Nachdem ich eben immerhin auf einen niveauvollen Artikel verlinkt habe, kommen wir nun wieder zum üblichen niedrigen Standard in diesem Blog. Qualitätsoffensive ist bei der Wärme leider nicht drin.
Ich habe mir eine Casting Show komplett angeguckt! Verrückt, bekloppt, aber wahr. Vor einiger Zeit berichtete ich ja über den Skandal, dass man Rübenbrei TV dieses obercoole Format einfach geklaut hat. Und Donnerstag war es endlich so weit: „Giulia in Love?!“ startete. Eine Kollegin und ich haben beschlossen, diese Sendung bis zum Ende anzusehen. Warum? Wissen wir selbst nicht so genau, aber es bringt Spaß, in den Pausen über Schwachmaten zu lästern…
Und Fans lesen bitte gar nicht erst weiter, denn ich lasse kein gutes Haar an der Sendung. Wer die Überschrift gelesen hat, hatte sich so was womöglich schon gedacht…
Wer ist das überhaupt, diese männersuchende Lady? Giulia ist die Tochter vom Schlagerkomponisten Siegel, der wiederum ist der Typ, der bei jedem ESC mitmischen muss, egal für welches Land. Außerdem ist Giulia eine DJane, war schon im Dschungelcamp und hatte dort wohl immer „Rücken“, wenn ich einen Zeitungsartikel richtig in Erinnerung habe. Im Prinzip ist es aber völlig egal, wer diese Dame ist. Hauptsache, sie sucht ihren Mann fürs Leben in einer Casting Show und sie ist ein Z-Promi. Beim Fernsehsender hört sich die Vorstellung natürlich glamouröser an. „Sie ist auf jedem roten Teppich zu Hause, umgeben von vielen schönen Menschen“ etc. Sie leitet eine erfolgreiche „DJ-Booking-Agentur“. 3 Kinder hat sie auch noch, und sogar ein Buch geschrieben, an einem zweiten arbeitet sie zur Zeit. Fehlt eigentlich nur noch, dass Super-Giulia die Welt erobern wird, aber nein, das ist ja mein Part.
Wer sich nun fragt, wer um Himmels willen auf die Idee kommt, sich per Videobotschaft bei so einer Casting Show zu bewerben, bei der man nicht mal Superstar, sondern nur ein armes Beziehungsopfer werden kann, dem sei gesagt: Immerhin 856 Männer haben sich beworben. 60 hat Giulia ausgesucht und nach München eingeladen. Begeistert rufen diese 60 Kerle „Giulia, Giulia“, als sie vorfährt und die Treppe heraufschreitet.
Aber bevor wir die Highlights beleuchten, noch kurz die Anforderungen an den Zukünftigen: Er soll Ecken und Kanten haben, sie in Ruhe in der Küche kochen lassen, außerdem liebt Giulia es, Frau zu sein und ihren Mann zu bedienen, er soll erst mal in Ruhe nach Hause kommen, eine halbe Stunde Fernsehen gucken und ein Bierchen trinken. Traumhaft. Beim Auswahlprozess mischen noch eine gewisse Rebecca (beste Freundin) und der Weddingplanner Frank mit. Frank wird aber Froonk ausgesprochen, ganz Französisch. Das ist wichtig. Froonk möchte Leidenschaft, Power und Sex-Appeal sehen.
Zunächst bekommen wir einige Bewerber zu sehen, die ein bisschen dummes Zeug verzapfen dürfen. Dem Daniel kommt Giulia wie eine Fata Morgana vor. Highlight ist aber Mark, ein Psychologe, der erzählt, dass er gekommen sei, um Giulia zu heiraten, er hat zu Hause 2 Katzen. Giulia solle froh sein, so einen Mann wie ihn überhaupt kennenzulernen. Zu diesem Typen später mehr.
Als erstes tritt ein Oberfeldwebel vor die Jury (also Giulia, Rebecca und Froonk). Er findet Giulias grüne Augen bezaubernd, glaubt auch an Schutzengel und mag die gleiche Musik (elektronisches Gedöns). Giulia mag sein Lächeln.
Hartmut, der Basketballtrainer, betont, dass er sich niemals Sorgen um sein Selbstbewusstsein machen müsse, es sei immer da. Ganz lässiger, cooler Typ. Glaubt er zumindest von sich selbst. Zitat: „Ich mag es, wenn eine Frau mit den Augen *piep* kann.“ (Anmerkung: Wir überpiepen im deutschen Fernsehen auch F-Wörter? Ich dachte, das gäbe es nur in den USA. Egal, weiter im Takt.) Brabbelt noch irgendwas von Ausstrahlung und dass Schönheit allein ja nicht reiche, wenn die Ausstrahlung fehlen würde. Ahaaa.
Draußen kommentiert ein Maik im gelben T-Shirt den Auftritt nicht sehr positiv, er fragt sich, was so ein Auftreten solle. Maikiboy betont außerdem, dass er glaube, dass sein Penis länger sei. Wir kommen darauf noch zurück.
Wo sind eigentlich Berlusconi und Joschka Fischer? Sind die nicht sonst immer am Start, wenn es irgendwo die Möglichkeit gibt, eine junge, attraktive Frau zu beglücken/zu heiraten? Sind wohl im Vorentscheid ausgeschieden…
Auftritt Alessandro. Alessandro ist Mediaberater und Model. Sein Styling wird von Froonk sehr gut aufgenommen. „Perfekt gestylt, guter Look.“ Perfektes Denglisch, danke Froonk. Alessandro hat Trüffel mit, endlich mal ein Kavalier, der weiß, was sich gehört, nämlich dass man einer Frau lecker Naschzeug mitzubringen hat. Giulia ist skeptisch, er sieht ihr fast zu gut aus. Sie erzählt, dass sie mit den schönsten Männern der Welt zusammengearbeitet hat, und die waren alle hohl. Ohne Ausnahme, keiner konnte ihr was interessantes erzählen. G. fragt Alessandro, ob er tanzen könne, was er verneint. WTF, ein Model, das nicht tanzen kann? Oh Zeiten, oh Sitten… G. trägt ihm auf, bis morgen tanzen zu lernen, Alessandro, der übrigens Halbitaliener ist, verspricht dieses und bekommt ein Herz. Das ist ein gutes Zeichen, die Herzchenbekommer sind nämlich eine Runde weiter. Danach erzählt G. der Kamera und uns erst mal, dass man ja bei allein tanzenden Männern Rückschlüsse auf Bewegungsabläufe bei gewissen anderen Aktivitäten auf Holzunterlagen ziehen könne. [An dieser Stelle musste ich an den ehemaligen Balletttänzer Rahm Emanuel denken, aber das ist eine andere Geschichte.]
Danach Auftritt Fisch. Ich nenne ihn so, weil er kaum ein Wort sagt. G. fleht ihn an: „Sprich mit mir! Erzähl was über Dich!“ Und oh Wunder, es kann sprechen. „Stier, selbstbewusst, spontan.“ Huch, spontan stumm, toll. „Warum bist Du hier?“ Schweigen. Stummes Zeigen auf Giulia. Ahaaa.
Nächster Auftritt. Typ in Sandalen und mit einem kreischbunten Hemd. Hübsches Blumenmuster. „Ist das Dein Ausgehoutfit?“ Der Mann verneint, allerdings etwas zögernd. War sicher nur die Nervosität. Der bekommt im Leben kein Herz, so viel ist auf Anhieb klar.
Noch ein Typ. Ich habe mir die Namen nicht gemerkt, sorry. G. fragt: „Wo ist denn Deine Freundin?“ Aber die Freundin hat den Typen verlassen, wie er erzählt. Das muss man sich mal vorstellen! Die hat ihm ein Ultimatum gestellt! „Entweder Giulia oder ich!“ Na, das sind aber Sitten und Gebräuche! Die ist ja ‘ne ganz harte!
Das erste Highlight hat seinen Auftritt. Ein Mann in einem grünen, flauschigen, Froschganzkörperkostüm! G. küsst ihn flüchtig, findet die Idee ganz wunderschön und toll, nur leider „steckt ja immer noch ein Frosch drin und kein Traumprinz“. Tja, G., ich habe ja auch so meine Probleme mit einer Krötenarmee, da kannste nicht viel machen.
Ach Du liebes bisschen, Auftritt ungarischer Freiherr Sowieso. Im Rüschenhemd! Erst Ausschnitte aus seinem Bewerbungsvideo. Gehört dem wirklich dieses hochherrschaftliche Anwesen oder ist er ein Blender? Zurück zum Casting. Er trägt ein Gedicht vor. „Ich rette Dich in der Wüste… Ich bin der Wind, der Deine Haare streichelt. Ich bin der Soldat, der in der Schlacht verwundet wird.“ (Am Kopf? Ich denke, das erklärt einiges.) „Ich bin das ewige Geheimnis. Ich bin der Schmerz, der süchtig macht. Ich bin der Fels im Sturm. Ich bin der König, der alles hat und trotzdem nichts besitzt ohne Dich.“ Der Junge ist übrigens Doktorand der Philosophie. Hoffentlich bleibt er dabei und wendet sich nicht ganz der holden Dichtkunst zu. G. ist zwar entzückt vom Gedicht, aber er ist ihr zu romantisch und dann das Rüschenhemd!!!! Hier bin ich ausnahmsweise mal mit ihr einer Meinung. Freiherr fragt sich, ob es überhaupt noch romantische Frauen gibt. Vielleicht. Vielleicht gibt es sogar Frauen, die auf übertriebenes Geschwurbel stehen. Frag mal bei Berlusconis Verflossenen nach, denen müsste jeder Mann wie eine Verbesserung vorkommen.
Jetzt kommt Peter aus Berlin, ein Musiker. Er singt und spielt dazu Gitarre. Sein Gesang enthält Text wie „You are so sweet… I like your face and your shoes…“ (Ein Schuhfetischist? Obacht, G., aber wenigstens kein Regencapefetischist.) „Please take me.“ Der Gesang ist jetzt nicht so dolle, G. ist unentschlossen, erst mal kein Herz für Peter, aber was nicht ist, kann noch werden.
Und nun Auftritt Maik. Wir erinnern uns? Der Typ im gelben T-Shirt, der glaubt, dass sein Dödel größer als der von bestimmten Mitbewerbern ist. Und wie groß isser denn nun? „Als das letzte Mal gemessen wurde, 19,5 cm.“ Aha. Und an dieser Stelle bricht Berlusconi, der zwischenzeitlich mal wieder hier aufgetaucht ist, in der Hoffnung, Schniedellangmachpillen zu bekommen, beinahe in Tränen aus. Er schüttelt mich und brüllt „Das kann doch nicht stimmen, das gibt es doch nicht, oder? Das ist ja doppelt so lang wie meiner!“ Mit einem gezielten Tritt gelingt es mir, nicht erwürgt zu werden und darauf hinzuweisen, dass der sogar fast viermal so lang wie sein Schmaldödel sei. Rechnen kann der Berlusconi also auch nicht. Das elendig nach Rasputinxxl-Tabletten jammernde Bürschchen versuche ich nun so gut wie möglich zu ignorieren, denn es gibt ja so viel anderes zu sehen.
Ein Kerl präsentiert seinen Waschbrettbauch und verkündet, dass er so geblendet von G. sei, dass er sich auf nichts anderes mehr konzentrieren könne. Das kenne ich, allerdings nicht im Zusammenhang mit G.
Noch ein Bewerber. G. plaudert mit ihm über Make-up. Der Gute benutzt Permanent-Make-up-Kajal. Draußen erzählt er, dass sie ihn gefragt hätte, ob er bisexuell sei. Ich hätte ihn wohl eher gefragt, ob er doof sei. Es folgen ein Kuschelbär, ein Typ mit Glitzer-Rolling-Stones-Shirt, der mit ihr tanzt und so weiter.
Oh, mein Gott, was ist das???? Es ist dieser Psychologe! Mit Gehstock und Monokel! Er sieht aus wie ein Baron für Arme in der XXL-Doof-Variante! Hilfe!! Ach, das hübsche weiße Seidentuch muss natürlich auch erwähnt werden, sorry, hätte ich Euch beinahe unterschlagen. Der Typ heißt Mark und ist 53. 53 ist sein Alter, nicht der IQ. Er ist zu eitel, um eine Brille zu tragen. G. fragt, ob er auch den Froonk nehmen würde, falls es mit ihr nichts werden sollte. Psycho-Pseudo-Baron meint, dass müsse er sich dann erst mal gut überlegen, so gut gefalle er ihm eigentlich nicht. Er über G.: Sie sei eine wunderschöne, große, schlanke, interessante, unerreichbare Frau. G. legt los, dass sie ihn sehr sympathisch und interessant finde und sich gut vorstellen könne, mit ihm mehrere Gläser Rotwein zu leeren. (Ja — könnte ich mir auch vorstellen. Direkt über seinen Kopf.) Aber dann der Tritt in die empfindlichen Teile, natürlich nur symbolisch: Erotik empfinde sie nicht, sagt G. Na, das ist aber mal unglaublich, kann ich mir ja kaum vorstellen. Draußen zieht Pseudo-Baron erst mal richtig über die arme G. her: Es wäre eine Challenge für ihn gewesen, so eine Frau zu heiraten, aber dass die so arrogant sei, habe er ja nicht gewusst, das sei Arroganz hoch drei. So eine Zickerei, was für eine Frechheit, einen Mann wie ihn abzulehnen. Ja, wenn ihn die Streisand abgelehnt hätte, da wäre er am Boden zerstört gewesen, aber bei einer Giulia Siegel? Pah, egal! Die sei doch nur eine Tochter, sonst nichts. Ha, diesen Sahneschnittenpsycho würde die Streisand natürlich nie ablehnen! Ich auch nicht. Als Hofnarr bestimmt unbezahlbar.
8 Herzen sind verteilt, alle anderen müssen zittern, nur 21 Männer kommen in den „Recall“. Maiki ist sicher, ein Herz zu bekommen, er hätte ja das Haus gerockt. Giulia hat die Namen auf die Herzen geschrieben (hat die auch so’n schlechtes Namensgedächtnis wie ich???), und siehe da, Penis-Maik und Knuddelbär sind tatsächlich dabei. Nun ab in einen Club, wo G. an den Turn Tables steht und für elektronische Musik sorgt. Sie beobachtet interessiert die Kandidaten, denn eins ist wichtig: „Die müssen Partymachen können.“ Ist ja klar, sie ist DJane, da braucht sie einen talentierten Pistengänger.
Am nächsten Tag. Wir lernen Marlon kennen. Marlon ist der 14-jährige Sohn von G. Er plaudert mit den Kandidaten, einige biedern sich ziemlich gut an, aber Marlon ist nicht dumm. „Die haben dahergeredet, um Eindruck zu schinden.“ Hey, klug, von wem hat er die Intelligenz geerbt?
Philipp-Grinsebackenfeldwebel ist wieder am Start. Er will Pep in die Villa bringen, falls er mit einziehen dürfe. G. fragt, was er mit ihr machen würde, wenn sie ihm nicht gehorchen würde. (Er ist ja Oberfeldwebel, nech?) Hahahaha, ein paar Strafen vielleicht. G.: „Kann man das in die sexuelle Richtung übertragen?“ Ja, Grinsefeldwebel gibt auch in diesem Bereich gern die Richtung vor. Das mag G. ja. Wichtig beim Sexuellen: Sie wolle Frau sein, er müsse männlich sein und zupacken können. Aber bitte kein Zwei- bis Dreistunden-Akt (besser ist das, wenn man Rücken hat, gell?!) und kein Nachspiel. Er müsse sie verführen. Keine langen Gespräche. Mensch, vielleicht wäre der Berlusconi doch nicht so schlecht? Hahaha, kleiner Brüllwitzalarm zwischendurch!
Penis-Maik tritt auf. Und zieht sich aus! Urrgh! G. findet das auch total unangebracht und sagt irgendwas davon, dass Männer, die sich im Fernsehen ausziehen, ins Affenhaus gehören. Was denn, lasst die armen Affen in Ruhe! Tierschutzverein, obacht! Maik antwortet auf die Frage, wie sein erstes Mal gewesen sei: „Ja, war interessant halt, wir waren zu dritt.“ Aber der Dritte hat wohl geschlafen, an dieser Stelle bin ich gerade nicht bei der Sache, weil Berlusconi anfängt, nach einem Zollstock zu suchen und ich das Schlimmste befürchte.
Ein anderer Bewerber sagt, dass Penis-Maik bitte nicht mit in die Villa einziehen möge, er hätte Angst, dass die Dummheit abfärben könne. (Hatte ich schon erwähnt, dass 11 Auserwählte für sechs Wochen in eine Villa ziehen dürfen, wo sie sich irgendwie beweisen müssen usw.? Nein? Dann wisst Ihr es jetzt.)
Mit Knuddelbär spielt G. Pantomime. Er muss Filmszenen darstellen, die anderen raten. Dschungelbuch. (Probier’s mal mit Gemütlichkeit.) Der Pate. Der Knuddelbär heißt glaube ich Tobias und ist Kaufmann. Eigentlich kein unsympathischer Kerl, soweit man das von jemandem, der sich für so eine Sendung hergibt, behaupten kann…
Peter, der Musiker, war gestern nicht mit im Club, ja warum das denn nicht? Fragt sich G. und fragt sich auch der Rest der Welt. Oooch, Peter hatte so eine wahnsinnig anstrengende Woche. Eh, Schlaffi, so geht das nicht. Beim Sex OK, aber beim Partymachen ist ja nun mal Kondition angesagt. Oooh, er darf mit G. in einen extra Raum. Hier Romantik. Kerzenlicht. Ob das besser für ihn sei ohne die anderen zwei, fragt G. Ja, der schüchterne Peter nickt. Klar, nur die beiden und Millionen von Fernsehzuschauern. Total intim. Warum er denn einziehen wolle? „Ich möchte Dich besser kennenlernen…“ Boah ey, romantischer wird’s aber nicht mehr. G. ist angetan von seiner herzlichen, warmen, offenen Art, dieses schüchterne verspielte… und dann erst dieses spitzbübische Macholächeln.
Dat Model hat tatsächlich tanzen geübt. Besser ist das.
Noch einer darf in den Candlelightraum. (Hat der weiche Wände? Angebracht wäre es.) Der Typ schwärmt von Giulias Aussehen. G. insistiert, dass er mehr an ihr bewundern müsse als nur ihr Aussehen. Der arme Mann nickt und guckt etwas ratlos. Mensch, Junge, lob die Intelligenz! Die Intelligenz!! Notfalls auch den Charakter! Verdammt, ist denn das so schwer? Es muss doch nicht wahr sein, himmelherrgottarschundzwirnsakraverdammtnochmal!
G. erzählt noch mal, dass sie ja gut aussehende Typen wie Sand am Meer kennengelernt hätte, aber die wären alle plump und dumm gewesen. Kommen wir nun mal zum Schluss. G. verteilt Rosen und Kakteen. Hm, Penis-Maik bekommt eine Rose. Okay, warum nicht, so ganz ohne Reizfiguren ist so eine Casting Show ja langweilig. So ganz mit Reizfiguren eigentlich auch, aber egal. Ich stehe das jetzt durch. Hm, Peter, der Musiker bekommt einen Kaktus. Der Grinsefeldwebel auch?!?! WTF, was ist denn nun los?
Und dann der Knaller, Kracher, aber so was von voll originell. Alle stehen sie da mit ihren Stachelgewächsen, seien es nun Rosen oder ein Kaktus. G. fängt an etwas zu erzählen nach dem Motto, dass sie ein Kumpeltyp sei, mit dem man Pferde stehlen könne, bla-bla…. und sie hätte ja schon einige Geschenke bekommen, auch Rosen, aber sie sei nun mal der Kumpeltyp und deswegen kämen alle weiter, die einen Kaktus bekommen haben. So von wegen der Ecken, Kanten und Stacheln. Dumme Gesichter bei den Rosenkavalieren.
Tja, 11 Männer dürfen nun wie gesagt in eine Villa einziehen. Leider nicht der Psychopseudo-Baron und auch nicht der Penis-Maik, das heißt, dass meine beiden Lieblinge raus sind.
Das finde ich jetzt nicht so okay von der Giulia. Hat die sich doch tatsächlich die halbwegs Sympathischen rausgesucht. Hey, und was ist mit dem Unterhaltungswert? An die Zuschauer denken, nicht an Dein persönliches Glück! Die muss noch viel lernen, bei Rübenbrei TV kommt die so aber nicht unter.
Fazit:
- Ich weiß, warum ich keine Casting Shows mag. Diese Show hat die Aversion nicht gemildert…
- Ich empfehle diese Sendung NICHT weiter, werde aber durchhalten! Stehe ja bei der Kollegin im Wort. Ob ich allerdings über weitere Folgen bloggen werde, weiß ich noch nicht… Und wehe, die Kollegin guckt nicht mit! Geteiltes Leid ist doppeltes Leid!
Die Ratgeberrunde findet erst morgen statt. Ich muss erst mal den Berlusconi wiederbeleben. Habe wohl etwas zu doll zugeschlagen, als er mir den Zollstock in die Hand drückte und sagte, ich solle mal messen. Mit so einem Zollstock kann man jemanden tatsächlich gut ins Land der geistig Abwesenden schicken. Andererseits: Da ist der Berlusconi doch eh ständig. Erst mal raus in den Garten werfen, frische Luft ist bestimmt gut. Sauerstoff und dieses Zeugs halt.
Gute Nacht.