte!

Das erste Highlight hat seinen Auftritt. Ein Mann in einem grünen, flauschigen, Froschganzkörperkostüm! G. küsst ihn flüchtig, findet die Idee ganz wunderschön und toll, nur leider „steckt ja immer noch ein Frosch drin und kein Traumprinz“. Tja, G., ich habe ja auch so meine Probleme mit einer Krötenarmee, da kannste nicht viel machen.

Ach Du liebes bisschen, Auftritt ungarischer Freiherr Sowieso. Im Rüschenhemd! Erst Ausschnitte aus seinem Bewerbungsvideo. Gehört dem wirklich dieses hochherrschaftliche Anwesen oder ist er ein Blender? Zurück zum Casting. Er trägt ein Gedicht vor. „Ich rette Dich in der Wüste… Ich bin der Wind, der Deine Haare streichelt. Ich bin der Soldat, der in der Schlacht verwundet wird.“ (Am Kopf? Ich denke, das erklärt einiges.) „Ich bin das ewige Geheimnis. Ich bin der Schmerz, der süchtig macht. Ich bin der Fels im Sturm. Ich bin der König, der alles hat und trotzdem nichts besitzt ohne Dich.“ Der Junge ist übrigens Doktorand der Philosophie. Hoffentlich bleibt er dabei und wendet sich nicht ganz der holden Dichtkunst zu. G. ist zwar entzückt vom Gedicht, aber er ist ihr zu romantisch und dann das Rüschenhemd!!!! Hier bin ich ausnahmsweise mal mit ihr einer Meinung. Freiherr fragt sich, ob es überhaupt noch romantische Frauen gibt. Vielleicht. Vielleicht gibt es sogar Frauen, die auf übertriebenes Geschwurbel stehen. Frag mal bei Berlusconis Verflossenen nach, denen müsste jeder Mann wie eine Verbesserung vorkommen.

Jetzt kommt Peter aus Berlin, ein Musiker. Er singt und spielt dazu Gitarre. Sein Gesang enthält Text wie „You are so sweet… I like your face and your shoes…“ (Ein Schuhfetischist? Obacht, G., aber wenigstens kein Regencapefetischist.) „Please take me.“ Der Gesang ist jetzt nicht so dolle, G. ist unentschlossen, erst mal kein Herz für Peter, aber was nicht ist, kann noch werden.

Und nun Auftritt Maik. Wir erinnern uns? Der Typ im gelben T-Shirt, der glaubt, dass sein Dödel größer als der von bestimmten Mitbewerbern ist. Und wie groß isser denn nun? „Als das letzte Mal gemessen wurde, 19,5 cm.“ Aha. Und an dieser Stelle bricht Berlusconi, der zwischenzeitlich mal wieder hier aufgetaucht ist, in der Hoffnung, Schniedellangmachpillen zu bekommen, beinahe in Tränen aus. Er schüttelt mich und brüllt „Das kann doch nicht stimmen, das gibt es doch nicht, oder? Das ist ja doppelt so lang wie meiner!“ Mit einem gezielten Tritt gelingt es mir, nicht erwürgt zu werden und darauf hinzuweisen, dass der sogar fast viermal so lang wie sein Schmaldödel sei. Rechnen kann der Berlusconi also auch nicht. Das elendig nach Rasputinxxl-Tabletten jammernde Bürschchen versuche ich nun so gut wie möglich zu ignorieren, denn es gibt ja so viel anderes zu sehen.

Ein Kerl präsentiert seinen Waschbrettbauch und verkündet, dass er so geblendet von G. sei, dass er sich auf nichts anderes mehr konzentrieren könne. Das kenne ich, allerdings nicht im Zusammenhang mit G.

Noch ein Bewerber. G. plaudert mit ihm über Make-up. Der Gute benutzt Permanent-Make-up-Kajal. Draußen erzählt er, dass sie ihn gefragt hätte, ob er bisexuell sei. Ich hätte ihn wohl eher gefragt, ob er doof sei. Es folgen ein Kuschelbär, ein Typ mit Glitzer-Rolling-Stones-Shirt, der mit ihr tanzt und so weiter.

Oh, mein Gott, was ist das???? Es ist dieser Psychologe! Mit Gehstock und Monokel! Er sieht aus wie ein Baron für Arme in der XXL-Doof-Variante! Hilfe!! Ach, das hübsche weiße Seidentuch muss natürlich auch erwähnt werden, sorry, hätte ich Euch beinahe unterschlagen. Der Typ heißt Mark und ist 53. 53 ist sein Alter, nicht der IQ. Er ist zu eitel, um eine Brille zu tragen. G. fragt, ob er auch den Froonk nehmen würde, falls es mit ihr nichts werden sollte. Psycho-Pseudo-Baron meint, dass müsse er sich dann erst mal gut überlegen, so gut gefalle er ihm eigentlich nicht. Er über G.: Sie sei eine wunderschöne, große, schlanke, interessante, unerreichbare Frau. G. legt los, dass sie ihn sehr sympathisch und interessant finde und sich gut vorstellen könne, mit ihm mehrere Gläser Rotwein zu leeren. (Ja — könnte ich mir auch vorstellen. Direkt über seinen Kopf.) Aber dann der Tritt in die empfindlichen Teile, natürlich nur symbolisch: Erotik empfinde sie nicht, sagt G. Na, das ist aber mal unglaublich, kann ich mir ja kaum vorstellen. Draußen zieht Pseudo-Baron erst mal richtig über die arme G. her: Es wäre eine Challenge für ihn gewesen, so eine Frau zu heiraten, aber dass die so arrogant sei, habe er ja nicht gewusst, das sei Arroganz hoch drei. So eine Zickerei, was für eine Frechheit, einen Mann wie ihn abzulehnen. Ja, wenn ihn die Streisand abgelehnt hätte, da wäre er am Boden zerstört gewesen, aber bei einer Giulia Siegel? Pah, egal! Die sei doch nur eine Tochter, sonst nichts. Ha, diesen Sahneschnittenpsycho würde die Streisand natürlich nie ablehnen! Ich auch nicht. Als Hofnarr bestimmt unbezahlbar.

8 Herzen sind verteilt, alle anderen müssen zittern, nur 21 Männer kommen in den „Recall“. Maiki ist sicher, ein Herz zu bekommen, er hätte ja das Haus gerockt. Giulia hat die Namen auf die Herzen geschrieben (hat die auch so’n schlechtes Namensgedächtnis wie ich???), und siehe da, Penis-Maik und Knuddelbär sind tatsächlich dabei. Nun ab in einen Club, wo G. an den Turn Tables steht und für elektronische Musik sorgt. Sie beobachtet interessiert die Kandidaten, denn eins ist wichtig: „Die müssen Partymachen können.“ Ist ja klar, sie ist DJane, da braucht sie einen talentierten Pistengänger.

Am nächsten Tag. Wir lernen Marlon kennen. Marlon ist der 14-jährige Sohn von G. Er plaudert mit den Kandidaten, einige biedern sich ziemlich gut an, aber Marlon ist nicht dumm. „Die haben dahergeredet, um Eindruck zu schinden.“ Hey, klug, von wem hat er die Intelligenz geerbt?

Philipp-Grinsebackenfeldwebel ist wieder am Start. Er will Pep in die Villa bringen, falls er mit einziehen dürfe. G. fragt, was er mit ihr machen würde, wenn sie ihm nicht gehorchen würde. (Er ist ja Oberfeldwebel, nech?) Hahahaha, ein paar Strafen vielleicht. G.: „Kann man das in die sexuelle Richtung übertragen?“ Ja, Grinsefeldwebel gibt auch in diesem Bereich gern die Richtung vor. Das mag G. ja. Wichtig beim Sexuellen: Sie wolle Frau sein, er müsse männlich sein und zupacken können. Aber bitte kein Zwei- bis Dreistunden-Akt (besser ist das, wenn man Rücken hat, gell?!) und kein Nachspiel. Er müsse sie verführen. Keine langen Gespräche. Mensch, vielleicht wäre der Berlusconi doch nicht so schlecht? Hahaha, kleiner Brüllwitzalarm zwischendurch!

Penis-Maik tritt auf. Und zieht sich aus! Urrgh! G. findet das auch total unangebracht und sagt irgendwas davon, dass Männer, die sich im Fernsehen ausziehen, ins Affenhaus gehören. Was denn, lasst die armen Affen in Ruhe! Tierschutzverein, obacht! Maik antwortet auf die Frage, wie sein erstes Mal gewesen sei: „Ja, war interessant halt, wir waren zu dritt.“ Aber der Dritte hat wohl geschlafen, an dieser Stelle bin ich gerade nicht bei der Sache, weil Berlusconi anfängt, nach einem Zollstock zu suchen und ich das Schlimmste befürchte.

Ein anderer Bewerber sagt, dass Penis-Maik bitte nicht mit in die Villa einziehen möge, er hätte Angst, dass die Dummheit abfärben könne. (Hatte ich schon erwähnt, dass 11 Auserwählte für sechs Wochen in eine Villa ziehen dürfen, wo sie sich irgendwie beweisen müssen usw.? Nein? Dann wisst Ihr es jetzt.)

Mit Knuddelbär spielt G. Pantomime. Er muss Filmszenen darstellen, die anderen raten. Dschungelbuch. (Probier’s mal mit Gemütlichkeit.) Der Pate. Der Knuddelbär heißt glaube ich Tobias und ist Kaufmann. Eigentlich kein unsympathischer Kerl, soweit man das von jemandem, der sich für so eine Sendung hergibt, behaupten kann…

Peter, der Musiker, war gestern nicht mit im Club, ja warum das denn nicht? Fragt sich G. und fragt sich auch der Rest der Welt. Oooch, Peter hatte so eine wahnsinnig anstrengende Woche. Eh, Schlaffi, so geht das nicht. Beim Sex OK, aber beim Partymachen ist ja nun mal Kondition angesagt. Oooh, er darf mit G. in einen extra Raum. Hier Romantik. Kerzenlicht. Ob das besser für ihn sei ohne die anderen zwei, fragt G. Ja, der schüchterne Peter nickt. Klar, nur die beiden und Millionen von Fernsehzuschauern. Total intim. Warum er denn einziehen wolle? „Ich möchte Dich besser kennenlernen…“ Boah ey, romantischer wird’s aber nicht mehr. G. ist angetan von seiner herzlichen, warmen, offenen Art, dieses schüchterne verspielte… und dann erst dieses spitzbübische Macholächeln.

Dat Model hat tatsächlich tanzen geübt. Besser ist das.

Noch einer darf in den Candlelightraum. (Hat der weiche Wände? Angebracht wäre es.) Der Typ schwärmt von Giulias Aussehen. G. insistiert, dass er mehr an ihr bewundern müsse als nur ihr Aussehen. Der arme Mann nickt und guckt etwas ratlos. Mensch, Junge, lob die Intelligenz! Die Intelligenz!! Notfalls auch den Charakter! Verdammt, ist denn das so schwer? Es muss doch nicht wahr sein, himmelherrgottarschundzwirnsakraverdammtnochmal!

G. erzählt noch mal, dass sie ja gut aussehende Typen wie Sand am Meer kennengelernt hätte, aber die wären alle plump und dumm gewesen. Kommen wir nun mal zum Schluss. G. verteilt Rosen und Kakteen. Hm, Penis-Maik bekommt eine Rose. Okay, warum nicht, so ganz ohne Reizfiguren ist so eine Casting Show ja langweilig. So ganz mit Reizfiguren eigentlich auch, aber egal. Ich stehe das jetzt durch. Hm, Peter, der Musiker bekommt einen Kaktus. Der Grinsefeldwebel auch?!?! WTF, was ist denn nun los?

Und dann der Knaller, Kracher, aber so was von voll originell. Alle stehen sie da mit ihren Stachelgewächsen, seien es nun Rosen oder ein Kaktus. G. fängt an etwas zu erzählen nach dem Motto, dass sie ein Kumpeltyp sei, mit dem man Pferde stehlen könne, bla-bla…. und sie hätte ja schon einige Geschenke bekommen, auch Rosen, aber sie sei nun mal der Kumpeltyp und deswegen kämen alle weiter, die einen Kaktus bekommen haben. So von wegen der Ecken, Kanten und Stacheln. Dumme Gesichter bei den Rosenkavalieren.

Tja, 11 Männer dürfen nun wie gesagt in eine Villa einziehen. Leider nicht der Psychopseudo-Baron und auch nicht der Penis-Maik, das heißt, dass meine beiden Lieblinge raus sind. :evil: Das finde ich jetzt nicht so okay von der Giulia. Hat die sich doch tatsächlich die halbwegs Sympathischen rausgesucht. Hey, und was ist mit dem Unterhaltungswert? An die Zuschauer denken, nicht an Dein persönliches Glück! Die muss noch viel lernen, bei Rübenbrei TV kommt die so aber nicht unter.

Fazit:

  1. Ich weiß, warum ich keine Casting Shows mag. Diese Show hat die Aversion nicht gemildert…
  2. Ich empfehle diese Sendung NICHT weiter, werde aber durchhalten! Stehe ja bei der Kollegin im Wort. Ob ich allerdings über weitere Folgen bloggen werde, weiß ich noch nicht… Und wehe, die Kollegin guckt nicht mit! Geteiltes Leid ist doppeltes Leid!

Die Ratgeberrunde findet erst morgen statt. Ich muss erst mal den Berlusconi wiederbeleben. Habe wohl etwas zu doll zugeschlagen, als er mir den Zollstock in die Hand drückte und sagte, ich solle mal messen. Mit so einem Zollstock kann man jemanden tatsächlich gut ins Land der geistig Abwesenden schicken. Andererseits: Da ist der Berlusconi doch eh ständig. Erst mal raus in den Garten werfen, frische Luft ist bestimmt gut. Sauerstoff und dieses Zeugs halt.

Gute Nacht.

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Betr. Welteroberung

Wie Ihr alle wisst, plane ich unter anderem, die Welt zu erobern, natürlich zusammen mit dem Elite-Team.

Nun gibt es ja das Problem, dass Monster im allgemeinen als furchterregend gelten, was, wenn man mich sieht, auch… ähm, wie auch immer, das ist auf jeden Fall sehr ungünstig, wenn man die Menschheit dazu bringen möchte, einem Monster zu folgen. Also habe ich schon vor Jahren bestimmte Maßnahmen eingeleitet.

Sympathie für Monster muss schon bei den kleinen Erdenbewohnern anfangen. Also ließ ich vor einigen Jahren via Rübenbrei TV diesen Film produzieren, der von einer nachtaktiven Monsterin handelt. Die Monsterin ist natürlich eine gaaaanz liebe!

Nun geht die Aktion weiter. Der Rübenbrei TV-Ableger KI.KA sendet seit kurzem die TV-Serie. Man beachte:

„Für ihre Eltern und all die anderen Monster ist Molly die Liebste und Größte…“

Ganz genau! (Das mit den Fehlern sollte man nicht überbewerten, es soll die Monsterin nur etwas menschlicher machen.) Knuddelig, oder? Und ich habe das Monster einfach mal nach der weltbesten Cockerspaniel-Hündin nennen lassen. Ja, so bin ich. Wer würde nun noch einer Agakröte folgen wollen, wo doch Monster so lieb, nett, kuschelig, klug, weise, nachtaktiv und überhaupt ganz großartig sind?

Brillante Taktik, nicht wahr? Seltsam, dass die Parteien noch nicht darauf gekommen sind, Schnuller und Bilderbücher mit ihrem Parteilogo zu verteilen. Und Frank-Walter als Teddybär wäre ja wohl der Renner, da quengeln die lieben Kleinen ihren Eltern solange die Ohren voll, bis sie das Frank-Walter-Bärchen zum Kanzler wählen! Ja, wenn die mich als Wahlkampfberaterin hätten…

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Noch ein Stöckchen

Als Kalle neulich las, dass ich mich immer über Stöckchen freue, hat er mir gleich eins zugeworfen. Vielen Dank, Kalle!

Welche fünf Serien haben Euch in der Kinder-/Jugendzeit begleitet, welche kommen Euch sofort in den Kopf?

Mir fallen spontan Trickfilmreihen ein:

  • Bugs Bunny, Road Runner, Duffy Duck und wie sie alle hießen
  • Tom & Jerry
  • Speedy Gonzalez (die schnellste Maus von Mexiko)

Was ich gar nicht mochte, waren die Donald-Duck-Filme, und das, obwohl ich Donald-Duck-Comics in rauen Mengen gelesen habe. Aber die Stimme Donalds in den Filmen ging mir wahnsinnig auf die Nerven.

Außerdem, aus der ganz frühen Kindheit:

  • Barbapapa (davon hatte ich als Kind natürlich alle Figuren, die fand ich großartig, und der Schwarze war sogar puschelig!)
  • Sandmännchen

Und natürlich „Lassie“ — ganz klar! :-)

6 statt 5, na, egal, ich schieb’s auf meine Rechenschwäche.

Schnappt Euch das Stöckchen bitte reichlich und schwelgt in Erinnerungen.

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Das ist ja wohl unerhört!

Nun guckt Euch diese Riesensauerei mal bitte an. Das ist doch geklaut. Rübenbrei TV hatte ein ähnliches bahnbrechendes Format in der Schublade, muss ich das nun einstampfen? Es sollte heißen: „Fellmonster in Love?! Fellmonster sucht bei uns den Mann für solange sie es mit dem Typen bzw. der Typ mit ihr aushalten kann.“

Geplant waren 200 Folgen mindestens, und selbst der Text klingt so ähnlich wie nun der bei diesem Klau-TV-Sender! Die:

Sie ist jung, sie ist prominent und sie ist supersexy. Doch den richtigen Partner fürs Leben hat Giulia Siegel bislang noch nicht gefunden. In Giulia in Love?! will die Münchener DJ nun endlich den Mann ihres Herzens finden.

Rübenbrei TV:

Sie ist nicht mehr ganz jung, zum Glück nicht prominent, aber die künftige Weltherrscherin. Doch den richtigen Partner für sagen wir mal einige Wochen hat das Monster noch nicht gefunden. In ‘Felli in Love?!’ will die Hamburgerin nun endlich den Mann ihres Herzens finden, damit sie etwas zum Bloggen hat.

Klau-TV:

Bist du der Mann, der Giulias Herz erobern kann? Giulia selbst beschreibt sich als sehr hilfsbereit, verantwortungsbewusst, familiär, humorvoll, zuverlässig und als gute Köchin. Ihre Freunde und ihre Familie sind der dreifachen Mutter sehr wichtig. Sie ist eine Perfektionistin und kann anderen Menschen schnell etwas verzeihen. „Auf der anderen Seite kann ich aber auch sehr dickköpfig sein“, lacht die 34-Jährige. Mein zukünftiger Partner sollte diese Charaktereigenschaft möglichst nicht haben. Ich liebe es, wenn ein Mann ein bisschen ein Macho ist, und ich lasse ihn das auch gerne sein.“

Rübenbrei TV:

Bist Du der Mann, der Fellis Herz erobern kann? Das Monster selbst beschreibt sich als bekloppt, verantwortungslos, aggressiv und Nichtköchin. Ihre Freunde wären ihr sehr wichtig (wenn sie welche hätte), und sie mag ihre Hühnerschar. (Vor allem als Hühnerfrikassee.) Sie ist eine Perfektionistin und erwartet dieses auch von anderen. „Ich bin außerdem immer im Recht und es wäre gut, wenn der Mann dieses von Anfang an akzeptiert“, grummelt sie. „Ich liebe es, wenn ein Mann ein bisschen ein Sklave ist und ich lasse ihn das auch gern sein, vor allem bei der Hausarbeit.“

Klau-TV:

Aus allen Bewerbern wird sich Giulia zehn Single-Männer aussuchen, die gemeinsam in eine Münchener Villa einziehen. Unterstützung bekommt sie von ihrer besten Freundin Rebecca und ihrem guten Freund, dem Weddingplaner, Frank Matthée. Beide stehen der Agentur-Inhaberin mit Rat und Tat zur Seite. Um die zehn Männer näher kennen zu lernen, lädt Giulia sie im Laufe der Zeit zu verschiedenen Einzel-, und Gruppen-Dates ein. Gemeinsames Tretboot fahren im Englischen Garten, Kochen in Giulias Wohnung oder Karaoke singen auf einer Party. Hier wird sich zeigen, mit wem Giulia auf einer Wellenlänge schwimmt.

Rübenbrei TV:

Das Fellmonster wird alle Bewerber zulassen, denn es möchte niemanden diskriminieren. Die Bande zieht irgendwo, möglichst weit weg von der Welteroberungszentrale, in eine baufällige Hütte ein. (Mehr war im Budget nicht drin.) Um die Typen näher kennenzulernen, lädt das Fellmonster sie zu Einzel- und Gruppensitzungen ein, in denen sie deren Psychosen therapieren wird. Außerdem werden die Caipizubereitungsqualitäten der Männer getestet. Hier wird sich zeigen, mit wem das Fellmonster eventuell aus einem 5-Liter-Glas trinkt.

Klau-TV:

Am Ende einer Woche hat Giulia dann die Qual der Wahl. Wer hat sie in dieser Woche am meisten beeindruckt? Wer bekommt weiter die Chance, ihr Herz zu erobern? Bei jeder Entscheidung wird Giulia immer etwas ganz Persönliches verschenken. Schafft es ein Mann, Giulia so zu entflammen, dass sie ihm schließlich sogar den Schlüssel zu ihrer Wohnung anvertraut?

Rübenbrei TV:

Am Ende einer langen Zeit hat das Fellmonster vielleicht noch die Qual der Wahl, es sei denn, alle Kandidaten sind mittlerweile geflüchtet. Da die besten Exemplare vorher angekettet wurden, ist damit aber nicht zu rechnen. Jedem Loser wird Felli etwas Persönliches schenken (sofern noch genug verrotteter Fisch da ist). Wird es einem von den Männern gelingen, das Fellmonster zu entflammen, so dass sie den Schlüssel zur Welteroberungszentrale herausrückt? (Obacht: Fell brennt gut.)

Mal ehrlich: Geht doch gar nicht, oder?!

Ich könnte natürlich auf die alte Methode der Kontaktanzeigen zurückkommen, z. B. so ähnlich.

Original:

boser_osterhase

Meine Version:

Weder der sch*** Osterhase noch der ätzende Weihnachtsmann und schon gar nicht die böse Zahnfee hat ihn gebracht, jetzt muss die Zeitung ran, das ist ein Befehl! „Suche reichen Mann mit großer Leidensfähigkeit.“ Sie, fast 40, weder tag- noch nacht-, dafür aber voll welteroberungstauglich, ohne Alt- und Neulasten. Chiffre bla-bla…

Wenn da nicht einiges geht, weiß ich auch nicht… (Eigentlich müsste ich spaßeshalber wirklich mal so eine Annonce aufgeben, nur mal um zu testen, ob sich Verrückte oder Spaßvögel melden würden.)

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Fotocontent, Teil 2: Fotospiel April 2009

Bisher erstaunlich geringe Beteiligung bei meinem epochalen Fotospiel, aber nun komm ich:

fotospiel_april

Ich hoffe, alle Themen erwischt zu haben. Als da wären:

„Bernd das Brot“ (s. links, der kurzarmige Typ mit den Fußbällen).

„Hollandrad“. Eindeutig ein Hollandrad, zu erkennen an dem „Oranje“-Wuppie, der sich von einem kleinen Schaf durch die Gegend chauffieren lässt. Unglaublich. Ich denke, dass irgendwo ein Fußballspiel stattfindet, Berndi mit den Bällen, dieser Oranje-Wuppie…

Weiter geht’s. „Es ist nur Musik“, dargestellt durch das Blechschild mit „His Master’s Voice“.

Und „ganz nebenbei“ habe ich noch ein kleines Schweinchen mit ins Bild geschmuggelt. Außerdem habe ich ganz nebenbei das Schild an Berndis Rücken gelehnt.

(Ist Euch schon mal aufgefallen, wie häufig Barack Obama „all right“ sagt? Tut nix zur Sache, ist mir nur gerade aufgefallen. Hier läuft „ganz nebenbei“ ein Video von seinem Online Town Hall.)

Zu guter letzt noch die „Oberwelten“. Ich habe einfach mal meinen Heimatplaneten, Knäcke IV, in Miniatur mit abgelichtet. Man beachte das schöne Grün. Wir nennen ihn auch den „Grünen Planeten“. Knäcke IV ist definitiv eine Oberwelt, denn wo Fellmonster sind, ist immer oben. (Ächz. Arg um 100 Ecken gedacht, oder?)

Zum Schluss noch zu etwas völlig anderem: Dies hier geht doch wohl gar nicht, oder?

weristangelamerkel

„Ich bin jetzt ausgewält.“ (Was soll das sein? Ist wäl so was wie Wal, nur die Steigerung?)

„Sie sind als möglicher Gewinner eines Laptop!“ Ist das so etwas Ähnliches wie die Drohung: „Sie sind des Todes!“? Diese Umgangsformen gefallen mir nicht.

„Wer ist Angela Merkel?“ Weiß ich doch nicht! Ich schätze mal, die Ur-Ur-Ur-Ur-Oma von Max Merkel, dem berühmten Fußballtrainer, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Sollten die anderen 9 Fragen auch so schwer sein, werden Sie Ihr trendy Laptop aber nicht los, das sage ich Ihnen!

Ich habe auch noch ein Rätsel für Euch: Wer ist zur Zeit US-Präsident?

a) Barack Obama

b) Bernd das Brot

c) Max Merkel

d) aga80

Ihr habt noch den Zuschauerjoker, außerdem dürft Ihr Rahm Emanuel anrufen, und wenn das auch nicht hilft, wählt Ihr einfach a, damit liegt Ihr immer richtig. Ruft jetzt an. Der Zufallsbuzzer läuft und wird innerhalb der nächsten 15 Jahre zuschlagen!

Ich sag mal:

Schlauer werden mit Phoenix

Das Experiment mit Gastautoren hat sich nicht bewährt. Hier mein erster Versuch mit einem gewissen Oliver P., so eine Art It-Girl, nur als Mann, er selbst behauptet allerdings, dass er Comedian sei. Mit dem jedenfalls nie wieder!

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Da dachte ich mir, guck doch mal ein anderes Programm als immer nur RTL2. Also Phoenix soll ja so schlau machen, sagt man ja immer. Eigentlich war’s aber nur ein Versehen, bin mit diesen vielen Nummern auf der Fernbedienung total durcheinander gekommen, muss das sein, so viele Zahlen? Egal, ich erst mal im Videotext geguckt, was die überhaupt so bieten. Ey, Wahnsinn, da macht schon der Text voll schlau. Guck:

fortbildung_mit_phoenix

Das Programm ist ja krassextrembildungsmäßig drauf. Dieser Barack Obama, von dem man in letzter Zeit so viel hört, ist also US-amerikanischer Präsi. Cool, das ist ja das Land, wo die Cola wächst, das weiß ich schon!

Und diese Angela Merkel (nie gehört) ist Bundeskanzlerin. Ich bin jetzt schon viel schlauer als vorher, also vor Freitag, als ich das gelesen hab. Wenn ich jetzt noch rausbekomm, von welchem Land diese Merkel Bundeskanzlerin ist, bin ich total viel doll gebildet, viel mehr als diese anderen Comedians. Die sind alle blöd! Und keiner kann so gut den Kahn nachmachen wie ich! Ich bin der Größte!

Euer Oliver P.

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Ich glaube, ich verzapfe meinen Schwachsinn hier demnächst doch wieder alleine bzw. mit meiner Hühnerschar. Trudi, jag die Bewerbung dieses Mario B. bitte durch den Reißwolf. Danke.

Dass Phoenix aber die Staats- und Regierungschefs nicht exakt zählen konnte, ist bedauerlich. So lerne ich ja nie, mit Zahlen umzugehen. Mist!

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Neue tolle Fernsehserie…

… aber leider nicht auf Rübenbrei TV. Ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte der Casting-Shows steht vor der Tür:

„Der Starpraktikant — Für diesen Job wirst Du alles tun!“

So die Ansage des ausstrahlenden Fernsehsenders. Kurzum: Bei ganz tollen Firmen werden ganz außergewöhnliche Praktika angeboten, drei Menschen, ein Praktikumsplatz, großes Castinggekämpfe und Geweine, wer wird siegen, halt das übliche… In der ersten Folge duellieren sich drei „Fashion-Victims“ (O-Ton TV-Sender, sorry Roland), um der erste Praktikant der Firmengeschichte bei Ed Hardy zu werden. Ed Hardy ist ein Trend-Modelabel, ich bin dem Sender sehr dankbar, dass er dieses erwähnt, ansonsten hätte ich wieder guglhupfen müssen.

Und was wird sonst noch so geboten?

  • Teppichdesign „Fashion for Floors“ in Monaco. Ach, da könnte man sich gleich mal in so einen Teppichlappen einwickeln lassen, das gab’s doch alles schon, wenn auch historisch nicht verbürgt…
  • Filmvermarkter „Propaganda GEM“ in Los Angeles. Auch eher öde.
  • Lifestyle-Magazin „InStyle“ in München. Aga, da kannst Du Dich bewerben, ist ja quasi vor Deiner Haustür, das kannst Du so nebenbei wuppen und Deiner Krötenarmee so ein richtig stylishes Outfit verpassen lassen.
  • „Buddha-Bar-Sterne-Hotel“ in Prag. Das erinnert mich an meine neue Religion, und „Bar“ hört sich auch nicht unsympathisch an, aber wo ist der notwendige SAP-Anteil?
  • Musikmagazin „Rolling Stone“ in New York. Das einzige, was halbwegs interessant klingt…
  • Luxus-Restaurant und Society-Caterer „Mosimann’s London“. Der Herr Müller von Schalke hat nun ganz viel Zeit für Luxus-Restaurants, der könnte sich doch dort bewerben, und Kontakte zu Beinahe-Stars (Kevin K.) hat er auch.
  • Starfotograf Roger Moenks in Los Angeles und New York. Starfotografin bin ich ja nun spätestens seit meiner aufregenden Kunstaktion „Ganz ohne was an fotografiert“ selber, dafür brauche ich kein Praktikum mehr.

Anstatt mich lange darüber zu ärgern, dass Rübenbrei TV dieses Format nicht ausstrahlt, habe ich das getan, was alle Fernsehsender machen: Dreist abgekupfert. Sehen Sie also demnächst auf Rübenbrei TV:

„Der Superpraktikant — Für diesen Job wirst Du töten!“

Meine Praktika sind natürlich viel toller als die von „Der Starpraktikant“. Folgendes wird geboten:

  • Roland Koch. Ministerpräsident werden und bleiben, obwohl einen eigentlich keiner leiden kann, das lernst Du nur hier.
  • Klinsi. Hier lernt der Praktikant, wie man einen ätzenden Fußballverein erfolgreich in die Krise führt.
  • Berlusconi. Hat sich freiwillig bereiterklärt, einen Platz zur Verfügung zu stellen, aber nur für eine Frau, die sich für keinen Job zu schade ist. Na ja, hierfür hat sich seltsamerweise keine beworben. Rätselhaft. Sehr merkwürdig. Verstehe ich eigentlich gar nicht. Stattdessen werden sich also drei Gummipuppen duellieren; die üben schon, wie sie sich ganz schnell selbst die Luft ablassen können, bevor Berlusconi auftaucht. So richtig wild auf den Praktikumsplatz sind die scheinbar auch nicht.
  • Goldman Sachs (dankenswerterweise eingesprungen für Lehman Brothers). Möchtest Du auch mal Investmentbanker werden und eine kleine Weltwirtschaftskrise auslösen? Dann ist dieses Praktikum genau das richtige für Dich!
  • Mißfelder. Du willst auch irgendwann mal ein kleiner, jungdynamischer Politikera*** werden? Philipp „The Mistman“ Mißfelder zeigt, wie’s geht.
  • Rübenbrei TV. Praktikum, wie man es kennt und liebt. Schuften bis zum Umfallen ohne Bezahlung, aber dabei sein, wenn ein aufstrebender Fernsehsender wächst und wächst und wächst… Trudi Träumlich zeigt Euch, wie man Träume deutet. Den Sauspielern aus der Schwoap „Schweine! Schweine! Wege zum Filetstück!“ dürft Ihr den Rücken schrubben und etwas zu trinken bringen.
  • Sarkozy. Er weiß eigentlich gar nicht, wofür das alles gut sein soll, muss aber immer überall dabei sein und ständig von allem etwas abbekommen. Bewerbt Euch und seht zu, wie Ihr aus dem Schlamassel rauskommt.
  • Mehdorn. Hier lernst Du mehr über Spionage als beim BND. Das solltest Du Dir nicht entgehen lassen.

Die Programmgestalter von Rübenbrei TV erwarten mit Spannung Eure Bewerbung. Sie sollte folgende Daten enthalten:

  • Eure Körpergröße
  • Warum ist Euch der Praktikumsplatz so wichtig, dass Ihr dafür sogar töten würdet?
  • Wie viel würdet Ihr bezahlen bzw. welche Gegenleistungen würdet Ihr erbringen?
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