… wird man nicht von Leuten verschont, die unbedingt ins Elite-Team bzw. in die künftige Weltregierung wollen. Neulich kam ein Schreiben eines FDP-Politikers rein, den Guten wollen wir hier nicht weiter namentlich erwähnen, ansonsten locken wir nur Personen an, die ihn nackt sehen wollen…
Sehr geehrte Frau Fellmonster,
für die Zeit Ihrer Weltbeherrschung möchte ich mich gern als Unterstützer anbieten. Ich besitze reichlich Erfahrung auf dem Gebiet der Entwicklungshilfe, so dass mein Expertenwissen für Sie von großen Nutzen sein wird. Nun werden wir in Zukunft kaum noch Entwicklungshilfe an andere Staaten überweisen, denn Guido der Große hat in seiner unendlichen Weisheit entschieden, dass keine Unterstützung mehr für Länder gewährt wird, in denen Frauen und Homosexuelle wie Menschen zweiter Klasse behandelt würden. Das gibt mir die Kraft, mich dem deutschen Elend verstärkt zu widmen, denn auch hier haben wir genug Hungerleider herumlaufen, die dem Staat eine Menge Geld kosten. Und für deren Kinder sollen auch noch kostenlose KITA-Plätze garantiert werden.
An diesem Punkt setze ich mit meinem ersten Projekt an, bzw. ich wollte es, jedoch hat Ursula von der Leyen entschieden abgelehnt, daher hoffe ich, bei Ihnen ein offenes Ohr zu finden. Hier sehen Sie mein KITA-Modell der Zukunft:
Beachten Sie neben dem formschönen Design vor allem die praktischen Vorzüge:
- Frische Luft
- Ausbruchssicher
- Kostengünstig
- Kein Netzanschluss, keine Computer, so dass keine Ballerspiele gespielt werden können, somit Verhinderung der Aufzucht von künftigen Amokläufern.
- Keine weitere Betreuung nötig, außer einer Person, die morgens und abends einmal auf- bzw. abschließt. Kann vom Hausmeister nebenbei übernommen werden.
- Kein Alkohol (man kennt das ja bei diesen Hartz-IV-Empfängern, da dürfen sicher auch die Kleinen schon mal mit am Glas nippen).
Was meinen Sie? Vor allem ist das Prinzip sehr sparsam, so dass wir die finanziellen Mittel in wichtige Projekte investieren können, denn Leistung muss sich wieder lohnen. Elite-KITAs für die Leistungsträger in diesem Land!
Mit freundlichem Gruß, Ihr
D. N.
Weiha. Und keine Trudi hier, die mir solche Korrespondenz abnimmt. Also habe ich schnell selbst geantwortet.
Sehr geehrter Herr N.,
bitte schreiben Sie mir nicht mehr. Ich habe Kopfschmerzen. Danke.
MfG
Fellmonster
Hartnäckig ist er leider auch noch.
Sehr geehrte Frau Fellmonster,
mit Bestürzung habe ich von Ihrem angegriffenen Gesundheitszustand gelesen und bin sofort zu einem befreundeten Ministerkollegen gegangen, um Ihnen eine Packung Kopfschmerztabletten zu besorgen. Es sind die besten, die man für Geld bekommen kann. Ich wünsche Ihnen gute Besserung. Übrigens wird Ihnen mein befreundeter Ministerkollege demnächst ein bahnbrechendes Konzept zur Neuordnung des deutschen Gesundheitswesen zukommen lassen. Sie werden begeistert sein!
Ihr D. N.
Arrrrrgh! Ich habe die Angelegenheit delegiert, aber:
Sehr geehrte Frau Fellmonster,
gestern erhielt ich eine Sendung aus den USA von einem gewissen Rahm Emanuel. (Ich musste erst mal recherchieren, wer das ist.) Er behauptete, dass die Lieferung in Ihrem Auftrag erfolgt sei. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Sie mir vergammelten Fisch zukommen lassen wollten. Ich habe mir erlaubt, einen deutlichen Beschwerdebrief in Ihrem Namen zu verfassen und zu senden, da Sie sicher schon genug anderes um die Ohren haben.
Gern für Sie zu Diensten, Ihr
D. N.
Der arme Rahmi! Ich habe jetzt erst mal Helmut Schmidt, Bundeskanzler a. D., angeschrieben, der soll mir mal erklären, wie man zu anhängliche FDP-Politiker los wird. Ist ihm ja damals auch ganz gut gelungen. Kostete ihm zwar das Amt, aber etwas Schwund ist ja immer…


















